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29/00: Aus Verzweiflung Hoffnung machen
Die afrikanische Krise überwinden

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 23. bis 25. Juni 2000

Pfeil nach rechts Impressionen aus der Tagung

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Die Beschreibung Afrikas als "Kontinent in der Krise" setzte sich seit 1985 nach der Veröffentlichung des Buches von Lloyd Timberlake (Africa in crisis) durch. Was aber nicht so bekannt sein mag, ist die Tatsache, daß die Krise Afrikas weniger ein Ausdruck neuer Entwicklungen ist, als vielmehr die letzte Episode einer fortlaufenden Geschichte. Diese Krise ist mehr als ein Wirtschaftsproblem. Sie ist eine menschliche Tragödie.

Die Gründe dieser Krise sind vielfältig und haben verschiedene Quellen, interne und externe. Während die internen Faktoren zur Krise beigetragen haben, gaben die externen jedoch den Ausschlag.

Diese Situation kann dazu verführen, der Verzweiflung zu erliegen. Aber Afrikaner haben sich den Problemen immer wieder entgegengestellt. Dabei wurden sie inspiriert von der Weisheit ihrer Vorfahren, daß Krise und Niedergang im Gegensatz zur Alltagserfahrung auch Veränderung und Verbesserung zur Folge haben können. Afrikaner und besonders die Bürgerbewegungen auf dem ganzen Kontinent haben begonnen, sich in einer gemeinsamen Anstrengung zusammenzufinden, um einen afrikanischen Weg der Entwicklung zu beschreiten und zu verwirklichen.

• Diese Tagung ist ein Beitrag, Afrika in seiner Suche nach Gesellschaften, in denen für alle gesorgt ist und in denen alle respektiert werden, zu begleiten.
• Mit dieser Tagung verbindet sich die Hoffnung, die Diskussion über die Krise Afrikas und das Verständnis für Afrika und seine Geschichte in Europa zu befördern, insbesondere aus der Perspektive derer, die in Afrika leben und arbeiten.

Die Tagung will so zur Vertrauensbildung, Interaktion und Vernetzung beitragen. Sie ist ein erster Schritt im Rahmen eines dreijährigen Projektes der Evangelischen Akademie Loccum mit dem Titel: Sensibel für Afrika.

Lawford Imunde, Evangelische Akademie Loccum

Pfeil nach rechts Das Programm Pfeil nach oben

Freitag, 23. Juni 2000

Begrüßung und Einführung in das Programm
Lawford N. Imunde, Evangelische Akademie Loccum
Dr. Fritz Erich Anhelm, Akademiedirektor

Ursprung der Krise und der Weg nach vorn:
Eine historisch/politische Diagnose
Prof. Dr. Samir Amin, Forum du Tiers Monde Dakar, Senegal Pfeil nach rechts Zu Gast in Loccum
Prof. Dr. Thandika Mkandawire, Direktor UNRISD, Genf, Schweiz

Alternative Wachstumsmodelle in der nachkolonialen Zeit
Dr. Bazara Nyangabyiaki, Direktor Centre for Basic Research, Uganda

Das Phänomen zerfallender Staaten in Afrika:
Eine Möglichkeit für neue Sicht weisen und für die Veränderung kolonialer Grenzen?
Prof. Dr. Adebayo Olukoshi, Nordiska Afrikainstitutet, Uppsala, Schweden

Strukturelle Anpassungsprogramme:
Gibt es eine Alternative zur Durchsetzung des Neo-Liberalismus?
Dr. John Mihvec, Inter - Church Coalition on Africa, Toronto (ON), Canada

Ein Weg aus der neokolonialen Sackgasse?
Radikales Denken und alternative Praxis
Prof. Dr. Raff Carmen, University Manchester, UK
Marina Ottaway, Carnegie Endowment for International Peace,Washington, USA
Brigitte Erler, AktionCourage, Bonn

Samstag, 24. Juni 2000

Afrika an der Peripherie westlichen Denkens:
Wie kann die Kluft zwischen zentraler Lage und politischer Marginalität verkleinert oder geschlossen werden?
Prof. Dr. Peter Anyang 'Nyong'o, MP, (Social Democratic Party), Kenya

Vorschläge zu pratikablen Rahmenbedingungen für die Kooperation zwischen Afrika und der EU.
Gerhard Gizler, EU-Vertretung Niedersachsen, Brüssel
Dr. Kathleen van Hove, European Centre for Development Policy Management, Maastricht, Netherlands

Die Rolle der afrikanischen Frauen bei der Wiederentdeckung und Entwicklung Afrikas.
Prof. Dr. Micere Mugo, Syracuse University, New York, USA
Prof. Dr. Ifi Amadiume, African-American Studies, USA/Nigeria, Dartmouth College, USA
Prof. Dr. Maria Mies, Köln

Die große Vernachlässigung - kulturelle Dimensionen der Entwicklung
Prof. Dr. Hassan Zaoual, Universite Littoral Cote d`Opale, (Dunkerque), Frankreich

Wissenschaftsgeleitete Entwicklungen in Afrika: Nach wessen Visionen?
Prof. Dr. Thomas Odhiambo, The Research and Development Forum for Science-led Development in Africa, Nairobi, Kenya

Der Ort der sozialen Bewegungen:
Initiativen und die Zivilgesellschaft in der Demokratisierung Afrikas.
Dr. Willy Mutunga, Human Rights Commission, Nairobi, Kenya

Afrika und der Welthandel:
Reformen und Realitäten im internationalen Handelssystem
Prof. Dr. Yashal Tandon, International South Group Network, Africa office, Harare, Zimbabwe
Andrea E. Goldstein, OECD Development Centre, Paris, Frankreich

Sonntag, 25. Juni 2000

Afrika in der Weltwirtschaft:
Hat Afrika eine Zukunft?
Prof. Dr. Bade Onimode, University of Ibadan, Nigeria

Das Image Afrikas:
Afrikanische Renaissance
Prof. Dr.Valentin Y. Mudimbe, The Revd.
Dr. Julia M. Thorpe, Stanford University, Californien, USA

Deutsch-afrikanische Beziehungen insbesondere in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung Afrikas im 21sten Jahrhundert.
Staatssekretärin Uschi Eid, Bundesministerium für wirtschaftlche Zusammenarbeit, Berlin

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