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Alexander Kluge

Schriftsteller, Filmemacher, Kulturkritiker
in: Forum Loccum Nr.4/November 2001

Zu seinen zahlreichen Preisen, Ehrungen und Auszeichnungen kam im Oktober 2001 der Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Fernsehpublizistik. Kluge habe mit seinen Kulturmagazinen dem Diktat der Quote trotzen können, würdigte die Jury.

Diese Ansicht wurde nicht immer geteilt. So bewertete der ehemealige RTL-Programmchef Helmut Thoma Alexander Kluge als "einen Quotenkiller" und "elektronischen Wegelagerer" und seine Kulturmagazine im Privatfernsehen las "Zwölftonmusik im Zirkus".

Alexander Kluge, 1932 als Sohn eines Arztes in Halberstadt geboren, 1956 zum Dr. jur. promoviert und 1958 als Assistent von Fritz Lang zum ersten Mal beim Film tätig, ist einer der wenigen wirklich universell zu nennenden Geister Deutschlands: Jurist, Schriftsteller, Filmemacher, Philosoph, Kunsttheoretiker, Medienpolitiker und seit den späten 80er Jahren als Produzent und Autor gesellschaftspolitischer und kulturkritischer TV-Magazine ("10 vor 11"; "News & Stories", "Prime Time") tätig.

Was sich auf den ersten Blick in viele Teilexistenzen zu zerfallen scheint, ergibt bei genauerem Hinsehen einen komplexen Zusammenhang. So ist der Film- und Fernsehautor z.B. ohne den Schriftsteller nicht zu denken. Einige seiner Filme beziehen ihre Stoffe aus eigenen Geschichten, Geschichten durchziehen die Text-Bilder-Bücher zu den Filmen, und in den Kulturmagazinen laufen auch immer wieder eigene literarische Arbeiten über den Schirm.

Zusammen mit Oskar Negt schrieb Alexander Kluge über "Öffentlichkeit und Erfahrung"(1973), "Geschichte und Eigensinn"(1981) und über "Maßverhältnisse des Politischen" (1992). Hier ging das Autorenteam in verschiedenen Variationen der Frage nach, was am politischen Handeln politisch sei.

Alexander Kluge nahm zusammen mit Oskar Negt an der Tagung "Strukturwandel der Öffentlichkeit" vom 18. bis 20. Januar 2002 in Loccum teil.

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