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Klaus-Michael Meyer-Abich

Naturphilosoph und Wissenschaftspolitiker
in: Forum Loccum Nr.1/Februar 2002

"Der Anthropozentriker meint, Mensch sein zu können, indem er oder sie alles übrige, was nicht Mensch ist, nur haben will. (...) Im Gegensatz dazu wird in der physiozentrischen Naturauffassung die übrige Welt nicht als das, was nicht wir sind und in diesem Sinn als Natur, sondern als natürliche Mitwelt verstanden."

Mit diesen Worten umriss Klaus-Michael Meyer-Abich auf einer Loccumer Tagung 1997 seinen naturphilosophisch-politischen Entwurf, den er im gleichen Jahr unter dem Titel "Praktische Naturphilosophie - Erinnerung an einen vergessenen Traum" veröffentlichte.

In zahlreichen Publikationen entwickelte der 1936 in Hamburg geborene Physiker und Philosoph sein Konzept vom "Frieden mit der Natur", deren Ziel - eine holistische Ethik - nur durch einen radikalen Bruch mit der herrschenden Rationalität zu errreichen sei.

In den sechziger Jahren war Klaus-Michael Meyer-Abich Mitarbeiter von Carl-Friedrich von Weizsäcker an der Universität Hamburg. Von 1970 bis 1972 arbeitete er am Max-Planck-Institut zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt in Starnberg. Von 1979 bis 1982 war er Mitglied der Enquete-Kommission "Zukünftige Kernenergiepolitik" des Deutschen Bundestages und von 1984 bis 1987 Senator für Wissenschaft und Forschung in Hamburg.

Es folgten von 1987 bis 1994 die Mitgliedschaft in der Enquete-Kommission "Schutz der Erdatmosphäre" und von 1989 bis 1996 eine Forschungsprofessur "Kulturgeschichte der Natur" im Kulturwissenschaftlichen Insiitut des Wissenschaftszentrums Nordrhein-Westfalen.

Klaus-Michael Meyer-Abich, der auch Studienleiter an der Evangelischen Akademie Hofgeismar war, nahm an der Tagung "Ökologische Politik und die Kunst des guten Kompromisses" vom 8. bis 10. März 2002 in Loccum teil.

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