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Programm > Tagungsarchiv > Jugend - Bildung - Erziehung

25/09: Gefährdungen und problematische Entwicklungsverläufe von Kindern
Was kann frühe Prävention für den Schutz und die Integration leisten?

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 5. bis 7. Juni 2009
in Kooperation mit dem Deutschen Präventionstag;
gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

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Gewalt gegen Kinder und Vernachlässigung haben vielfältige Ursachen. Häufig liegen sie in prekären und multiplen Problemlagen der Eltern begründet: in Armut, Stress, Isolation, Erfahrung von Gewalt in der eigenen Kindheit, Suchtabhängigkeit und psychischen Erkrankungen.

Handlungsbedarf besteht also auf vielen Ebenen und umfasst rechtliche wie auch wirtschafts- und sozialpolitische Maßnahmen. Darüber hinaus wird in den letzten Jahren auch auf direkte und präventive Hilfsangebote gesetzt, die so früh ansetzen, dass Kinder, die in Risikofamilien geboren werden, Chancen haben, gesund, behütet und ihrer Entwicklung förderlich aufzuwachsen. Dazu soll bessere Früherkennung von riskanten Lebenslagen von Kindern einhergehen mit frühen Hilfen, die sich bereits von der Schwangerschaft ab an Mütter und Väter wenden.

Wie kommen die Ansätze zu frühen Hilfen voran? Wie arbeiten die für ein erforderliches Präventionsnetzwerk zuständigen Akteure zusammen?

Wie kann aus guten Modellprojekten eine verlässliche und umfassende Regelpraxis werden, in der das Jugendhilfe- und Gesundheitssystem gut zusammenarbeiten? Wie muss Prävention gestaltet werden, damit sie von den Hilfebedürftigen als Unterstützung und Empowerment und nicht als abschreckende Sanktion wahrgenommen und zurückgewiesen wird?

Andrea Grimm, Evangelische Akademie Loccum, Tagungsleiterin
Erich Marks, Deutscher Präventionstag, Hannover

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Freitag, 5. Juni 2009

Begrüßung und Einführung
Andrea Grimm, Ev. Akademie Loccum
Erich Marks, Deutscher Präventionstag

Was leisten und wo stehen Frühe Hilfen?
Eine interdisziplinäre Bestandsaufnahme

... aus entwicklungspsychologischer Perspektive
Prof. Dr. Tanja Jungmann, Leibniz Universität, Hannover

... aus neurobiologischer Perspektive
Dr. Annette Klein, Uniklinik Leipzig

... aus kriminologischer Perspektive
Prof. Dr. Christian Pfeiffer, Kriminologisches Forschungsinstitut (KFN), Hannover

... aus ökonomischer Perspektive
PD Dr. Peter Lutz, Universität Hannover

Early Intervention:
Experiences with Nurse-Family-Partnership-Programme
Prof. Dr. David Olds,  University of Colorado, Health Sciences Center

Moderation: Prof. Dr. Christian Pfeiffer

Samstag, 6. Juni 2009

Frühe Hilfen für Eltern und Kinder:
Wie kann gute Praxis vorangebracht werden?

• Wie erkennt man hilfebedürftige Familien?
Dr. Heinz Kindler, Deutsches Jugendinstitut (DJI), München
Dr. med. Jürgen Schmetz, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Hamburg
Monika Frank, Amt für Soziale Dienste, Bremen

• Rahmenbedingungen und Funktions-weisen guter Vernetzung
Prof. Dr. Elisabeth Pott, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA), Netzwerkexpertise Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH), Köln

Die Praxis Früher Hilfen
Beiträge im Plenum; im Anschluss Weiterarbeit in Arbeitsgruppen

• Kooperation zwischen Jugendhilfe und Gesundheitssystem
Pascal Bastian / Virginia Lenzmann, Universität Münster (Evaluation Früher Hilfen in NRW und Schleswig-Holstein)

• Hilfen und Begleitung durch Familienhebammen
Mirjam Hartmann, Projekt Adebar, Hamburg

• Kindliche Entwicklungsförderung:
Erste Erfahrungen aus dem Modellprojekt „Pro Kind“
Margot Refle, Felsenweg-Institut Dresden
Prof. Dr. Tanja Jungmann

Wie sollten und könnten Frühe Hilfen gesetzlich verankert und finanziert werden?
Prof. Dr. Stefan Sell, Fachhochschule Koblenz

Sonntag, 7. Juni 2009

Kinderschutz – Kinderrechte – Gesundheitsvorsorge:
Wie kommen wir von guten Modellen zur guten Praxis im Regelsystem?

Einführung in die Diskussion durch eine Zusammenfassung des bisherigen Tagungsverlaufs:

Prof. Dr. Horst von der Hardt, ehem. Präsident der Medizinischen Hochschule Hannover

Im Anschluss Statements und Diskussion mit:

Matthias Selle, Sozialdezernent, Landkreis Osnabrück
Dr. Katja Makowsky, Universität Osnabrück,
Norbert Böhlke, MdL, Ausschuss für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, Niedersächsischer Landtag

Moderation: Andrea Grimm und Erich Marks

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