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George Khoury

Journalist und langjähriger Redakteur der Deutschen Welle in Köln, nahm seit 2003 am Deutsch-Ägyptischen Dialog teil
in: Forum Loccum Nr. 1/Februar 2007

Im Frühjahr 2003 begann auf Initiative der Koptisch-Evangelischen Organisation für Soziale Dienste (CEOSS) ein Deutsch-Ägyptischer Dialog. Nicht zufällig wurde die Evangelische Akademie Loccum als Partner-Organisation auf deutscher Seite ausgesucht, denn sie genießt seit langem einen ausgezeichneten Ruf als eine erfahrene Institution im Austausch zwischen den Kulturen und Religionen.

Der Deutsch-Ägyptische Dialog gehört wahrscheinlich zu den wenigen Foren in diesem Bereich, die ihren Namen verdienen. Vielleicht, weil er von Anfang an offen, engagiert und kritisch geführt wurde. Er umfasst auf beiden Seiten Vertreter aus Politik, Parlament, aus verschiedenen christlichen und muslimischen Institutionen in beiden Gesellschaften, aus Wissenschaft und Medien.

Man sprach und stritt in bisher fünf jeweils einwöchigen Konferenzen, abwechselnd in Deutschland und Ägypten, über aktuelle Themen: Das Verhältnis zwischen Staat und Religion, Säkularisierung und Modernisierung, Staatsbürgerschaft, demokratische Kultur, die Folgen der Globalisierung und immer wieder das Thema Gewalt und ihre Rechtfertigung.

Bald wurde klar, dass trotz des guten Willens auf beiden Seiten, dieser Dialog ein langwieriger und schwieriger Prozess sein wird. Es gibt viele Vorurteile, Klischees und manchmal die Unfähigkeit, den anderen zu verstehen, nicht aufgrund des fehlenden Intellekts, sondern wegen der unterschiedlichen geschichtlichen Erfahrungen und Wahrnehmungen. Die Beziehung zwischen Orient und Okzident ist sehr alt, die Geschichte lange noch nicht aufgearbeitet. Sie wirft ihren Schatten auf alle Formen der Begegnungen zwischen diesen Kulturkreisen und der Dialog bleibt anfällig für aktuelle Ereignisse.

Es gibt aber keine Alternative zu einem Dialog, so schwierig, manchmal frustrierend und langwierig er sein mag. Er symbolisiert die Hoffnung auf eine friedliche Zukunft in einer hoch technisierten, weniger friedlichen Welt.

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