Tagungsarchiv > Naturwissenschaft - Technik - Umwelt
02/03: Vorsorgende Chemiepolitik
Workshop der Evangelischen Akademie Loccum vom 24. bis 26. Januar 2003
In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Umweltchemikalien/ Toxikologie im BUND e.V.
Tagungsdokumentation: Loccumer Protokoll Nr. 64/06
Texte & Materialien zur Tagung
Die Europäische Union will den Verbraucherschutz im Hinblick auf krebserregende, fruchtbarkeitsschädigende oder erbgutverändernde Chemikalien sowie den Umweltschutz im Hinblick auf schwer abbaubare organische Schmutzstoffe ausweiten. Dabei sucht sie nach einer neuen Balance zwischen der Anwendung eines strengen Vorsorgeprinzips und praktikabler wissenschaftlich basierter Risikoabschätzungen beim Beschränken der Nutzung gefährlicher Chemikalien, und zwar unter Vermeidung möglicher Wettbewerbsnachteile für europäische Industrieunternehmen, insbesondere des Mittelstands.
Aus diesem Anlass wollen wir mit - je nach Erfolg - bis zu drei Workshops, ggf. also noch zwei weiteren in den Jahren 2004 und 2005, die Diskussion über neue chemiepolitische Konzepte stimulieren und ihr zugleich eine Plattform bieten, die allen betroffenen Interessengruppen offen steht.
Dr. Andreas Dally, Studienleiter
Prof. Dr. Uwe Schneidewind, BUND e.V.
Freitag, 24. Januar 2003
Begrüßung
Dr. Andreas Dally, Loccum
Chemiepolitisches Tutorium für Laien und neu Interessierte
Eröffnung des Workshops
Dr. Andreas Dally, Loccum
Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Oldenburg; Sprecher des BUND-Arbeitskreises
Rückblick auf mehr als 20 Jahre Chemiepolitik und der sich daraus ergebende Handlungsbedarf
Andreas Ahrens, Ökopol GmbH, Hamburg
"Was erwarte ich mir von der beginnenden neuen Phase der Chemiepolitik?"
Gerwin Schüttpelz, CPH Deutschland GmbH, Essen
Samstag, 25. Januar 2003
Positionen zur Chemiepolitik der EU
Umweltverbände
Dr. Stefan Scheuer, Europäisches Umweltbüro, Brüssel
Chemieindustrie
Dr. Utz Tillmann, CEFIC, Brüssel
Umweltbehörden
Dr. Uwe Lahl, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Berlin
Eckpunkte der Umsetzung des Weißbuchkonzeptes der EU
Dr. Dirk Bunke, Öko-Institut e.V., Freiburg
Kommentare:
Dr. Michael Ruhland, Solvay Deutschland GmbH, Hannover
Patricia Cameron, WWF, Bremen / BUND e.V., Berlin
Weitere Perspektiven der Umsetzung des Weißbuchkonzeptes der EU:
Innovationen, fairer Wettbewerb, Verantwortung
Prof. Dr. Jürgen Metzger, Universität Oldenburg
Märkte sichern und erschließen durch anwenderorientierte Innovationen
Prof. Dr. Arnim von Gleich, FH Hamburg
Sonntag, 26. Januar 2003
Sitzung des Arbeitskreises Umweltchemikalien/Toxikologie im BUND e.V.