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Akademie > Kunst in Loccum > Thomas Werk

Bild von Thomas Werk

Thomas Werk

Bergpredigt
Malerei, Zeichnungen
September/Dezember 2007
Bergpredigt, Schwarze Tusche, Gouache, Kohle;
Papier auf Leinwand aufgezogen

Wie viele Zeichen sind notwendig, um von einem Betrachter als menschliche Figur identifiziert zu werden? Thomas Werk kommt in seinen Bildern mit zwei Zeichen aus: einer Geraden und einem Kreis. Für die Erkennbarkeit ist es ausreichend, wenn sich die runde Form des Kopfes in unmittelbarer Nähe oder direkt an einem Blockstreifen befindet, um sofort als Körper interpretiert zu werden. Mehr braucht es im Grunde also nicht, um einen Menschen - oder die Idee einer menschlichen Figur darzustellen. Alles andere ist schmückendes Beiwerk. Konsequent und fast provozierend setzt der Maler seine puristische Einfachheit gegen die narrativen Momente und ästhetischen Begierden unserer Zeit. In seinen Bildern konfrontiert Thomas Werk die Betrachter mit dem Extrakt seiner zu vermittelnden Botschaft, der man nicht aus dem Wege gehen kann.

Dr. Sabine Maria Hannesen, Kunsthistorikerin
aus „Die Schönheit der einfachen Dinge“
alte und neue Kunst, Band 43, 2006, Paderborn 

Was diese Arbeiten immer wieder so verstörend und reizvoll gleichermaßen erscheinen lässt, ist, dass sie sich einer eindeutigen Narration entziehen; sie sind trotz oder vielleicht gerade wegen ihrer Einfachheit viel zu komplex, als dass sie sich auf den Punkt deuten lassen. Ihr ästhetischer Reiz steht in einem überaus engen Zusammenhang zu dem, was uns als Betrachtern durch den Bildtitel nahegelegt wird. Und ich denke, gerade so, in dieser Vieldeutigkeit komplexer Geflechte spielt sich eben oft genug unser Bezogensein auf Gott in Jesus Christus ab. Selten nur werden wir an uns selbst zu Zeugen einer Eindeutigkeit der Nähe Gottes. Hier leben wir im Glauben, dermaleinst im Schauen, sagt Paulus. Jetzt werden wir uns immer wieder neu auf den Weg der Gottesbegegnung machen und müssen dabei mit Uneindeutigkeiten, mit Störungen und Abwegen auskommen, ja mit Zweifel und Ungewissheit, mit Anfechtung; dann aber, im Lichte, werden wir Gott schauen und das Alte wird vergangen sein. Die Zeichensprache der Arbeiten von Thomas Werk lebt eben in diesem sensiblen Respekt vor dem ganz Diesseitigen und dem, was wir hoffend bedenken ...

Christhard-Georg Neubert,
Stiftung St. Matthäus, Berlin, Juni 2007

Thomas Werk 
Projekte; Projektbeteiligungen:
1998 Lesung literatur-werkstatt Berlin; 2001 Lyriknacht/Wolkenbügel, Berlin; 2004 „Odysseus-Klagelieder“ – Aufführung im Künstlerhaus Berlin; 2005/2006 „Der Himmel auf Erden?“ – Brandenburg, Beeskow, Frankfurt/Oder, Potsdam, Kassel – Ausstellungsbeteiligung; 2007 „Ave Maria“ – Münster – Ausstellungsbeteiligung; 2008 „Kruzifixus“ – Ausstellung, Haus der Stille, Berlin
Biografie:
1971 in Berlin geboren; aufgewachsen und evangelisch geprägt in Ost-Berlin; 985 erste literarische Arbeiten und Zeichnungen; Lyrik und Prosa, Natur- und Landschaftsstudien; 1990 – 1992 Studium Kunst/Germanistik, Humboldt-Universität Berlin; 1992 – 1994 Studium Germanistik/Philosophie, Humboldt-Universität Berlin; seit 1994 freischaffend; Entwicklung der Themen Vergänglichkeit, Liebe und Tod zu Arbeiten mit konfessionellem Inhalt

 Dreieck rechts Rede von Dr. Sabine Maria Hannesen zur Ausstellungseröffnung
am 1. September 2007 pdf >

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