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Ingrid Sehrbrock

Stellvertretende Vorsitzendes im DGB-Bundesvorstand; zuständig u.a. für Jugend, Bildung, Qualifizierung
in: Forum Loccum Nr. 3/August 2007

Die Bedeutung von Bildung für die Entwicklungschancen des Einzelnen ist unumstritten. Sie bietet Orientierung, ermöglicht die Teilnahme und Gestaltung des sozialen und gesellschaftlichen Lebens und ist der Schlüssel zum Arbeitsmarkt.

Diese Schlüsselrolle stellt uns vor die Herausforderung, Wissen und Kompetenzen zu vermitteln, die über die Zukunft entscheiden. „Bildungsdebakel“, „Bildungsrückstand“ und „soziale Ungleichheit“ sind aber eher die Schlagworte, die die Diskussion um das deutsche Bildungswesen bestimmen. Im Kreuzfeuer der Kritik steht dabei der enge Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und erzielten Bildungsleistungen. So gelingt die Förderung von Kindern aus sozial benachteiligten Schichten und aus Zuwandererfamilien hierzulande schlechter als in anderen Ländern.

Aus meiner Sicht ist es notwendig, Bildungsausgaben nicht mehr als Subvention zu betrachten – Bildungspolitik ist eine Investition. Der Nationale Bildungsbericht von 2006 hat das unterstrichen, aber auch gezeigt, dass wir zu wenig in Bildung investieren. Ein steigendes Bildungsniveau hat nicht nur entscheidende Effekte für das Wirtschaftswachstum. Ein steigendes Bildungsniveau der Gesellschaft ist auch indirekt wachstumsrelevant. Es hat positive Auswirkungen auf den Gesundheitszustand, die politische Stabilität, den sozialen Zusammen­halt und die Verringerung von Armut, Kriminalität und Umweltzerstörung.

Auch wenn wir heute häufiger zur Begründung bildungspolitischer Initiativen die ökonomische Betrachtung nutzen – Wissen, Qualifikation und Kompetenzen dienen aber letztlich vor allem dem Menschen selbst.

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