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10/02: Ökologische Politik ...
... und die Kunst des guten Kompromisses

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 8. bis 10. März 2002

Pfeil nach rechts Tagungsdokumentation: Loccumer Protokoll Nr. 10/02

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In den Umweltwissenschaften hat sich Ernüchterung breit gemacht: Die wichtigsten Trends des globalen Raubbaus an den Umweltgütern, einschließlich des Erdklimas, laufen ungebremst weiter. Effizienzgewinne durch umweltschonende Techniken werden immer wieder durch Wachstumseffekte aufgezehrt; und noch dazu stellt eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes besonders bei den 15- bis 30-Jährigen einen dramatischen Abfall des Umweltbewusstseins fest. Dementsprechend lassen sich für ein konsequentes politisches Gegensteuern - bzw. für einen radikalen Paradigmenwechsel: weg von der (auszuplündernden) "Umwelt", hin zur (als Schöpfung unbedingt zu respektierenden) "Mitwelt" - kaum die nötigen Mehrheiten gewinnen.

Im Bemühen, vor diesem Dauerdilemma nicht einfach zu resignieren, laden wir privat oder beruflich engagierte Vertreterinnen und Vertreter des Naturschutzes und der Umweltpolitik, der Naturphilosophie und der Umweltwissenschaften, wie auch des industriellen Ressourcenmanagements dazu ein, im Dialog miteinander eine aktuelle Analyse des gegenwärtigen Stands der Umweltpolitik zu versuchen und deren weitere Perspektiven zu diskutieren.

Dr. Andreas Dally, Evangelische Akademie Loccum

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Freitag, 8. März 2002

Begrüßung
Dr. Andreas Dally, Evangelische Akademie Loccum

• Dialog über die kulturelle und politische Relevanz einer radikalen Gesellschaftskritik
aus naturphilosophischer Perspektive

Verträgt sich ökologische Ethik mit pragmatischer Politik?
Prof. Dr. Klaus-Michael Meyer-Abich, Essen Pfeil nach rechts Zu Gast in Loccum
Prof. Dr. Konrad Ott, Stiftungsprofessur für Umweltethik, Ernst Moritz Arndt Universität Greifswald; Mitglied des Rats der Sachverständigen für Umweltfragen

Wie lebt eine überzeugende ökologische Avantgarde heute?
Frische Ideen, ermutigende Beobachtungen und kritische Fragen von
Nikolaus Einhorn, Gesellschaft für angewandte Tiefenökologie e.V., Marenbach
Prof. Dr.-Ing. Dirk Althaus, Fachbereich Architektur, FH Lippe, Detmold

Samstag, 9. März 2002

• Akute Probleme und aktuelle Konfliktlinien ökologischer Politik

Die Integration umweltpolitischer Anliegen in andere Politikfelder:
Schwierigkeiten auf der europäischen Ebene
Anja Köhne, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

Kollisionen zwischen Umweltvorsorge und Wachstumsansprüchen:
Das Problem der sogenannten nachholenden Entwicklung
Klaus Wardenbach, VENRO - Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisation, Berlin

Divergenzen zwischen Umweltvorsorge und Industriepolitik:
Auswirkungen der Globalisierung der Wirtschaft
Heinz Laing, Leiter der politischen Vertretung, Greenpeace e.V., Berlin

Internationale Umweltkonventionen - Der Weg zum guten Kompromiss?
Matthias Buck, Forschungsstelle Umweltrecht, Universität Hamburg

Wie lange noch Ausbeutung von Natur und Mensch?
Globale Entwicklungsoptionen des Kapitalismus
Dr. Reinhard Loske, MdB (Grüne), umweltpolitischer Sprecher, Bad Münstereifel
Dr. Michael Baumann, StS a.D., Vorstand, Germanwatch e.V., Schwerin; Mitglied der Enquête-Kommission Globalisierung
Ulrich Müller, Minister für Umwelt und Verkehr, Stuttgart

Können ökologische Ethik und Politik jemals populär sein?
Prof. Dr. Peter Cornelius Mayer-Tasch, Direktor, Hochschule für Politik, München
im Gespräch mit
Bernd Lange, MdEP, Hannover
Dr. Angela Franz-Balsen, Fachbereich Umweltwissenschaften, Universität Lüneburg

Sonntag, 10. März 2002

• Ökologische Politik in Deutschland und darüber hinaus

Was leisten die Parteien?
ExpertInnen fragen - Politiker Antworten

Politiker:
Dr. Reinhard Loske, MdB (Die Grünen), Bad Münstereifel
Bernd Lange, MdEP (SPD), Hannover
Ulrich Müller, MdL (CDU), Minister für Umwelt und Verkehr, Stuttgart

ExpertInnen:
Hannegret Hönes, Vorstandssprecherin, Öko-Institut e.V., Darmstadt
Christine von Weizsäcker, Vizepräsidentin, Ecoropa, Bonn
Prof. Dr. Klaus-Michael Meyer-Abich, Essen

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