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21/00: Zeit & Form
Die gestalterische Erschließung der vierten Dimension

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 5. bis 7. Mai 2000
In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Werkbund e.V

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Die gegenwärtigen Ausprägungen der Marktgesellschaft und ihrer Zeit-ist-Geld-Ideologie, zusammen mit der rastlosen Folge der Entwicklungssprünge der Informationsgesellschaft und ihrer Kommunikationstechnologien, rufen uns die Frage nach der Zeit und ihrer Bedeutung im Leben der Menschen neu ins Bewußtsein: Als unantastbare physikalische Grundgegebenheit oder als reine Anschauungsform des menschlichen Geistes, als Taktmaß von Gegenwart oder als Trägerin der Erfahrung, als kulturelles Fluidum für die Ordnung der Arbeit und der sozialen Beziehungen oder als instrumentierbare Waffe im wirtschaftlichen Wettbewerb - oder als letztlich vielleicht selbst dem Wandel unterworfene kollektive Fiktion.
Mit dieser Tagung wollen wir allen gestalterisch Tätigen ein Forum zum gemeinsamen Nachdenken und zur Diskussion darüber bieten, wodurch sich in Zukunft - im Sinne einer Zeit-gerechten Alltagsästhetik - "gute Zeitformen" auszeichnen werden und wie diese bei zu planenden Vorhaben aller Art Berücksichtigung finden können.

Dr. Andreas Dally, Tagungsleiter
Prof. Herbert Lindinger, Vorsitzender des Deutschen Werkbund Nord e.V.

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Freitag, 5. Mai 2000

Begrüßung
Dr. Andreas Dally, Evangelische Akademie Loccum
Prof. Dr. Ursula Hansen, Hannover, Deutscher Werkbund Nord e.V.

Das Verhältnis zur Zeit in verschiedenen Phasen der europäischen Kulturgeschichte
Rudolf Wendorff, Gütersloh, Autor des Werkes "Zeit und Kultur"

Leben wir in Zeitgefängnissen?
Die Menschen als Schöpfer und Opfer ihrer Vorstellungen von Zeit
Prof. Dr. Kurt Weis, Institut für Sozialwissenschaften der TU München

Samstag, 6. Mai 2000

Künstlerische Kreativität zwischen Zeit und Geld
Sten Nadolny, Schriftsteller, Berlin Pfeil nach rechts Zu Gast in Loccum
im Gespräch mit Stephan Lohr, NDR, Hannover

Zwischen Beschleunigung und Entschleunigung:
Zeitzwänge und Spielräume der Gegenwart
Prof. Dr. Holger Bonus, Institut für Genossenschaftswesen, Universität Münster im Dialog mit Meike Spitzner, Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie e.V.
und Dr. Matthias Eberling, Berlin, Difu - Deutsches Institut für Urbanistik

Beobachtungen zur Vermittlung von Zeit und Form am Beispiel des 1163 vom Zisterzienser-Orden gestifteten Klosters Loccum
mit Horst Hirschler, Landesbischof i.R., Prior des Klosters Loccum

Werkstätten und Diskussionsgruppen:
"Gute Zeitformen" für die lebensweltliche Praxis

• Zeitzwänge und Spielräume der Gegenwart
Fortsetzung der Diskussionen vom Vormittag

• Resonanzräume
Meditation und Gespräch mit Heidemarie Langer, Hamburg, Organisationsberaterin, Theologin und Lehrerin für Bibliodrama

• Vertiefende Betrachtungen zur klösterlichen Zeit-Kultur
mit Horst Hirschler, Landesbischof i.R., Prior des Klosters Loccum

• Rhythmen und Interferenzen - zwischen Afrika und Europa
Percussions mit Joachim Bruns, Urknall-Akademie e.V., Marklohe

"O Gott, welch ein Augenblick!"
Die Erfahrung und die Aufhebung von Zeit in der Musik
Prof. Dr. Jörg Calließ, Historiker, Evangelische Akademie Loccum

Sonntag, 7. Mai 2000

"Alles zu seiner Zeit"
Dr. Martin Held, Evangelische Akademie Tutzing

Was ist heute an der Zeit ...?
... im Sinne der Ausprägung einer zeitbewussten Zeit
Rundgespräch u. a. mit:
Jürgen Adam Konken, Verein zur Verzögerung der Zeit e.V.
Prof. Herbert Lindinger, Hannover, Deutscher Werkbund Nord e.V.
und Berichterstatterinnen aus den Werkstätten und Diskussionsgruppen des Vortages

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