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Akademie > Kleine Baugeschichte > 1946: Gründung in Hermannsburg

1946: Gründung der Akademie in Hermannsburg

"Im Herzen der niedersächsischen Erweckungsbewegung sollte die erste norddeutsche Evangelische Akademie entstehen. Aber – in welchen Räumen? Kaum ein Ort in Niedersachsen war so dicht mit Flüchtlingen belegt wie Hermannsburg. (...) In der Militärseelsorge im Felde hatte ich erfahren: In schwierigen Situationen sind kleinkarierte Lösungen immer die schlechtesten. (...) Da geschah es, daß, nachdem wir mit unserer Weisheit am Ende schienen, ein Schreiber aus einem ostdeutschen Städtchen, den der Hermannsburger Bürgermeister als dritte oder vierte Bürokraft eingestellt hatte, sich schüchtern erhob und mit vor Verlegenheit belegter Stimme sagte, er wisse nicht, ob er es wohl sagen dürfe – aber nun müsse er es erzählen: In der übernächsten Nacht rückte das englische Sprengkommando aus dem kleinen Heidegasthof "Völkers Hotel" ab. Das Haus steht dann frei. Wenn ...?

Im Augenblick war alles wie elektrisiert. Ich weiß nicht, was jetzt wohl durch die verschiedenen Hirne ging. Der Gedanke an eine bescheidene Wohnung in dem freiwerdenden Gasthof? Raumwünsche für viele andere Pläne, die es immer in Hermannsburg gab? Aber nichts davon wurde laut. Es war, als seien wir in diesem Augenblick eine verschworene Gemeinschaft (...) Einige Männer erklärten sich bereit, von dem Gemeindepfarrer Gurland und dem Missionsdirektor Elfers ermutigt, in der darauffolgenden Nacht, unmittelbar nach dem Abzug der Engländer, dies Haus zu "übernehmen"."

(Aus: Johannes Doehring: Der Anfang und die Anfänge. In: Mut zur Verständigung, 25 Jahre Evangelische Akademie in Loccum, Göttingen 1977.)

 

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