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Texte & Materialien > Aus der Akademie > Philip Potter

Philip Potter zum 80. Geburtstag

Gerechtigkeit - Oder: Die Frage nach gerechten Beziehungen
Die Ökumenische Bewegung im Prozess der Globalisierung
Eine Tagung zu Ehren des 80. Geburtstages von Philip Potter
vom 1. bis 2. September 2001
Dreieck rechts Programm der Tagung
Dreieck rechts Kurzbiografie von Philip Potter

Impressionen

Foto: Philip Potter und Gaeste
(v.l.n.r.): Akademiedirektor Fritz Erich Anhelm, Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer, Philip Potter, Altbundeskanzler Helmut Schmidt, Landesbischof Christian Krause, Präsident des Lutherischen Weltbundes, Landesbischöfin Bärbel Wartenberg-Potter.

Foto: Potter, Schmidt, Anhelm
Helmut Schmidt, Fritz Erich Anhelm, Philip Potter

Foto: Schmidt, Anhelm
Helmut Schmidt im Gespräch mit Akademiedirektor Fritz Erich Anhelm

Philip Potter feierte am 19. August 2001 seinen 80. Geburtstag. Von 1972 bis 1984 war er Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen. Philip Potter zu Ehren lud die Evangelischen Akademie Loccum zu einer Tagung, deren Thema er selbst gewählt hat: "Gerechtigkeit, oder - Die Frage nach gerechten Beziehungen". Es ist das Lebensthema von Philipp Potter.

Was sind die ethisch bedeutsamen Probleme einer sich globalisierenden Wirtschaft? Wer setzt die Regeln? Wie kann eine Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern sichergestellt werden? Sind die Kirchen, ist die ökumenische Bewegung zu einem prophetischen Amt in dieser Entwicklung aufgerufen? Dies waren einige Fragen, die die 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der Tagung diskutierten.

Entwicklungshilfe sollte nach Meinung von Altbundeskanzler Helmut Schmidt nur noch an Länder gezahlt werden, die eine gezielte Familienpolitik betreiben und nicht übermäßig viel Geld für Waffen ausgeben. Eine der dringendsten Aufgaben des 21. Jahrhunderts sei es, die Überbevölkerung zu "dämpfen". In den letzten hundert Jahren habe sich die Weltbevölkerung vervierfacht, führte der Altkanzler aus. Somit habe jeder Mensch heute rechnerisch nur noch ein Viertel des Raums zur Verfügung, den ein Mensch im Jahr 1900 hatte.

Dies werde zu Kriegen und wirtschaftlichen Katastrophen führen. Länder wie China oder Indien hätten bisher als einzige dieses Problem erkannt, auch wenn er deren zum Teil "brutale" Mittel zur Bekämpfung des Kinderreichtums nicht gutheißen könne, sagte Schmidt. Indien, China und Brasilien sollten künftig zum Gipfel der acht führenden Industrienationen G 8 eingeladen werden, damit die Stimme der Dritten Welt dort gehört werde. Von den großen internationalen Organisationen könnten am ehesten die Vereinten Nationen für globale Gerechtigkeit sorgen, da in anderen Organisationen wie der Weltbank vor allem die reichen Länder vertreten seien.

Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer sprach sich bei der Tagung für die Bildung globaler Institutionen aus, die "Regeln und Normen entwickeln und sie weltweit einklagbar machen". Als Beispiel nannte sie einen internationalen Gerichtshof für Minderheitenfragen. "Wir müssen institutionell denken, nicht nur moralisch", sagte Vollmer. Größere politische Einheiten, die etwas gestalten könnten, sollten gefördert werden. Nicht jedes kleine Volk müsse auch einen eigenen Nationalstaat bilden.

Der Präsident des Lutherischen Weltbundes und braunschweigische Landesbischof Christian Krause sagte, die Christenheit könne im Prozess der Globalisierung "Zeichen der Hoffnung" setzen. Ihre weltweiten Zusammenschlüsse könnten Konzepte für mehr Gerechtigkeit entwickeln und Anwälte für diejenigen sein, die sich sonst nicht artikulieren könnten.

OTON
Auszüge aus den Redebeiträgen
Moderation: Akademiedirektor Fritz Erich Anhelm

Philip Potter (englisch, (8:54 min)  mp3-Audio-Datei >

Altbundeskanzler Helmut Schmidt (16.43 min)  mp3-Audio-Datei >

Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer (15.48 min)  mp3-Audio-Datei >

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