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37/00: "Nachhaltiges Sojaschrot" als Futtermittel?
Auftaktforum zum Akademieprojekt "Agenda 21 - Stoffstromorientierter Diskurs zur Futtermittelproblematik am Beispiel von Soja aus Brasilien"

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 7. bis 9. Juni 2000
Gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes der Evangelischen Kirche in Deutschland, durch den ABP, der Hanns-Lilje-Stiftung. der Umweltlotterie BINGO! und der Europäischen Kommission

Pfeil nach rechts Tagungsdokumentation: Loccumer Protokoll Nr. 37/00
Pfeil nach rechts Texte & Materialien zum Soja-Projekt

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"Hunger durch Überfluss!" hieß vor zwanzig Jahren die provozierende Kampagne von "Brot für die Welt" zum Einsatz von importierten Futtermitteln. Dass etwa 2,5 Millionen Menschen theoretisch mit dem an Tiere verfütterten Getreide ernährt werden können, war damals noch eine skandalträchtige Aussage. Heute wird auf die Eiweißlücke in Europa verwiesen, die Dank der importierten Futtermittel geschlossen werden kann. Exportierende Länder wie Brasilien brauchen die Devisen und lassen sich deshalb auf diesen Agrarhandel ein. Doch ist das nachhaltig?

Die Evangelische Akademie Loccum will in einem auf drei Jahre angelegten Dialogprogramm neue Wege bei Anbau und Verwendung von Soja erarbeiten. Beteiligt werden sollen alle Akteure dieses Handelsweges. Das Projekt konzentriert sich zunächst auf Niedersachsen am Beispiel des Sojaschrotes aus Brasilien.

Das Ziel dieser Tagung ist es, eine breitere Öffentlichkeit über das Projekt zu informieren, die verschiedenen Wahrnehmungen der Akteure zum Thema Futtermitteleinsatz/ Sojaschrot zusammenzutragen und Anregungen für Dialogthemen und -verfahren aus anderen Kooperationsprojekten zu erörtern.

Wir wollen herausfinden:

Kerstin Lanje, Projektkoordinatorin

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Mittwoch, 7. Juni 2000

Begrüßung
Kerstin Lanje, Evangelische Akademie Loccum

Mit oder ohne Sojaschrot -
Eine Klärungsrunde zu der Bedeutung von importierten Futtermitteln
Die Entwicklung der Weltmärkte für Ölsaaten
Dr. Karl-Josef Groß, Verband Deutscher Ölmühlen e.V., Bonn

Die Sojabohne und ihre Verarbeitungsprodukte in der Ernährung
Dr. Manfred Peisker, ADM Ölmühlen-Beteiligungsgesellschaft mbH, Mainz

Eiweißträger aus regionalem Anbau in der ökologischen Landwirtschaft
Martin Feller, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (ABL), Bad Bevensen

Schweine und Ernährung in einer nachhaltigen Agrar-Kultur
Dr. Maite Mathes, Lehrbeauftragte für Agrar-Kultur an der HU Berlin & Mitfrau im Netzwerk Vorsorgendes Wirtschaften, Hannover

Die internationale Dimension des Sojaverbrauchs
Prof. Dr. Paulo R. Beskow, Universidade Federal de Sao Carlos Centro de Ciencias Agrarias, Sao Carlos, Brasilien
Walter Marschner, Missionsakademie, Hamburg, ehemals Pfarrer im Süden Brasiliens

Brasilianischer Abend mit Dias über eine Reise zu den Landlosen
Martin Feller, ABL, Bad Bevensen

Donnerstag, 8. Juni 2000

Wege zur Nachhaltigkeit im internationalen Agrarhandel
Prof. Dr. Harald von Witzke, Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Berlin
Dr. Rudolf Buntzel-Cano, Evangelisches Bauernwerk, Hohebuch
Andreas Thierfelder, Monsanto Europe, Brüssel, Belgien

"Nachhaltiges Sojaschrot" als Marktchance im Futtermittelsektor
Vorstellung der Nachmittagsforen und Bildung der Arbeitsgruppen

Forum 1: Zertifizierung als Qualitätsnachweis - Gibt es übertragbare Erfahrungen aus dem Holz- und Blumenhandel?
Christoph Meyer, Robin Wood, Hamburg
Frank Brassel, FoodFirst Informations- & Aktions-Netzwerk (FIAN), Herne
Moderation: Anne Sator, Loccum

Forum 2: Futtererbsen und Ackerbohnen - eine wünschenswerte und machbare Alternative zu Soja?
Martin Feller, AbL, Bad Bevensen
Bernd Kuhn, Neuland Beratung der Landberatung Niedersachsen, Lüneburg
Moderation: Hans-Georg Schön, Fachhochschule Osnabrück

Forum 3: Gentechnisch veränderte Sojabohnen -ein Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit?
Martin Hofstetter, Greenpeace e.V., Hamburg
Andreas Thierfelder, Monsanto, Brüssel
Henning Strodthoff, GenEthischesNetzwerk, Berlin
Dr. Karl-Josef Groß, Verband Deutscher Ölmühlen e.V., Bonn
Moderation: AndreasDally, Evangelische Akademie Loccum

Forum 4: Ökologisches Stoffstrommanagement in der Industrie - Vorbild für die Landwirtschaft?
Prof. Dr. Michael Braungart, EPEA Internationale Umweltforschung GmbH, Hamburg und Fachhochschule Nordostniedersachsen
Jochen Büchel, EPEA Hamburg
Suhito Osório-Peters, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW), Mannheim
Moderation: Dr. Andreas Gnekow-Metz, Eos - Büro zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung

Freitag, 9. Juni 2000

Die Optimierung agrarischer Stoffströme als Herausforderung
Politische Folgerungen für die Landwirtschaft
Michael Kügler, Landwirtschaftskammer Weser Ems, Oldenburg
Ralf Berger, BUKO, Köln
Prof. Dr. Michael Braungart, EPEA Hamburg
Prof. Dr. Jürgen Rochlitz, Fachhochschule Mannheim, Sachverständiger der Enquète Kommission "Nachhaltige Energieversorgung ..."

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