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02/06: Energiepolitik in der Europäischen Union
Interessen und Handlungsspielräume deutscher Akteure

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 13. bis 15. Januar 2006
In Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Klima- und Energieökonomik (KKE) am Clausthaler Umwelttechnikinstitut (CUTEC)

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Allein in Deutschland stehen bis zum Jahr 2020 rund 40.000 MW an Kraftwerksleistung zum Ersatz an, sofern nicht die festgelegten Restlaufzeiten der vorhandenen Kernkraftwerke doch noch verlängert werden. Der während dieser Zeit in der EU insgesamt anfallende Investitionsbedarf wird auf gut das Dreifache geschätzt. In diesem Zeitfenster eröffnet sich somit eine große Chance, durch geeignete Investitionsmaßnahmen - bzw. durch die entsprechende politische Steuerung - die zukünftige Energieversorgung an strengen Kriterien der Nachhaltigkeit auszurichten.

Reibungsflächen - und damit Koordinationsbedarf für die die politische und unternehmerische Entscheidungsfindung in Deutschland - gibt es infolge des allgemeinen tiefgreifenden Strukturwandels in Europa allerdings auch entlang der Schnittstellen der Energiepolitik zu anderen EU Politikfeldern, wie insbesondere zur Verkehrspolitik, zur Industrie- und Wirtschaftsförderungspolitik und zur Forschungspolitik; zudem aber auch zur internationalen Klimaschutzpolitik und zu den Energiepolitiken anderer EU-Länder, insbesondere in Frankreich und Großbritannien.

Nicht nur den deutschen Akteuren und Exponenten auf dem Feld der Energiepolitik bieten wir hier ein Forum zur Diskussion über ihre besonderen Interessen und ihre gemeinsamen Handlungsmöglichkeiten im Hinblick auf eine anzustrebende kohärente Energiepolitik der Europäischen Union.

Dr. Andreas Dally, Evangelische Akademie Loccum, Tagungsleiter
Prof. Dr. Bernd Heins, CUTEC-Institut Gmbh, Clausthal-Zellerfeld

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Freitag, 13. Januar 2006

Begrüßung
Dr. Andreas Dally, Ev. Akademie Loccum
Prof. Dr. Bernd Heins, Kompetenzzentrum Klima- und Energieökonomik (CUTEC kke), Clausthal

Kohärenzprobleme der Energiepolitik der Europäischen Union im Hinblick auf:
• die Industrie- und Wirtschaftsförderung
• die Verkehrspolitik der EU
• die Forschungspolitik der EU
• die Energiepolitiken der Mitgliedsländer
• die Interessenkonflikte im Kontext der Klimaschutzpolitik der Vereinten Nationen
Thesenvorträge von:
Wolf Hatje, Mitglied des Vorstandes, E.ON Mitte AG, Kassel
Dr. Friedemann Müller, Leiter der Forschungsgruppe Globale Fragen, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin
Dr. Antonio Pflüger, Head, Energy Technology Collabration Division, Internationale Energie Agentur (IEA), Paris
Dr. Gustav Sauer, Leiter der Abteilung Technologie & Energie, Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein, Kiel
Dr. Hans-Joachim Ziesing, Senior Executive, Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

Samstag, 14. Januar 2006

Vorrangige Aufgaben und Prämissen der Energiepolitik in der Europäischen Union:
• Die Energieproduktivität steigern!
• Den Klimaschutz voran bringen!
• Die Abhängigkeit vom Öl vermindern!
• Den Wettbewerb stimulieren!
Welche Strategien versprechen Erfolg?
Bernhard Hillebrand, Wissenschaftlicher Leiter, EEFA GmbH (Energy Environment Forecast Analysis), Berlin und Münster
Dr. Rolf Linkohr MdEP, Präsident der Europäischen Energiestiftung, Stuttgart
Dr. Hermann Ott, Leiter des Büros Berlin, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
Prof. Dr. Wolfgang Ströbele, Arbeitsgemeinschaft Energie- und Systemplanung (AGEP), Univ. Münster

Spezielle Interessen in der EU-Energiepolitik: Positionen und Forderungen der Verbände
Dr. Werner Neumann, Sprecher des Arbeitskreises Energie, BUND e.V., Frankfurt/Main
Jürgen Hacker, Vorsitzender, Bundesverband Emissionshandel und Klimaschutz e.V., Berlin
Dr. Holger Krawinkel, Leiter des Fachbereichs Bauen, Energie, Umwelt, Verbraucherzentrale Bundesverband, Berlin
Julio Lambing, Head of Campaigning, European Business Council for Sustainable Energy, Bad Vilbel
Wolfgang Reichel, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied, Gesamtverband des deutschen Steinkohlebergbaus, Essen

Sind gute Kompromisse möglich?
• Entlang welcher konzeptionellen Linien?
• Getragen von welchen Akteuren?
• Brauchen wir neue strategische Allianzen?
Synergiepotentiale zwischen unternehmerischen Innovationsstrategien und Umwelt-, Agrar-, Verkehrs-, Wirtschafts-, Finanz-, Forschungs- sowie Energiepolitik
Diskussionsgruppen mit den Referentinnen und Referenten der Tagung, moderiert von
Dr. Ruprecht Brandis, Senior Political Advisor, Deutsche BP AG, Berlin
Dr. Hartmut Grewe, Koordinator für Energie- und Umweltpolitik, Konrad-Adenauer-Stiftung, Berlin
Rüdiger Schweer, Referatsleiter Klimaschutz, Hessisches Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Wiesbaden
Reinhard Ueberhorst, Beratungsbüro Diskursive Projektarbeiten & Planungsstudien, Elmshorn

Sonntag, 15. Januar 2006

Deutsche Energiepolitik im Kontext der EU:
• Versorgungssicherheit gewährleisten!
• Klima- und Ressourcenschutz fördern!
• Technologieführerschaft anstreben!
• Wettbewerbsfähigkeit sichern!
Wer muss was leisten?
Michael Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Berlin

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