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Günter H.-P. SchulzKreuzeMärz/Mai 2003 |
Von Ätissin Insea Hohlt-Sahm
Günter Schulz zeigt uns ganz Ungewöhnliches in
seiner Holzwerkstatt Entstandenes: Kreuze. Wir kennen alle die Kreuze
aus den Kirchen, ganz stille, und Kreuze, die uns nachdenklich machen.
Nun stehen wir in der Ausstellung von Günter Schulz,
umgeben von ganz anderen und neuen Kreuzen, die wir noch nie gesehen
haben. Ob ein Zerrbild des Besuchers im Spiegel des geöffneten Kreuzes
erscheint oder die Wärme des Lichts Bewegung ins Kreuz bringt, immer
wieder stehen wir mit Erstaunen vor der Vielfalt seiner Werke. Wunderbar
ist Günter Scholz mit dem Material als gelernter Tischlermeister
umgegangen.
Er hat die verschiedensten Hölzer, wie Eiche, Linde,
Zeder, Fichte oder Nussbaum mit den passenden Oberflächen bearbeitet.
Das macht den Reiz aus! Wir möchten es berühren oder
es streicheln. Es duftet und die Betrachtung wird von uns mit allen
Sinnen wahrgenommen.
Wir werden nachdenklich. Welches Kreuz ist für uns
geschaffen? Das mit den schwarzen Händen- und Füßen-Abdrücken? Das
mit dem stillen, bekleideten Christus am Kreuz? Oder das aus 3 x 3
Holzstäben zusammengesteckt fast filigran wirkende Kreuz? Es könnte
auf einem Hügel stehen und von allen Seiten eine große Ausstrahlung
haben. Das christliche Kreuz-Symbol wird uns von Günter
Schulz ganz neu präsentiert. Es hat viel Kraft und starke Aussage für
den Betrachter.
Günter H.-P. Schulz ist in Oberhausen geboren und ist ausgebildeter Tischler. In seiner Freizeit als Autodidakt entstehen ab 1985 Skulpturen, Plastiken, Reliefs, Assemblagen und Holzsteckarbeiten. Die Arbeiten entstehen aus verschiedenen Materialien. Die Vorliebe gilt dem Holz. Teilnahme an Bildhauersymposien; seit 1989 zahlreiche Einzelausstellungen in Klöstern, Kirchen und Kirchengemeinden.