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59/06: Zugewinn: Migration
Für einen Paradigmenwechsel in der Integrationsdebatte
Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 27. bis 29. Oktober 2006
Interview mit Tagungsleiterin Lidwina Meyer
Deutschlandfunk, 28. Oktober 2006
OTON (6:55 min) mp3-Audio-Datei >
In den öffentlichen Debatten über Migration und Integration werden oft nur die problematischen Seiten der Zuwanderung wie mangelnde Sprachkenntnisse und Bildung thematisiert. Was Migrantinnen und Migranten längst leisten, wie sie zu wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklung beitragen, wird kaum erwähnt.
Zukunftsfähige Gesellschaften sind jedoch auf die vielfältigen Potenziale von Zuwanderern angewiesen. Die Global Commission on International Migration der Vereinten Nationen fordert daher einen öffentlichen Diskurs über Migration und Integration, der die Ressourcen von Migranten, auch die unentdeckten und unausgeschöpften, in den Blick nimmt.
Zugewinn durch Migration: Der Blickwechsel von der Defizitorientierung zu den Potenzialen soll in der Tagung nachvollzogen werden. Leitende Fragen werden dabei sein:
Dr. Lidwina Meyer, Evangelische Akademie Loccum, Tagungsleiterin
Freitag, 27. Oktober 2006
Eröffnung der Tagung und Begrüßung
Dr. Lidwina Meyer, Ev. Akademie Loccum
Schon längst angekommen!
Wahrnehmungen, Erfahrungen aus dem deutschen Alltag
Hilal Sezgin, Journalistin, Autorin, Frankfurt/Main
Milto Oulios, Kanak-Attak, Journalist, WDR, Köln
Abdou Ouedraogo, Vorsitzender, Integrationsrat, Emden
Wie und wo können Potenziale der Migration entdeckt und gefördert werden?
Was hindert daran?
Dr. Martina Sauer, Zentrum für Türkeistudien, Essen
Dr. Karsten Roesler, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Grundfragen der Integrationsförderung, Nürnberg
Gabriele Erpenbeck, Ausländerbeauftragte für Niedersachsen, Hannover
Moderation: George Khoury, Journalist, Köln
Migration als Chance begreifen
Empfehlungen der Global Commission on Int. Migration und ihre Umsetzung
Dr. Martin Kilgus, Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen, Baden-Württemberg/ SWR-International, Stuttgart
Videoclip von Kanak-Attak zur Integration
Milto Oulios, Kanak-Attak, Köln
Samstag, 28. Oktober 2006
Wirtschaftliche Potenziale: Diversität nutzen
Wie Großunternehmen kulturelle Vielfalt fördern: TNT Logistics
Aygül Özkan
Unternehmer ohne Grenzen:
Existenzgründungen von Migranten
Dipl. Soz. Metin Harmanci, Hamburg
Vermittlung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Ausbildungsberufe
Esther Karay, Projektleiterin Ausbildungsservice für Handel und Dienstleistung (AHD), ATU e.V., Hamburg
Deutsch-arabische Wirtschaftsbeziehungen
Dr. Peter Göpfrich, CEO, Deutsch-arabische Industrie- und Handelskammer, Kairo
Moderation: George Khoury, Journalist, Köln
Ist die Wirtschaft weiter als die Politik?
Eine Einschätzung im Blick auf die Integrationspolitik
Bülent Arslan, Deutsch-türkisches Forum der CDU in NRW, IMAP, Düsseldorf
Gesellschaftliche Potenziale: Partizipation und Engagement
Gesellschaftliches Engagement von Zuwanderern in Europa
Erste Ergebnisse aus dem POLITIS-Forschungsprojekt
Dr. Dita Vogel; Universität Oldenburg
Bürgerschaftliches Engagement: Good practice-Beispiele
Projekt Gesellschaftliches Engagement von Migrantinnen, Migranten und Deutschen (gEMiDe)
Eric Feise; Projektleiter, Hannover
Elterninitiative Elif e. V.
Tülay Aksen-Dogan, Duisburg
Engagement in Parteien und Gewerkschaften
Sichtweisen und Motive von aktiven Zuwanderern
Norbert Cyrus, Politisprojekt, Universität Oldenburg
Wie funktioniert ein Ressourcen orientiertes kommunales Integrationskonzept?
Thomas Kessler, Delegierter, Kanton Basel
"Eines Dienstags beschloss meine Mutter Deutsche zu werden"
Lesung mit Fahime Farsaie, Autorin, Köln
Sonntag, 29. Oktober 2006
Einwanderung als Alternative?
Win-Win-Situation oder Bedrohung?
Dr. Elmar Hönekopp, IAB, Nürnberg
Was muss getan werden, um in Zukunft eine ressourcenorientierte Migrationspolitik zu befördern?
Impulsreferat mit anschließender Podiumsdiskussion
Thomas Kufen, Integrationsbeauftragter, NRW, Düsseldorf
Miguel Vicente, Geschäftsführer, Bundesausländerbeirat, Mainz
Dr. Margaret Spohn, Stelle für interkulturelle Arbeit der Landeshauptstadt München