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Texte & Materialien > Jugend - Bildung - Erziehung > Studienreform

Bologna-Prozess und Studienreform

Pfeil nach rechts 14. - 16. Dezember 2009
In Modulen lehren, lernen und prüfen
Herausforderung an die Hochschuldidaktik

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum in Kooperation mit der ZEvA und der Universität Hannover, gefördert von der VolkswagenStiftung

Pfeil nach rechts Programm der Tagung
Pfeil nach rechts Tagungsdokumentation: Loccumer Protokoll Nr. 78/09
Pfeil nach rechts Vortragspräsentationen

Mit der Tagung „In Modulen lehren, lernen, prüfen“ hat die Akademie in der Reihe von Tagungen zum Bolognaprozess die aktuelle Diskussion um die Studierbarkeit von Studiengängen aufgegriffen und sich dem Thema in fünf thematischen Blöcken genähert: Kontext und Rahmenbedingungen, Kompetenz- und Lernzielorientierung, lerntheoretische Grundlagen, Lehrkompetenz, Modulprüfungen. Den Abschluss bildet dann eine Podiumsdiskussion zu den Möglichkeiten der Hochschulen all das umzusetzen.

Da eine große Nachfrage der TeilnehmerInnen nach den Vortragsmaterialien besteht, haben wir uns entschlossen, kurzfristig die Präsentationen der Vorträge ins Internet zustellen, ein Textband wird als Loccumer Protokoll zusätzlich erscheinen.
Das Ergebnis der Tagung lässt sich in folgenden Kernaussagen zusammenfassen:

• Als generelle Aussage wurde sowohl unter hochschulpolitischen wie hochschul­didaktischen Aspekten betont, dass die Studienreform und dabei eben auch die Modularisierung nur gelingt, wenn sie zu den primären strategischen Zielen der Hochschulleitung gehört und im Hochschulmanagement verankert ist.

• Dazu gehört auch, ausreichend personelle und sächliche Ressourcen zur Verfügung zu stellen und die fächerübergreifende Diskussion zum wechselseitigen Kennenlernen unterschiedlicher Fachkulturen zum Voneinanderlernen zu ermöglichen und zu moderieren.

• Die Hochschuldidaktik muss aus ihrer erziehungs-/sozialwissenschaftlichen Ecke heraus und in Kooperation mit Fachdidaktikern sprachfähig auch für die „harten“ Wissenschaften werden.

• Die Fakultäten müssen Zugang zu Best-Practice-Modellen ihrer jeweiligen Fächer bekommen, der Lehraustausch zwischen Fakultäten unterschiedlicher Hochschulen muss dazu gefördert werden.

• Die Akkrediterungsagenturen müsse offener werden für experimentelle Lehr- und Prüfungsformen und entsprechende Formulierungen in den Modulhandbüchern akzeptieren.

• Eine Studiengangsreform gelingt nur, wenn alle Beteiligten das Studienprogramm vom Ziel her verstehen und Module wie Prüfungen darauf bezogen werden.

• Daraus ergibt sich auch, dass nicht jedes Modul mit einer kompetenzorientierten Prüfung abgeschlossen werden kann und muss, wenn an den „richtigen“ Punkten im Studium die kompetenzorientierte Prüfung als Komplexleistung verlangt wird. Alles andere würde die Kapazität der Studiengänge auch überfordern.

• Die unterschiedlichen Anforderungen an die Lehre in BA- und MA-Studiengängen muss akzeptiert und in der Personalstruktur der Studiengänge auch abgebildet werden, z.B . muss die BA-Ausbildung von Wissenschaftlern verantwortet werden, die ihr Hauptaugenmerk auf die zeitgemäße Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse und die Verwirklichung berufsrelevanter Qualifikationsziele legen.

• Neben die Forschungsförderung muss die Lehrförderung treten sowohl bei der leistungsorientierten Mittelvergabe an die Hochschulen wie in der personenbezogenen Bewertung in den leistungsbezogenen Anteilen der Professorenbesoldung.

• Die überholte Orientierung am Curricularnormwert muss durch eine fakultätsspezifische an der realen Lehrbelastung auch in alternativen Lehr- und Lernformen orientierte Kapazitätsbestimmung ersetzt werden.

• Prüfungsverwaltung und Hochschulselbstverwaltung müsse bei der Planung und Organisation von Prüfungen zusammenwirken; Prüfungsordnungen müssen verstehbar sein und in durchschaubare EDV-Strukturen umgesetzt werden können.

Gregor Terbuyken

Pfeil nach rechts Vortragspräsentationen

Steuerung - Evaluation - Akkreditierung
Dr. Uwe Schmidt, Zentrum für Qualitätssicherung und -entwicklung,
Universität Mainz
pdf >

Kompetenz als (neue?) Zielsetzung hochschulischer Ausbildung
Prof. Dr. Dr. Johannes Wildt, Hochschuldidaktisches Zentrum, TU Dortmund pdf >

Tuning und der Bologna Prozess im Fach Physik
Prof. Dr. Peter U. Sauer, Universität Hannover pdf >

Die Gesundheits- und Pflegestudiengänge an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin
Prof. Dr. Ingrid Kollak, Alice-Salomon-Hochschule Berlin pdf >

In Modulen lehren, lernen und prüfen
Margret Schermutzki, ZQE Akkreditierung und Bologna, Fachhochschule Aachen pdf >

Lernpsychologie und Hochschuldidaktik
Lernen als (Ko)Konstruktion
Julia Huewe, AE Pädagogische Psychologie, Universität Bielefeld pdf >

Die Rolle der Hochschulleher/innen
Lehren ist mehr als Rhetorik und Folienerstellung
Dr. Ulrike Hanke, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Freiburg pdf >

Kompetenorientierte Prüfungen
Wer sind sie und wenn ja wie viele?
Dr. Oliver Reis, TU Dortmund pdf >

Modul 1: Erstsemesterprojekt
Die Studieneingangsphase des Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit an der FH Hannover
Prof. Dr. Thomas Grosse, Fachhochschule Hannover, Fakultät V, Diakonie, Gesundheit und Soziales pdf >

Kompetenorientierte Studiengangsentwicklung am Beispiel der Architektur?
Dr. Rüdiger Rhein, Tanja Kruse, Universität Hannover pdf >

Der Verzicht auf die fachliche Kleinteiligkeit
Ein Modul - Eine Prüfung
Kaja Haeger, Bologna-Zentrum der Hochschulrechtorenkonferenz pdf >

Studienbegleitende Prüfungen
Überlastung und Chaos vorprogrammiert?
Dr. Klaus Wannemacher, Dr. Lars Degenhardt, Hochschul-Informations-System GmbH, Universität Hannover pdf >

Kommentar aus der Perspektive des E-Learning
Marc Krüger, eLearning Service Abteilung (elsa), Universität Hannover pdf >

Was können die Hochschulen leisten?
Überlastet und unterfinanziert und trotzdem gute Lehre?
Prof. Dr. Rainer Künzel, ZEvA Hannover pdf >

 

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