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Heiko PrellerSegmenteFotografien Juli/September 2001 |
Von Bernd Mellmann
Heiko Preller hat sich viele Jahre mit dem Prinzip der
"Camera Obscura" beschäftigt. Er hat verschiedenste
Kamerasysteme entworfen und auch gebaut, die unterschiedlichste
Bildelemente so miteinander verbinden können, dass die Übergänge
fließend erscheinen; ja man kann diese Übergänge teilweise überhaupt
nicht mehr nachvollziehen.
Heiko Preller versucht mit Hilfe dieser erfundenen
Eigenkonstruktionen eine völlig neue Bildsprache zu verfolgen.
Erstaunlich ist, dass, trotz des Zeitalters des Computers und des damit
einhergehenden Composings und Veränderns eines gewöhnlichen Fotos, mit
seiner Methode völlig eigenständige Bildwelten entstehen, die den
Eindruck erwecken, als wären diese "Segment-Fotos", wie er
sie nennt, digitale Bilder.
Heiko Preller ist es egal, ob Fotografien digital
erstellt werden oder analog. Die Idee muss stimmen und das Konzept der
Bildinhalte sinnvoll sein. Ihm ist das Handling einer selbstgebauten
"Bildmaschine" bequemer und für die Realisierung einer
Bildidee schneller und hilfreicher.
Oft entstehen die Bildinhalte einzig und allein durch
die Benutzung der "Segment-Kameras". Wenn die
"Segmente" einbelichtet sind, kommt nach dem Entwickeln oft
der Überraschungsmoment: Der kalkulierte Zufall lässt immer sehr viel
Raum für Fotografien, die sich auf diesem Wege einfach so ergeben.
Heiko Preller: "Am Rechner wäre solch ein
Vorgehen undenkbar. Hier muss man vor der Realisierung jeden Schritt des
Composens planen. Und meist sehen diese Composings dann blutleer und
kalt aus."
Aus dem Ausstellungskatalog
Heiko Preller: Studium der Zeitungswissenschaften und Kunstgeschichte in München, Kommunikationsdesign in Essen; 1994 bis 1998 Lehrauftrag am Fachbereich Design der Fachhochschule Dortmund; Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie und im Bund Freischaffender Fotodesigner; Mitbegründer des Vereins "Arbeitskreis digitale Fotografie".