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Foto Annemarie Schimmel

Annemarie Schimmel

Islamwissenschaftlerin
in: Forum Loccum Nr.2/Mai 2001

"Inmitten erschreckender Signale des religiösen Fanatismus" sei die Auszeichnung als ein "Zeichen für die Begegnung, nicht für die Konfrontation der Kulturen" zu verstehen, hieß es 1995 in der Begründung zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an Annemarie Schimmel.

Die in Bonn lebende Orientalistin wurde für ihr Lebenswerk ausgezeichnet, das der Kenntnis und dem Verständnis des Islam gilt.Annemarie Schimmel wurde 1922 in Erfurt geboren und erlernte die arabische Sprache bereits mit 15 Jahren. Nach dem Studium der Arabistik und Islamwissenschaft promovierte sie 1941 in Berlin. 1954 wurde sie als Professorin für Religionsgeschichte an die Islamisch-Theologische Fakultät der Universität Ankara berufen. Von 1961 bis 1967 lehrte sie als Professorin Arabistik und Islamkunde an der Universität Bonn.

1967 folgte sie einem Ruf an die Harvard-University in Cambridge (USA), wo sie drei Jahre später zur Professorin für indo-islamische Kultur ernannt wurde. Zu ihrem 75. Geburtstag, am 7. April 1997, richtete die Universität Bonn ihr zu Ehren den Annemarie-Schimmel- Lehrstuhl für indo-islamische Kultur ein.

Annemarie Schimmel gilt als profunde Kennerin der islamischen Mystik, der Suche des Menschen nach Vereinigung mit Gott. Sie hat mehr als 80 Bücher, Essaysammlungen und Vorlesungen veröffentlicht und übersetzt auch Poesie aus sechs orientalischen Sprachen. Im letzten Jahr erschien im Münchner C.H. Beck Verlag "Sufismus - Einführung in die islamische Mystik". Viele ihrer Arbeiten wurden auch in Arabisch, Englisch und Türkisch veröffentlicht.

Im Sommer kam Annemarie Schimmel nach Loccum und nahm an der III. Interreligiösen Sommeruniversität der Akademie vom 4. bis 12. Juli 2001 teil.

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