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Tagungsarchiv > Gesundheit & Soziales

12/04: In Würde sterben - lernen und lehren
7. Loccumer Hospiztagung

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 12. bis 14. März 2004
In Kooperation mit dem Hospizbeauftragten der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

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Die äußeren Rahmenbedingungen, unter denen stationäre Pflegeeinrichtungen arbeiten, sind seit der Einführung der Pflegeversicherung härter geworden; von nicht wenigen Betroffenen, Trägern, Mitarbeitenden und Bewohnern werden sie als nicht leicht zumutbar erlebt. Dass trotz der eingeengten organisatorischen Spielräume eine menschenwürdige Pflege und insbesondere eine angemessene, menschliche Begleitung im Sterben gewährleistet werden kann, hängt mehr und mehr offenkundig von den persönlichen Fähigkeiten bzw. von der Qualifikation der professionellen Pflegerinnen und Pfleger und gerade auch der ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleiter aus den Hospizgruppen ab.

Mit Hilfe von konkreten Problembeschreibungen und Lösungsansätzen aus der Praxis wollen wir - überwiegend in intensiver Kleingruppenarbeit, wo es sich anbietet auch unter Einsatz von Rollenspielen - wegweisende Ausbildungskonzepte herausarbeiten, mit denen dem mancherorts schon beklagten Qualifikationsnotstand begegnet werden kann.

Anhand der hierbei gewonnenen Anregungen wollen wir sodann im Dialog mit Repräsentanten der neuen Hospiz Stiftung Niedersachsen und regionaler Stiftungen deren Möglichkeiten erörtern, die Aufgabe der Förderung der Aus- und Weiterbildung auf dem Feld der Sterbebegleitung zum Gegenstand eigener Aktivitäten zu machen.

Dr. Andreas Dally, Evangelische Akademie Loccum, Tagungsleiter
Martin Ostertag, Hospizbeauftragter der Landeskirche

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Freitag, 12. März 2004

Begrüßung
Dr. Andreas Dally, Loccum
Martin Ostertag, Lüneburg

Ars moriendi - ein Lernfeld menschlicher Lebenskunst
Gabriele Heise, Redakteurin, NDR, Hamburg
Einführende Gedanken und Bemerkungen

Leben am Ende - mit dem Latein am Ende?
Kompetenzmängel und Qualifikationsengpässe in der Hospizarbeit
Sammeln und Aufbereiten dringlicher Problemstellungen - in kleinen Gruppen

Das Hospiz als ständige Lerngemeinschaft
Sammeln und Aufbereiten gelingender Lern- und Lehrerfahrungen auf dem Weg zur kompetenten Sterbebegleitung - in kleinen Gruppen

Samstag, 13. März 2004

Abfrage der Ergebnisse aus den Diskussionsgruppen des Vortages durch Gabriele Heise, Hamburg
Teil 1: Kompetenzmängel und Qualifikationsengpässe in der Hospizarbeit: Problemwahrnehmungen aus der Praxis
Teil 2: Wege aus der Qualifikationsmisere: Erfolgsbeispiele aus der Praxis

Demenzkranke Menschen auf das Sterben vorbereiten und im Sterben begleiten - (wie) lässt sich das lernen und lehren?
Dr. Dr. Marina Kojer, Institut für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung, Wien

Neue Ideen und Konzepte für die Verbesserung von Aus- und Weiterbildung in der Hospizarbeit

Erörterung verschiedener Thesen bzw.Ausprobieren von methodischen Vorschlägen im Rollenspiel - in separaten Arbeitsgruppen, angeleitet durch Repräsentanten der Hospiz Stiftung Niedersachsen
Ulrich Domdey, Fachbereichsleiter Erwachsenenpastoral, Bischöfliches Generalvikariat Hildesheim
Dr. Dr. Marina Kojer, Wien
Jens Gundlach, Hannover
Hanna Kreisel-Liebermann, Pastorin an der Marktkirche Hannover
Dr. Rainer Prönneke, Klinikum Salzgitter
Frauke Sterwerf, Koordinatorin, Hospizarbeit Braunschweig e.V.
Christine Stockstrom, Supervisorin, Dozentin am Lutherstift in Falkenburg
Jutta Wendland-Park, Vorsteherin des Lutherstiftes in Falkenburg

Friedenslied
Klingende Brückenschläge zwischen Erde und Himmel
Konzert in der Klosterkirche mit Lutz Czech, Münster

Sonntag, 14. März 2004

Wider die drohenden Qualifikationsnotstände in der Hospizarbeit:
Welche Möglichkeiten der Hilfestellung bieten Stiftungen?
Rundgespräch
mit den Leiterinnen und Leitern der Arbeitsgruppen des Vortags:
Ulrich Domdey, Hildesheim
Jens Gundlach, Hannover
Dr. Marina Kojer, Wien
Hanna Kreisel-Liebermann, Hannover
Dr. Rainer Prönneke, Salzgitter
Frauke Sterwerf, Braunschweig
Christine Stockstrom, Hann. Münden
Jutta Wendland-Park, Ganderkesee

mit einem abschließenden Resümee von
Martin Ostertag, Pastor, Landeskirchlicher Beauftragter für Hospizarbeit, Lüneburg

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