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Heidi Merk

SPD, Mitglied des Niedersächsischen Landtages,
1990 bis 1998 Justiz- und 1998 bis 200 Sozialministerin des Landes Niedersachsen, Heidi Merk nimmt regelmäßig an den Gesprächen mit Südafrika teil.
in: Forum Loccum Nr. 4/November 2006

Der Loccum-Oudtshoorn-Prozess
Partnerschaft für kooperative Entwicklung Südafrika-Deutschland
28. September bis 2. Oktober 2006

Eine der Eigenheiten des seit einigen Jahren in Bewegung gebrachten Loccum-Oudtshoorn-Prozess war und ist es, zu Beginn der Tagung den Eindruck zu gewinnen, nichts käme so richtig voran. Aber dann zeigte der vorgeschaltete analytische Teil der Tagung deutlich, dass eben in diesem Prozess die Überwindung eines ãGrabensÒ so schwer ist, eines Grabens der zwischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft besteht.

Man könnte ihn den Graben der Kommunikationsunfähigkeit nennen. Und das führt zur Unbeweglichkeit, wo Bewegung und Aufeinanderzugehen alternativlos sind. Denn schließlich braucht Südafrika wie Deutschland diesen Brückenschlag zwischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft um Armut bzw. Not zumindest zu reduzieren (natürlich wollen wir beides überwinden), um Menschen stärker an der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gesamtentwicklung beider Länder teilhaben zu lassen.

Als nicht weniger spannend hat sich während des Kongresses auch herauskristallisiert, wie wichtig es ist, Projekte so zu entwicklen, dass sie in den Kommunen für die Menschen später spürbar werden und sich als Motoren für neue dynamische Prozesse im Bereich des Arbeitsmarktes im weitesten Sinn entwickeln.

Mir scheinen sich einige Ergebnisse so deutlich abzuzeichnen, dass sie als Projekte in greifbare Nähe rücken. Zwei dazu will ich beispielhaft herausgreifen. Da ist zum einen das von INEP Oldenburg entwickelte Low-Cost-Energie-Haus, das zusammen mit der Salzgitter AG und der lutherischen Kirche in East London erstmalig erprobt werden und dann mit den Genannten weiterentwickelt werden soll (Wohnung, Energie, dabei Umwelt und Gesundheit sind die richtigen Ansätze).

Da ist zum anderen das Land Niedersachsen und die Partnerprovinz Eastern Cape, die die Kooperation mit niedersächsischen Unternehmen soweit forcieren können, dass Ausbildung, Bildung und damit die Integration junger, bisher an den Rand gedrängter Menschen ermöglicht wird.

Es ist der Zähigkeit der Initiatoren, Professor und Botschafter a.D. Sibusiso Bengu (RSA) und Bischof a.D. Krause, sowie der Unermüdlichkeit Dr. Fritz Erich Anhelms und der Südafrikanischen Nationalen Entwicklungsagentur NDA zu verdanken, dass der Aufbruch im Loccum-Oudtshoorn-Prozess jetzt deutlich spürbar geworden ist. Das verspricht Zukunft für beide Länder.

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