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Programm > Tagungsarchiv > Naturwissenschaft - Umwelt - Technik

01/04: Vorsorgende Strategien in der chemischen Industrie
Wie lassen sich die Innovationsanreize der "REACH"-Verordnung aufgreifen?

Industriepolitischer Workschop der Evangelischen Akademie Loccum
vom 16. bis 18. Januar 2004
In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Produktionswirtschaft und Umwelt der Universität Oldenburg und mit dem Arbeitskreis Umweltchemikalien /Toxikologie im BUND e.V.
gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Pfeil nach rechts Tagungsdokumentation: Loccumer Protokoll Nr. 64/06
Pfeil nach rechts Texte & Materialien zur Tagung

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Im Oktober 2003 wurde der gemeinsame Entwurf der EU- Generaldirektionen Umwelt und Unternehmen für eine neue Chemikalienverordnung als Weißbuch veröffentlicht.

Mit ihrer Initiative will die EU-Kommission dafür sorgen, dass in Zukunft alle Chemikalien vor ihrer Markteinführung registriert, evaluiert und besonders gefährliche Substanzen nur noch für bestimmte Anwendungen zugelassen werden.

Die neue Verordnung, die an die Stelle von vierzig derzeit gültigen Rechtsvorschriften treten soll, würde im Hinblick auf die Sicherheit von Chemikalien die Beweislast so verlagern, dass nicht mehr die öffentliche Hand deren Bedenklichkeit, sondern die sie herstellenden, mit ihnen handelnden und sie nutzenden Unternehmen deren Unbedenklichkeit belegen müssen.

Als dringlichstes Problem gilt derzeit die wirtschaftspolitische Absicherung des Reformkonzeptes. Zwar stehen in offizieller Schätzung den zu erwartenden direkten und indirekten Kosten von ca. 15 bis 33 Mrd. Euro während der kommenden 30 Jahre vermiedene Krankheitskosten von ca. 18 bis 54 Mrd. Euro gegenüber. Trotzdem stellt sich die Frage, wie die intendierten Innovationsimpulse für die chemische Industrie am wirkungsvollsten gesetzt und nicht nur volks- sondern auch betriebswirtschaftlich zur Geltung gebracht werden können.

Dr. Andreas Dally, Evangelsiche Akademie Loccum, Studienleiter
Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Universität Oldenburg

Pfeil nach rechts Das Programm Pfeil nach oben

Freitag, 16. Januar 2004

Begrüßung
Dr. Andreas Dally, Evangelische Akademie Loccum

Chemiepolitisches Tutorium für Laien und neu Interessierte
Einführung in die aktuelle chemiepolitische Diskussion anhand ausgesuchter aktueller Texte (insbes. "politische ökologie" Nr. 86, Dez. '03)

Eröffnung des Workshops
Dr. Andreas Dally, Loccum
Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Oldenburg
Felix Gruber, DBU, Osnabrück

Die Neuregelung der Chemikalienpolitik durch die Europäische Union:

Anspruch und Wirklichkeit im vorliegenden Verordnungsentwurf
Dr. Christian Hey, Generalsekretär, Rat der Sachverständigen für Umweltfragen, Berlin

Kohärenz des REACH-Verfahrens mit anderen Regelungskonzepten
Dr. Dieter Fink, VCI - Verband der Chemischen Industrie, Frankfurt a.M.

Samstag, 17. Januar 2004

Chancen des REACH-Verfahrens für die Volkswirtschaft:

Eindämmung von Umweltgiften
Ulrike Kallee, BUND e.V., Berlin

Transparenz über Chemikalien im Interesse des Verbraucherschutzes
Gabriela Fleischer, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V., Berlin

Risikominderung am Arbeitsplatz
Dr. Eva Lechtenberg-Auffarth, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Dortmund

Verminderung der Kosten durch Berufskrankheiten
Dr. Reinhold Rühl, Bau-Berufsgenossenschaft Frankfurt am Main

Erweiterte Marktpotentiale für innovative Unternehmen
Dr. Joachim Nibbe, Gutachter, Bremen

Produkt-Stewardship für besonders gefährliche Umweltgifte
Dr. Matthias Peters, VCI e.V., Landesverband Nord, Hannover

REACH praxisnah im Konsens gestalten:

Der Niedersächsische Arbeitskreis "Europäische Chemikalienpolitik"
Dr. Michael Braedt, Niedersächsisches Umweltministerium, Hannover

Ergebnisse eines aktuellen Planspiels
Dr. Hanny Nover, Ministerium des Landes NRW für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Düsseldorf

Konkrete Fallbeispiele und Kommentare aus der Perspektive unternehmerischer Praxis:

Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit unter ökologischem Innovationsdruck:
- Wie sind Kosten und Nutzen verteilt?
- Ist der politische Gesamtrahmen fair?
Dr. Norbert Fedtke, Henkel, Düsseldorf
Dr. Alex Föller, Geschaftsführer, TEGEWA e.V., Frankfurt a.M.
Dr. Christoph Mühlhaus, Geschäftsführer, Dow Olefinverbund GmbH, Schkopau
Dr. Heinrich Reitz, BASF AG, Berliner Büro
Dr. Michael Streek, Schülke & Mayr GmbH, Norderstedt

Korrekturbedarf und institutionelle Erfordernisse für die effektive Umsetzung des vorliegenden Verordnungsentwurfs
Rundgespräch mit
Dr. Dietmar Eichstädt, Hauptgeschäftsführer, Verband der deutschen Lackindustrie e.V., Frankfurt a.M.
Bernd Lange (MdEP), Hannover
Dr. Christian Meineke, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Berlin
Dr. Stefan Scheuer, Europäisches Umweltbüro, Brüssel
Uwe Wötzel, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Bundesverwaltung, Ressort Politik und Planung, Berlin
eingestimmt durch den neuen Chemical Safety Rap, frisch aus den USA, präsentiert durch Ralph Ahrens, Hamburg

Sonntag, 18. Januar 2004

Offene Fragen in der Debatte um die Chemikalienpolitik der EU und Aufgaben des öffentlichen Diskurses
Rundgespräch mit
den Mitgliedern des Arbeitskreises Umweltchemikalien und Toxikologie im BUND e.V.
eingeleitet durch Resümees zum Diskussionsverlauf des Workshops von
Dr. Bernd Heins, Berater für nachhaltige Produktion und Konsum, UNEP, Paris
Andreas Ahrens, Ökopol GmbH, Hamburg

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