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Christian Wulff

Ministerpräsident des Landes Niedersachsen
in: Forum Loccum Nr. 1/Februar 2005

In seiner Rede über die Endzeit beschreibt Matthäus, wie die Welt zu Ende gehen wird (Matthäus 24, 1-14). Der Evangelist schwingt geradezu die Kriegskeule und sagt Katastrophen wie Hungersnöte und Erdbeben voraus. Eine ziemlich düstere Bestandsaufnahme, finde ich. Aber: So klar er den Gefahren ins Auge schaut, so klar ist auch seine Hoffnung. Matthäus sagt den Menschen: "Wer jedoch bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet."

Das heißt für mich ganz konkret: Wir dürfen nicht an der Hoffnung zweifeln. Wir müssen standfest bleiben, dann gibt es einen Weg. Das gibt mir Kraft, in der Politik auch schwierige Aufgaben zu meistern. Denn wir müssen in Deutschland viel bewegen. Ich möchte eine Diskussion anstoßen, wie die Menschen in 10, 15 Jahren in Niedersachsen leben. Die Landesregierung wird in der Evangelischen Akademie Loccum in Klausur gehen und den Fragen der Zukunft nachgehen: "Was müssen wir tun, damit wir kinder- und familienfreundlich sind, damit Niedersachsen ein Land mit hoher Lebensqualität ist; damit sich möglichst viele Menschen für die Gemeinschaft engagieren; und vor allem, damit möglichst Alle Ausbildung und Arbeit finden?"

Die Herausforderungen sind groß. Aber die vergangenen 22 Monate haben gezeigt, dass Niedersachsen auf dem richtigen Weg ist. Wir haben den Marsch in den Schuldenstaat beendet. Bildung und Innere Sicherheit haben in unserem Land hohe Priorität. Seit dem ersten Januar 2005 gibt es in Niedersachsen keine Bezirksregierungen. Trotz Widerständen sind wir konsequent geblieben. Die Standhaftigkeit, die Matthäus preist, hat sich für uns bewährt. Denn nur aus Stetigkeit erwächst Glaubwürdigkeit - und nur aus Glaubwürdigkeit erwächst Vertrauen.

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