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Texte & Materialien > Jugend - Bildung - Erziehung > Hochschulische Weiterbildung

Hochschulische Weiterbildung

Pfeil nach rechts 23. - 25. Oktober 2009
Forschen, Lehren - Weiterbilden?
Ziele und Status hochschulischer Weiterbildung in Niedersachsen
Tagung der Evangelischen Akademie Loccum in Kooperation mit dem niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Pfeil nach rechts Programm der Tagung
Pfeil nach rechts Vortragspräsentationen

Die Tagungsidee entstand in Kooperation mit dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst in Niedersachsen. Geplant war die Tagung als Bestandsaufnahme und Perspektiventwicklung für den Bereich Weiterbildung an niedersächsischen Hochschulen, auch im Kontext der niedersächsischen Initiative „Offene Hochschule“, die die Öffnung der Hochschulen zur Gesellschaft fordert und fördert.
Außer dem Themenzusammenhang mit lebenslangem Lernen und den darauf bezogenen Ideen zur offenen Hochschule gab es weitere Anstöße, aus denen sich die Aktualität des Themas ablesen lässt:
• In der 7. Empfehlung des Innvationskreises Weiterbildung des BMBF heißt es u.a. 2008:
„Die Hochschulen und Forschungseinrichtungen müssen ihr Weiterbildungspotenzial insgesamt stärker zur Geltung bringen. Es sind geeignete Maßnahmen zu treffen, die den Ausbau der Weiterbildung an Hochschulen und Forschungseinrichtungen und die Schaffung nachhaltiger Strukturen ermöglichen.“
Dazu wird der Durchlässigkeit der Bildungssysteme zwischen hochschulischer und beruflicher Bildung ein großer Stellenwert eingeräumt.
• Das HRK-Positionspapier zur wissenschaftlichen Weiterbildung vom Juli 2008 wird da schon deutlicher: „Wollen Hochschulen ... auch Studiengänge anbieten und ein längerfristig angelegtes Gesamtprogramm entwickeln, so muss ihre Grundfinanzierung Mittel für eine entsprechend Grundfinanzierung umfassen“ Und weiter: „Notwendig für den Ausbau der wissenschaftlichen Weiterbildung sind angemessene, klare und möglichst einheitliche Rahmenbedingungen seitens der Länder in Bezug auf Nebentätigkeiten ... und Kapazitätswirksamkeit, solange es keine Regelungskompetenz des Bundes gibt.“ Ähnliches hatte die HRK schon im Juli 1993 in einer Plenumsentschließung verlangt – ohne dass allzu viel passiert ist.
• Dass so wenig geschehen ist, greift der Stifterverband in seinem Papier zur Quartären Bildung auf und fragt im Vorwort, ob die Hochschulen sich institutionell zu flexiblen Lernforen  mit vielfältigen Schnittstellen zu heterogenisierten Bildungsbiografien und zu einem sich rasch wandelnden Wissensnach­fragemarkt verändern wollen und können. Im weiteren Text gibt er dann Denkanstöße und Eckpunkte in vier Handlungsfeldern von den Rahmenbedingungen über Strategie und Struktur bis zum Marketing.

Allerdings waren die Hochschulen auch nicht untätig, sondern haben zum Teil auf die genannten Anforderungen mit unterschiedlichen Modellen – von zentralen Einrichtungen, über Ausgründungen, Private-Public-Partnership-Einrichtungen bis zu Modellversuchen auf Lehrstuhlebene reagiert. Alle diese Aspekte waren in der Tagung Thema.

Aus dem Verlauf der Tagung und den Diskussionen in den Arbeitsgruppen ergaben sich einige Essentials für eine weitere, erfolgreiche Entwicklung dieses Arbeitsfeldes der Hochschulen:
1. Weiterbildung braucht Anreizstrukturen

• bei der Bewertung von in der Weiterbildung erbrachten Lehrleistungen: Weg vom CNW.
• Weiterbildung muss in der Grundfinanzierung und in den Zielvereinbarungen der Hochschule als eigenständiger Bereich abgebildet werden: Vollkostendeckung in der Hochschulweiter­bildung ist illusorisch, die Forderung danach demotiviert.
• Forschung und Weiterbildung sollten sich in geeigneten Transferstrukturen wechselseitig beeinflussen und kooperieren.

2. Um den gesellschaftlichen Bedarf an Weiterbildung zu decken braucht es eine bessere Kooperation zwischen Erwachsenenbildung und Hochschulweiterbildung, Beispiel Offene Hochschule in Niedersachsen.

• Qualitätsfragen in der Anerkennung von außerhochschulisch erworbenen Kompetenzen müssen in klaren Regelwerken beantwortet werden, die die Weiterführung beruflicher Ausbildung in Hochschulstudiengängen fördern.
• die Qualitätsverantwortung dafür bleibt bei den Hochschulen,
• gemeinsame Interessen müssen formuliert und politisch umgesetzt werden, z.B. die Öffnung der Hochschulen auch für "Berufsgebildete,
• trotz der Unterschiede in beruflicher und hochschulischer Weiterbildung (Ziele, Methoden, Qualitätssicherung) muss eine bessere Verzahnung und Durchlässigkeit nach den Vorgaben der Qualifikationsrahmen erreicht werden.
• Die Hochschulen sollten sich der gut entwickelten Struktur in der Erwachsenenbildung in Kooperationen bedienen, um hochschulische Weiterbildungsangebote auch in der Breite anbieten zu können.

3. Wirtschaft und öffentliche Hand sollten mit den Hochschulen besser vernetzt sein:

• Das Modellprogramm Lernende Regionen sollte weiterentwickelt werden; leichtere Zugänge zur Hochschule könnten motivieren, Angebote der Hochschulen in Anspruch zu nehmen.
• Von den traditionellen deutschen, durchweg restriktiven Vorstellungen des Erwerbs von Studierfähigkeit allein durch Schulbildung muss man sich verabschieden.
• Die Hochschulen müssen den Wunsch von immer mehr jungen Leuten (und auch Betrieben) akzeptieren, Studium und Berufsausbildung parallel in dualen Studiengängen zu betreiben.

Die Modularisierung des Studiums sollte sowohl einem kurzfristigen, eng fokussierten Weiterbildungsbedarf von Wirtschaft und Industrie Rechnung tragen, wie einem Interesse der TeilnehmerInnen an einem kumulativ erworbenen Hochschulabschluss.

Gregor Terbuyken

Pfeil nach rechts Vortragspräsentationen

Vom unscheinbaren Stützpfeiler zur dritten Säule
Prof. Dr. Reinhold Weiß, Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB), Bonn
pdf >

Vom unscheinbaren Stützpfeiler zur dritten Säule - Das Anforderungsprofil für Weiterbildung an Hochschulen
Ann-Katrin Schröder, Programmleitung "Hochschule und Wirtschaft" ;
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Essen pdf >

Die AutoUni,
Unternehmenseigene Bildungseinrichtung mit wissenschaftlichem Stil
Bernd Mentzel, Institut für Technik und Innovation (IFTI) pdf >

Wo hat lebenslanges Lernen seinen Platz an der Hochschule
Prof. Dr. Sabine Remdisch, Vizepräsidentin für lebenslanges Lernen,
Leuphana Universität Lüneburg pdf >

- auch noch Weiterbildung? in einer Welt mit Bologna
Prof. Dr. Manfred Hamann, Vizepräsident der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel pdf >

AG 1: Bachelor- und Masterstudiengänge für Weiterbildung
Prof. Dr. Anke Hanft, C3L-Direktorium, Oldenburg pdf >

AG 2: Personalrechtliche, finanzielle und kapazitätsbezogene Strukturbedingungen für Weiterbildung an Hochschulen
Werner Volkert, Kanzler a.D., Fachhochschule Osnabrück pdf >
Dr. Elmar Schultz, Hochschulrektorenkonferenz, Bonn pdf >

AG 3: Kooperationsformen, Trägerschaften, Stiftungsprofessuren
Stiftungsprofessuren - eine Kooperationsform von Wissenschaft und Wirtschaft
Dr. Eva Cendon, Deutsche Universität für Weiterbildung (DUW) Berlin pdf >
Melanie Schneider, Programmleitung Stiftungsprofessuren, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Essen pdf >

Ergebnisse der AG 3
Eugen Gehlenborg, Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Hannover pdf >

Weiterbildung an Hochschulen
Prof. Dr. Rademacher, Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig - ANKOM-IT pdf >

"Auf die ersten Jahre kommt es an"
nifbe - Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung
Reinhard Sliwka, Geschäftsführer, Universität Osnabrück pdf >

Das Oldenburger Modell der Anrechnung von beruflichen Fortbildungen auf Hochschulstudiengänge
Dr. Willi B. Gierke, Wolfgang-Schulenberg-Institut für Bildungsforschung und Erwachsenenbildung, Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg pdf >

Das Webportal: www.interkulturelleslernen.eu
Prof. Dr. Angelika Kubanek, Technische Universität Braunschweig pdf >

Seniorenstudiengang am Fachbereich Bildungs- und Sozialwissenschaften
Prof. Dr. Felizitas Sagebiel, Fachbereich Bildungs- und Sozialwissenschaften,
Bergische Universität Wuppertal pdf >

Akademische Weiterbildung unter Marktbedingungen
Modelle, Vorteile, Herausforderungen
Dr. Reinhard Kretzschmar, Geschäftsführer der Dresden International University pdf >

Internationale Vergleichsstudie zur Struktur und Organisation an Hochschulen
Dr. Michaela Knust *, C3L-Direktorium Oldenburg pdf >

Die Offene Hochschule und die wissenschaftliche Weiterbildung
Dr. Martin Beyersdorf, Zentrale Einrichtung für Weiterbildung (ZEW) an der Universität Hannover, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium (DGWF) pdf >

* Michaela Knust konnte wegen Erkrankung ihren Vortrag nicht halten, hat uns aber freundlicherweise die Folien zur Verfügung gestellt. Diese Folien sind in ähnlicher Weise schon auf der DGWF-Tagung in Karlsruhe 2006 vorgestellt worden.

 

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