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Elisabeth WeidemannCollagen - Objekte April/Mai 2005 |
Von Helga Wilfroth
Elisabeth Weidemann bewegt sich seit Jahren auf dem
Grat zwischen Fläche und Raum. In den 90er Jahren dominieren statt der
Zeichnungen mit Stiften und Kreiden, der Pastelle und Aquarelle die
Collagen und Montagen sowie die keramischen Objekte und Skulpturen. Es
findet ein ständiger Wechsel von Fläche zu Volumen und von Volumen zu
Fläche statt.
Die Formumwandlung ist ein wiederkehrender Vorgang. Das ist auch
erklärlich, liegt doch dem Schaffen von Collage und Skulptur bei
Elisabeth Weidemann ein gemeinsamer Gestaltungsvorgang zugrunde. So wie
für die Collage das Zerreißen des Papiers geschieht, zerschlägt die
Künstlerin für die Objekte vorgefertigte Tonplatten oder zerlegt
Fundstücke. Diese Handlung mit ihrem brachialen Moment der Zerstörung
setzt Kräfte frei, die einen konstruktiven Akt ermöglichen. Zerstören
und Zusammenfügen ist künstlerisches Prinzip. Durch das Finden und
Bauen werden Dinge in einen neuen Zusammenhang gesetzt, das Zerschlagen
und Zerreißen erwirkt die Notwendigkeit einer neuen Ordnung und
Strukturierung. Es geschieht eine Verwandlung, eine Auferstehung.
Elisabeth Weidemann: Geboren in
Dingelstädt/Eichsfeld; Autodidaktin, entscheidende Lehrerin: Gertraud
Möhwald; lebt und arbeitet in Bad Langensalza/Thüringen
1981-1985: Reflexionen, Tagebuchaufzeichnungen und keramische Objekte.
1987: "Illegale" Reise nach Paris, Spannungsfelder, Flächen und
Blätter vom Lob der Träume, Zeichnungen. 1988: "Illegale"
Reise nach Amsterdam, im Zeichen des Kreuzes, Zeichnungen und keramische
Objekte. 1989: politische Aktionen. 1994: Zeitzeichen, Schichten -
Dahinter, Zeichnungen und keramische Objekte. 1997: Transformationen,
Mandala - 100 Steine aus Ton, keramische Objekte, Arbeit mit Porzellan,
Zeichnungen. 2000: Wider den Lärm der Zeit, Collagen, Zeichnungen,
keramische Objekte. 2001: Was hast du getan, Eva?, Collagen, keramische
Objekte. 2003: Divertimento, Arbeiten auf Papier, keramische Objekte in
Verbindung mit Eisen. 2004: Wenn die Spuren sprechen, keramische Objekte,
Collagen. 2005: Zerreißproben, Tonarbeiten und Arbeiten auf und mit
Papier.
Einzelausstellungen u.a.: 1999 Gotha, Löfflerhaus; 2000
Mühlhausen/Thüringen, Galerie o.T., Kunstwestthüringer e.V. ; 2000
Kiel, Fachhochschule für Architektur; 2001 Bad Salzungen, Kleine Domäne;
2002 Bad Salzungen, Landratsamt des Wartburgkreises; 2002/03 Gotha,
Schloßmuseum mit Rüdiger Wilfroth; 2003 Bad Langensalza, Museum im
Augustinerkloster; 2004 Oostkamp Brügge, In de Wieke; 2005 Heilbad
Heiligenstadt, Theodor-Storm-Museum; Beteiligung an zahlreichen
Gruppenausstellungen