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61/08: Wissen sie, was sie tun?
Perspektiven der Gesetzesfolgenabschätzung in der Anwendung
Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 6. bis 8. Oktober 2008
in Kooperation mit sofia, Sonderforschungsgruppe Institutionenanalsyse, Darmstadt, Georg-August-Universität Göttingen und Hochschule Darmstadt.
Die Tagungsdokumentation ist in der Nomos Verlagsgesellschaft, Badeb-Baden erschienen: > Ankündigungsflyer (pdf)
Gesetzesfolgenabschätzung (GFA) bzw. Impact Assessment sind sowohl auf nationaler wie auf europäischer Ebene formal inzwischen fest verankert sie aber sinnvoll anzuwenden fällt in der Praxis immer noch schwer: „3-Tage GFAs“ verfehlen ebenso wie elaborierte mehrbändige Studien den Zweck der GFA, politische Entscheidungen zielgruppengerecht vorzubereiten.
Die Tagung soll ausgehend von den praktischen Erfahrungen klären, unter welchen Randbedingungen die GFA zu einem nutzbringenden Instrument der Verständigung zwischen Politik, Verwaltung, Wissenschaft und gesellschaftlichen Gruppen entwickelt werden kann. Anhand unterschiedlicher Politikfelder zu diskutieren sind u.a. folgende Punkte:
Einbettung der GFA in den Entscheidungsprozess
Reichweiten und Grenzen verschiedener Methoden
Bedeutung unterschiedlicher Verhaltensannahmen
Auswirkungen einer umfassenderen Transparenz über Ziele und Gestaltungsoptionen auf den politischen Prozess.
Prof. Dr. Kilian Bizer, Universität Göttingen
Prof. Dr. Martin Führ, Hochschule Darmstadt, sofia Sonderforschungsgruppe Institutionenanalyse
Dr. Joachim Lange, Tagungsleiter, Evangelische Akademie Loccum
Begrüßung und Einführung
Dr. Joachim Lange, Evangelische Akademie Loccum
Prof. Dr. Kilian Bizer, Universität Göttingen / sofia
Prof. Dr. Martin Führ, Hochschule Darmstadt / sofia
GFA: Wo stehen wir was muss besser werden?
Perspektive der Wissenschaft:
Qualitätsstandards für die GFA
Prof. Dr. Martin Führ, Darmstadt
Perspektive der Politik
Heiner Bartling, MdL, innenpolitischer
Sprecher der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Innenminister a.D., Hannover
Von Nachbarn lernen?
Praxis der GFA im internationalen Vergleich
Erfahrungen mit der GFA international Ein Überblick
Lorenzo Allio, Regulatory Management and Reform Division, OECD, Paris; (Hinweis: Vortrag findet in englischer Sprache statt)
Allgemeiner Überblick über die GFA in Österreich und Entwicklungstendenzen
Dr. Brigitte Windisch, Verfassungsdienst Bundeskanzleramt, Wien
Stand und Entwicklungstendenzen
der GFA in der Schweiz
Prof. Dr. Luzius Mader, Vizedirektor, Bundesamt für Justiz, Bern
Ausgewählte Probleme der GFA
Diskussion in Arbeitsgruppen
AG 1: Bürokratiekosten: Messung und Konsequenz
Michael Schorn, Institut für Wirtschafts- und Politikforschung Richter & Schorn, Köln
Dr. Ulrich Naujokat, Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche Verwaltung e.V., Eschborn
Dr. Alexander Barthel, Zentralverband des Deutschen Handwerks, Berlin
AG 2: Methodik der Verhaltensprognose in der GFA am Beispiel der europäischen Chemikalien-Regulierung REACH
Prof. Dr. Martin Führ, Darmstadt
Dr. Hendrik Meincke, Verband der Chemischen Industrie, Frankfurt a.M.
AG 3: Der lange Weg der Nachhaltigkeit: Von der Indikatorendiskussion zur GFA
Dr. Jörg Mayer-Ries, Bundesministerium für Naturschutz, Umwelt und Reaktorsicherheit, Berlin
Stephan Hensel, Universität Göttingen
Peter Rottner, Landesgeschäftsführer Bund Naturschutz in Bayern e.V., Sprecher im Arbeitskreis Recht, des BUND, Regensburg
AG 4: Konnexität Land-Kommunen als neue Anforderungen an GFA
Dr. Winfried Brechmann, Bayerische Staatskanzlei, München
Prof. Dr. Hans-Günter Henneke, Hauptgeschäftsführer, Deutscher Landkreistag, Berlin
PD Dr. Walter Müller, Finanzministerium Rheinland-Pfalz, Mainz
Mittwoch, 8. Oktober 2008
Quo vadis GFA?Podiumsdiskussion,
eingeleitet durch ein Zwischenresümee von Prof. Dr. Martin Führ, Darmstadt
Jens Koch, Bundesministerium des Innern, Berlin
Henning Heidemanns, Potsdam
Dr. Klaus Neuser, Hannover
Heiko Rottmann, Berlin
Prof. Dr. Kilian Bizer, Göttingen