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Martin Mosebach

Schriftsteller, Büchner-Preisträger 2007
in: Forum Loccum Nr.3/August 2007

Der Schriftsteller Martin Mosebach erhält in diesem Jahr den Büchner-Preis. Die mit 40.000 Euro dotierte Auszeichnung gilt als bedeutendster deutscher Literaturpreis.

„Die Auszeichnung gilt einem Schriftsteller, der stilistische Pracht mit urwüchsiger Erzählfreude verbindet und dabei ein humoristisches Geschichtsbewusstsein beweist, das sich weit über die europäischen Kulturgrenzen hinaus erstreckt; einem genialen Formspieler auf allen Feldern der Literatur und nicht zuletzt einem Zeitkritiker von unbestechlicher Selbstständigkeit,“ begründete die Jury der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt ihre Entscheidung.

Bereits der Debüt-Roman „Das Bett“ (1983) des 1951 in Frankfurt am Main geborenen Autors wurde von der Kritik hoch gelobt. Man bescheinigte ihm ein großes Erzähltalent und verglich ihn mit Thomas Mann und Robert Musil. Die beiden Folgeromane „Ruppertshain“ und „Westend“ festigten seinen Ruf.

Den Durchbruch auf dem Buchmarkt erreichte Mosebach 2000 mit seinem Prosa-Werk „Eine lange Nacht“, das als „historischer Roman der Gegenwart“ (Die Zeit) gelobt wurde. Der gelernte Jurist und Sohn eines Arztes schrieb aber auch Dramen, Gedichte, Hörspiele, Drehbücher und veröffentlichte Reportagen und Essays.

Im August wird sein jüngster Roman „Der Mond und das Mädchen“ im Hanser Verlag veröffentlicht.

In einer ersten Reaktion sagte Mosebach: „Der Preis kam vollständig überraschend für mich. Die Entwicklung, wie meine Arbeit wahrgenommen worden ist, hat es mir vollständig ausgeschlossen erscheinen lassen, dass ich schon Büchner-Preis würdig sei. Ich bin kein Erfolgsschriftsteller.“

Gleich nach der Büchner-Preisverleihung kommt Martin Mosebach nach Loccum und nimmt an der Tagung „Die Vernunft der Religionen“ vom 29. bis 31. Oktober teil.

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