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01/05: Vorsorgende Chemikalienpolitik in der erweiterten EU
Wie viel Fortschritt bringt die REACh-Verordnung?
Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 21. bis 23. Januar 2005
In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Produktionswirtschaft und Umwelt der Universität Oldenburg und mit dem Arbeitskreis Umweltchemikalien /Toxikologie im BUND e.V.; gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Tagungsdokumentation: Loccumer Protokoll Nr. 64/06
Texte & Materialien zur Tagung
Mit dem Implementieren des REACh-Verfahrens (Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals) will die EU-Kommission dafür sorgen, dass in Zukunft alle Chemikalien vor ihrer Markteinführung registriert, evaluiert und besonders gefährliche Substanzen nur noch für bestimmte Anwendungen zugelassen werden. Auch die bereits auf dem Markt befindlichen rund 30.000 Altstoffe sollen nach und nach entsprechenden Prüfungen unterzogen werden.
Wie aber kann es gelingen, REACh als ein hinreichend flexibles, lernendes System zu etablieren, das so effektiv wie möglich der Erreichung der erklärten politischen Ziele der EU auf dem Feld des Gesundheits- und Umweltpolitik dient und zu diesem Zweck auch den bestehenden Informationsrechten bzw. Partizipationsinteressen der Bevölkerung (insbesondere als Konsumenten von Erzeugnissen der chemischen Industrie) gerecht wird, ohne dabei inakzeptable Beeinträchtigungen der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Chemikalienproduzenten im EU-überschreitenden Handel in Kauf zu nehmen?
Dr. Andreas Dally, Evangelische Akademie Loccum, Tagungsleiter
Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Universität Oldenburg
Thomas Lenius, BUND e.V.
Freitag, 21. Januar 2005
Begrüßung
Dr. Andreas Dally, Ev. Akademie Loccum
Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Universität Oldenburg
FORUM 1: REACh - Stand des Verfahrens, anstehende Entscheidungen, politische Intentionen
Dr. Uwe Lahl, Ministerialdirektor im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Berlin
Axel Singhofen, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Fraktion Die Grünen im EU-Parlament, Brüssel
FORUM 2: REACh im Kontext der Globalisierung
REACh und die WTO
Prof. Dr. Gerd Winter, Forschungsstelle für Europäisches Umweltrecht (FEU), Universität Bremen
REACh und die USA
Daryl W. Ditz, Ph.D., Coordinator, National Education Campaign on US POPs Ratification, Center for International Environmental Law, Washington D.C., USA
Samstag, 22. Januar 2005
FORUM 3: REACh und die menschliche Gesundheit
Vermeidung von Innenraumbelastungen
Priv.Doz. Dr. Siegfried Mohr, Landesamt für Gesundheit und Arbeitssicherheit des Landes Schleswig-Holstein, Kiel
Schadstoffvermeidung im Krankenhaus
Prof. Dr. Andreas Lischka, Kinderklinik Glanzing, Wien
Erwartungen von Ärzten an REACh
Dr. Kurt E. Müller, Vorsitzender, Deutscher Bundesverband für Umweltmedizin, Isny
Vorschlag für ein besseres REACh
Dr. Dieter Fink, Bereich Produktsicherheit und Grundsatzfragen, Verband der Chemischen Industrie e.V., Frankfurt/Main
FORUM 4: REACh und die europäische Wirtschaft
Gesundheitsnutzen von REACh in industrieller Perspektive
Dr. med. Michael Nasterlack, Associate Corporate Medical Director, BASF AG, Ludwigshafen
Umwelt- und Gesundheitsrisiken durch gefährliche Stoffe in Handelserzeugnissen und Konsumartikeln: Was bringt REACh?
Dr. Klaus Günter Steinhäuser, Leiter des Fachbereichs Chemikalien und biologische Sicherheit, Umweltbundesamt, Berlin
Erwartungen proaktiver Firmen
Anne-Sofie Andersson, Das Internationale Chemikalien-Sekretariat, Göteborg, Schweden
Wie weit reicht REACh in Asien?
Möglichkeiten des Einbeziehens außereuropäischer Produktionen
Prof. Dr. Michael Braungart, Environmental Protection Encouragement Agency (EPEA), Hamburg
FORUM 5: REACh als lernendes System?
Andreas Ahrens, Ökopol GmbH, Hamburg
Prof. Dr. Martin Führ, sofia - Sonderforschungsgruppe Institutionenanalyse, FH Darmstadt
Dr. Lutz v. Meyerinck, Director HSSE Policy, Deutsche BP AG, Hamburg
Sonntag, 23. Januar 2005
REACh als Fortschrittsgenerator?
Die Chemikalienpolitik der EU im Widerstreit der Interessen
Podium
Rebecca Harms, MdEP, Greens/EFA (Bündnis 90 / Die Grünen), Hannover
Dr. Wolfgang Lingk, Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin
Erika Mann, MdEP, PES (SPD), Hannover
Helmuth Markov, MdEP, GUE/NGL (PDS), Oranienburg
Dr. Eckehard F. Rosenbaum, Referat für Chemikaliensicherheit, Boden- und Gewässerschutz, Wasserwirtschaft, Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, Bonn
Einleitung und Moderation:
Thomas Lenius, Sprecher, AK Umweltchemikalien/Toxikologie im BUND e.V., Düsseldorf
Offene Sitzung des Arbeitskreises "Umweltchemikalien/Toxikologie" im BUND e.V.