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67/02: Soja - so nein!?
Handlungsperspektiven für einen nachhaltigen Sojahandel

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 6. bis 8. November 2002
Gefördert aus Mitteln des Evangelischen Entwicklungsdienstes, durch den ABP,
der Hanns-Lilje-Stiftung, der Umweltlotterie BINGO! und der Niedersächsischen Umweltstiftung

Pfeil nach rechts Tagungsdokumentation: Loccumer Protokoll Nr. 67/02
Pfeil nach rechts Texte & Materialien zum Soja-Projekt

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Der preiswerte Import von Sojaschrot als Futtermittel ermöglichte die Entstehung einer intensiven Tierveredelung in Deutschland - insbesondere in Niedersachsen. In Brasilien werden heute 48 Millionen Tonnen Sojabohnen geerntet. 1996/97 lag die Erntemenge noch bei 27 Millionen Tonnen. Diese Steigerung verdeutlicht die starke Konzentration der dortigen Erzeuger auf den Anbau von Sojabohnen.

Das Ziel des "Dialogprojekts Soja" ist die nachhaltige Gestaltung des Stoffstroms Soja von Brasilien bis Niedersachsen und die Initiierung eines "Runden Tisches" über den Projektverlauf hinaus. Das Projekt besteht seit fast drei Jahren. Durchgängige Themen sind der Einsatz der Gentechnologie, die Auswirkungen des Sojaanbaus im Norden Brasiliens, die Zertifizierung von ökologisch angebauten und konventionellen Sojabohnen, die Agrarwende in Deutschland und die Marktchancen für brasilianische Produkte.

Auf dieser Tagung sollen die unterschiedlichen Akteure entlang des "Stoffstromes Soja" die Gelegenheit bekommen, ihre Sicht der Probleme zu schildern und Perspektiven aufzuzeigen. Das Ziel der Tagung ist es herauszuarbeiten, wo noch Handlungsbedarf besteht und wie dieser umgesetzt werden kann. Ein Aktionsplan soll über den Projektverlauf hinaus als Arbeitsgrundlage dienen. Ziel ist es, einen "Stoffstrom Soja" von Brasilien bis Deutschland zu gestalten, der das Prädikat "Soja - dann so" verdient.

Kerstin Lanje, Evangelische Akademie Loccum, Tagungsleiterin

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Mittwoch, 6. November 2002

Begrüßung und Eröffnung
Kerstin Lanje, Evangelische Akademie Loccum

Stoffstromanalyse Soja:
Mengen, Akteure, Probleme und (politische) Ansätze für eine nachhaltige Entwicklung
Suhita Osório-Peters, CEIFA ambiente, Lisboa, Portugal, Heidelberg
Prof. Dr. Enrique Ortega, Universidade Estadual de Campinas, Campinas
Dr. Paulo Beskow, Federal University of São Carlos, São Paulo State
Dr. Klaus Isermann, Büro für Nachhaltige Land(wirt)schaft und Agrikultur, Hanhofen
Markus Quirin, Universität Trier
Dr. Michael Pack, Degussa AG, Hanau

Der Sojahandel zwischen Brasilien und Deutschland - Probleme und Perspektiven
Olivio Dutra, Gouverneur des Staates Rio Grande do Sul, Porto Alegre
Minister Uwe Bartels, Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Hannover

Ausstellungseröffnung:
Ein Rückblick auf das Sojaprojekt
Kerstin Lanje, Evangelische Akademie Loccum
Dias aus Brasilien: Uwe Pollmann, Bielefeld

Donnerstag, 7. November 2002

Existenzsicherung und Marktchancen versus Umweltbelastungen und soziale Probleme:
Der Sojaexport aus brasilianischer Sicht

Markus Blumenschein, Friedrichshafen
Mauricio Galinkin, Alcides Faria, Rios Vivos, Brasilia
Antônio Gomes de Moraes, CPT, Sebastião Loreto
Waldir Heck, Servico Nacional de Aprendizagem do Cooperativismo, Porto Alegre
Edmilson Pinheiro, Fórum Carajás, São Luís
Altemir Tortelli, Federação dos Trabalhadores na Agricultura familiar da Região Sul/CUT, Chapeco
Antonio Wünsch, Cotrimaio, Tres de Maio

Kleine Körnchen der Macht:
Ein historischer Rückblick auf den Sojahandel
Luc Vankrunkelsven, Wervel, Brüssel

Soja in der Fütterung - Veränderungen in der Landwirtschaft Süddeutschlands
Martin Wolpold-Bosien, FIAN, Heidelberg

Der Stoffstrom Soja von Brasilien bis Niedersachsen: Mengen-, Nährstoff- und Energieströme - Lösungsansätze und -aussichten zur nachhaltigen Gestaltung
Dr. Klaus Isermann, Hanhofen
Prof. Dr. Enrique Ortega, Campinas

Soja - dann so?
Perspektiven entwickeln

Forum 1: ...aus Sicht aller beteiligten Akteure
Dr. Paulo Beskow, São Paulo State
Dr. Klaus Isermann, Hanhofen
Dr. Artur Müller, Degussa AG, Hanau
Prof. Dr. Enrique Ortega, Campinas
Suhita Osório-Peters, Heidelberg
Dagmar Parusel, Epea, Hamburg
Markus Quirin, Universität Trier
Moderation: Dr. Andreas Gnekow-Metz, eos, Neuenstein

Forum 2: Soja als Futtermittel für Neuland- und Biobetriebe?
Martin Feller, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Bad Bevensen
Bernd Kuhn, Neuland, Beratung der Landberatung Niedersachsen, Lüneburg
Tamara Mohr, Bothends, Amsterdam
Hans-Jörg Rinclin, Terra Nove/Biorga, Mondai
Ulrich Schumacher, Bioland e.V., Mainz
Altemir Tortelli, Chapeco
Moderation: Dr. Hans-Georg Schön, Fachhochschule Osnabrück

Forum 3: Brasilien als Anbieter von Soja- und Fleischerzeugnissen - Marktchancen und Marktängste
Waldir Heck, Porto Alegre
George-Roland Mull, Dt. Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GmbH), Zypern
Antonio Wünsch, Tres de Maio
Moderation: Michael Kügler, Landwirtschaftskammer Weser-Ems, Oldenburg

Forum 4: Landvertreibung und Infrastrukturprojekte in Brasilien
Markus Blumenschein, Friedrichshafen
Mauricio Galinkin und Alcides Faria, Rios Vivos, Brasilia
Antônio Gomes de Moraes, Sebastião Loreto
Wolfgang Hees, Kooperation Brasilien, KoBra e.V., Eichstetten
Edmilson Pinheiro, São Luís
Moderation: Barbara Happe, Urgewald, Berlin

Forum 5: Soja - Gesundes Lebensmittel auch für Menschen oder Auslöser von Nahrungsmittel-Allergien?
Christina Asse, Gesundheitsladen e.V., Berlin

Freitag, 8. November 2002

Soja? - dann so!
Wege zu einem nachhaltigen Sojahandel

Forenvorstellung und Podiumsdiskussion
Olivio Dutra, Porto Alegre
Dr. Hubert Grote, Deutscher Verband Tiernahrung e.V., Bonn
Wolfgang Hees, Eichstetten
Dr. Friedrich Wilhelm Kuhlmann, Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Bonn
Dagmar Parusel, Hamburg
Dr. Bernhard Walter, Evangelischer Entwicklungsdienst, Berlin

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