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Tagungsarchiv > Bildung - Jugend - Erziehung

19/07: Jugendstrafvollzug
Neue Gesetze - Neue Perspektiven?

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 21. bis 23. Mai 2007
Im Kooperation mit der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen (DVJJ) e.V., gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Pfeil nach rechts Tagungsdokumentation: Loccumer Protokoll Nr. 19/07

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Bis Ende 2007 verabschieden alle Bundesländer eigene Gesetze zum Jugendstrafvollzug. Die Diskussion über bisherige und zukünftige Ziele und die praktische Umsetzung des Vollzugs ist im Gang.

In welchem Verhältnis sollen Sanktion und Förderung stehen? Wie sollen die Ziele Resozialisierung, Ausbildung und Erziehung erreicht werden? Was folgt daraus für die Konzepte des Strafvollzuges in den Anstalten und für die Nachsorge nach der Haft?

Ländergesetzgebung und Strafvollzug haben ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2006 zu beachten. Der Jugendstrafvollzug muss den besonderen Bedürfnissen Jugendlicher in ihrer Entwicklung Rechnung tragen. Wie viel "Fordern", wie viel "Fördern" bewirkt, soll stärker als bisher empirisch überprüft werden.

Die Tagung zieht eine erste Zwischenbilanz zu den entstehenden Jugendstrafvollzugsgesetzen, beleuchtet die besonderen Aufgaben des Strafvollzugs Jugendlicher und thematisiert drei zentrale Themen: die Frage der Zusammenarbeit von Einrichtungen innerhalb und außerhalb der Justiz, um eine kontinuierliche Betreuung und Nachsorge nach der Haft zu gewährleisten, die Frage nach dem Maß und den Wirkungen von "Fördern" und "Fordern" und die Möglichkeiten, Gewalt im Jugendstrafvollzug einzudämmen.

Welche Entwicklungschancen die neuen Gesetze bieten und wie eine bessere Verzahnung der beteiligten Einrichtungen und Institutionen erreicht werden kann, wird abschließend diskutiert.

Dr. Susanne Benzler, Evangelische Akademie Loccum, Tagungsleiterin
Jochen Goerdeler, Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V.

Pfeil nach rechts Das Progamm Pfeil nach oben

Montag, 21. Mai 2007

Eröffnung der Tagung und Begrüßung
Dr. Susanne Benzler, Evangelische Akademie Loccum

Bestandsaufnahme: Neue Jugendstrafvollzugsgesetze

Neue Gesetze! Aber welche?
Positionen des Bundesverfassungsgerichtes (Urteil von 2006)
Jochen Goerdeler, Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V., DVJJ, Hannover

Die Konzeption des Jugendvollzugsgesetzes der "9-Länder-Gruppe" -Eine Bestandsaufnahme
Christoph Flügge, Staatssekretär a.D., Berlin

Neue Gesetze: Kontinuitäten und Diskontinuitäten
Prof. Dr. Ulrich Eisenberg, FU Berlin

Das Jugendvollzugskonzept des Landes Niedersachsen
Dr. Jürgen Oehlerking, Staatssekretär im Niedersächsichen Justizministerium, Hannover

Prävention und Kooperation
Umgang mit Jugendlichen Intensivtätern
Konstanze Fritsch, Clearingsstelle Jugendhilfe/Polizei, Berlin

Dienstag, 22 Mai 2007

Jugend im Strafvollzug

Erziehung im Jugendstrafvollzug?!
Prof. Dr. Philipp Walkenhorst, Universität zu Köln

Was bewirkt die Strafhaft im Jugendalter?
Empirische Erkenntnisse
Dr. Daniela Hosser, Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen e.V., Hannover

Akteure im und nach dem Jugendstrafvollzug

Junge Frauen im Jugendstrafvollzug
Katja Rothe, Frauenvollzug Vechta

Foren

1. Jugendstrafvollzug und danach:
Auf dem Weg zu einer kontinuierlichen Betreuung
Siegfried Löprick, JVA Rosdorf, Projekt BASIS
Dr. Gero Meinen, Senatsverwaltung für Justiz, Berlin

2. Wie viel fördern, wie viel fordern?
Die Bedeutung der "Mitwirkungspflicht der Gefangenen"
Esther Cahn, Jugendanstalt Hameln
Dr. Helmut Pollähne, Universität Bremen

3. Maßnahmen gegen Gewalt im Jugendstrafvollzug
Christiane Jesse, Leiterin der Jugendanstalt Hameln
Johannes Sandmann, Justizministerium Schleswig-Holstein, Kiel

Mittwoch, 23. Mai 2007

Perspektiven für den Jugendstrafvollzug

Jugendstrafvollzug - wohin?
Prof. Dr. Bernd-Rüdeger Sonnen, Universität Hamburg

Perspektiven für den Jugendstrafvollzug

Podium unter Beteiligung von:
Christiane Jesse, Hameln
Helmut Knöner, Richter am Amtsgericht Herford
Thomas Mörsberger, Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württem-berg; Vorsitzender des Dt. Instituts für Jugendhilfe und Familienrecht, Heidelberg
Dr. Helmut Pollähne, Bremen
Dr. Monica Steinhilper, Niedersächsisches Justizministerium, Hannover

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