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Tagungsarchiv > Internationale Politik

23/07: Nigeria: Zu reich für Würde und Recht?
Politische Perspektiven nach den Wahlen

Internationale Tagung der Evangelischen Akademie Loccum
vom 15. bis 17. Juni 2007

In Kooperation mit Bonn International Center for Conversion (BICC), Evangelischer Entwicklungsdienst (EED), Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), Nigeria, Heinrich-Böll-Stiftung, Konrad-Adenauer-Stiftung, gefördert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

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Pfeil nach rechts Tagungsdokumentation: Loccumer Protokoll Nr. 23/07
Pfeil nach rechts Vorträge der Tagung

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Nigeria als bevölkerungs- und ölreichstes Land Afrikas hat eine konfliktgeladene Geschichte; zugleich spielt das Land eine zunehmend wichtige Rolle als politischer Akteur nicht nur in Westafrika. Gegenwärtig begründen extern dominierte Wirtschaftsinteressen bei der Ressourcennutzung im Angesicht eklatanter Armut, ethnisch-religiöse Rivalitäten sowie disparate Regierungs-, Verwaltungs- und Militärstrukturen ein komplexes Spannungsfeld kontroverser Akteursperspektiven.

Gemeinsam mit nigerianischen Repräsentanten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, Vertretern von Zivilgesellschaft und Diaspora, Angehörigen unterschiedlicher ethnischer und religiöser Zugehörigkeit (Muslime und Christen) soll nach den Wahlen vom April 2007 und dem G-8-Gipfel eine Bestandsaufnahme relevanter Konfliktpotenziale und -lösungsansätze auf den Gebieten von Governance und Sicherheit, ethno-religiöser Kooperation und der sozialen, ökonomischen und ökologischen Probleme der Ressourcennutzung in Nigeria versucht werden.

Wie will sich Nigeria angesichts des Globalisierungsdrucks auf dem afrikanischen Kontinent und im internationalen Kontext positionieren?
Wie können politische und ökonomische Teilhabe der verschiedenen Bevölkerungsgruppen Nigerias gestärkt, grassierende Korruption bekämpft und konfliktsensitive Verhaltensnormen für internationale Unternehmen implementiert werden?
Welche Verantwortung können externe staatliche und nichtstaatliche Initiativen im Zusammenspiel mit afrikanischen bzw. nigerianischen Akteuren für eine friedens- und gerechtigkeitsorientierte Politik übernehmen?

Die Tagung richtet sich an Fachleute und Interessierte der internationalen Entwicklungszusammenarbeit, Friedens- und Konfliktarbeit und Afrikanisten.

Dr. Corinna Hauswedell, Evangelische Akademie Loccum, Tagungsleiterin

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Freitag, 15. Juni 2007

Begrüßung/Eröffnung
Dr. Corinna Hauswedell, Evangelische Akademie Loccum

Nigeria nach den Wahlen
Einführungen zur aktuellen politischen Situation
Prof. Attahiru Jega, Präsident, Bayero Universität Kano
Heinrich Bergstresser, Journalist, Köln

Weltordnung - Afrika - Nigeria
Dr. Denis Tull, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin

Samstag, 16. Juni 2007

Vertreter der Botschaft Nigerias in Deutschland

Einführungen in die Workshops

Föderalismus, Governance, Sicherheit
Prof. Dr. J. Isawa Elaigwu, Jos

Verantwortung für die Ressourcen
Bunu Lawan, Principal Accountant, Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS), Abuja

Die ethnisch-religiöse Dimension politischer Konflikte
Prof. Dr. Klaus Hock, Universität Rostock

Workshop I:
Partizipation ohne Sicherheit?
Probleme politischer Governance

Moderation: PD Dr. Andreas Heinemann-Grüder, BICC, Bonn
Prof. Attahiru Jega, Präsident, Bayero Universität Kano
Ibrahim Biu, Director Voter Education, Independent National Electoral Commission Headquarters (INEC), Abuja
Heinz Jockers / Ralph-Michael Peters, Core-Team, Wahlbeobachtungsmission der EU (EUEOM), Hamburg
Dr. Etham Mijah, Nigerian Defense Academy, Kaduna
Olufunmi Olayinka, Deputy Govenor candidat for Ekiti State, Lagos
Dr. Klaus Pähler, Representative to Nigeria, Konrad-Adenauer-Stiftung, Abuja

Workshop II:
Zuviel des Guten?
Probleme verantwortlicher Ressourcennutzung und Wirtschaftsplanung

Moderation: Kristina Steenbock, German Watch, Berlin
Abbia Udofia, Chief Legal Officer, Independent Corrupt Practices Commission (ICPC), Abuja
David Ugolor, African Network for Environmental and Economic Justice, Lagos
Dr. Rose Ngomba, Universität Göttingen
Dr. Stefan Cramer, Direktor, Heinrich-Böll-Stiftung, Lagos
Dr. Andreas Dally, Akademie Loccum
Yahaya Ahmed, Development Association for Renewable Energies Kaduna, Bonn

Workshop III:
Mehr als ein Nord-Süd-Problem -
Ethnische, religiöse und soziale Konfliktdimensionen

Moderation: Dr. Lidwina Meyer, Akademie Loccum
Ms Hauwa Ibrahim, Menschenrechtsanwältin, Abuja
Rev. Habila Istifanus, Generalsekretär der ACLA; Justice, Peace and Reconciliation Movement, Jos
Rev. Ike Okorie, General Sekretär, Christian Council of Nigeria, Lago
Fr. Dr. George Ehusani, ehem. Generalsekretär des katholischen Bischofssekretariats, Lagos
Dr. Nick Idoko, Centre for Peace in Africa, Lagos

Perspektiven I:

Wie können sich Akteure in Nigeria in den Zukunftsfragen des Landes positionieren, artikulieren, kooperieren?

Round-Table-Feedback aus den Workshops
Moderation: Dr. Corinna Hauswedell

Sonntag, 17. Juni 2007

Perspektiven II:

Welche Verantwortung können externe staatliche und nichtstaatliche Initiativen im Zusammenspiel mit nigerianischen Akteuren für eine friedens- und gerechtigkeitsorientierte Politik übernehmen?

Panel-Diskussion
Moderation: Dr. Corinna Hauswedell
Dr. Viktor Matz, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Berlin
Gabriele Groneberg, MdB/SPD, Berlin
Hartwig Fischer, MdB/CDU, Berlin
Bunu Lawan, ECOWAS
Dapo Oyewole, Centre for African Policy & Peace Strategy (CAPPS), London & Lagos

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