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78/09: In Modulen lehren, lernen und prüfen
Herausforderung an die Hochschuldidaktik
Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 14. bis 16. Dezember 2009
in Kooperation mit der Zentrale Evaluations- und Akkreditierungsagentur (ZEvA) und der Leibniz Universität Hannover; gefördert durch die VolkswagenStiftung
Texte und Materialien zur Tagung
Tagungsdokumentation: Loccumer Protokoll Nr. 78/09
Die Modularisierung der Studiengänge sowie Studieninhalte ist ein wesentliches Element der Studienreform im Bolognaprozess in der BRD. Die von der Kultusministerkonferenz vorgegebenen Ziele (KMK 2000) verlangen vor allem eine konsequente Orientierung an Kompetenzen als Lehr- und Lernzielen, die zur Akkreditierung in einer lernergebnisorientierten Beschreibung der Module angegeben werden müssen.
So ergab sich die für viele Studiengänge neue Situation, dass sie sich mit Kompetenzen als Ausbildungszielen und kompetenzorientierten Prüfungsformen auseinandersetzen mussten.
Dazu gibt es eine Reihe von Kontroversen, z.B.
Modularisierung = Verschulung?
Kompetenzorientierung = Unterwerfung unter die Verwertungsinteressen der Wirtschaft?
Modularisierung = inhaltsfeindliche Zerstückelung eines Faches?
Modularisierung als Prokrustes-Bett der Hochschullehre?
Soft skills = No skills?
Ziel der Tagung ist es, eine kritische Bestandsaufnahme der Modularisierungspraxis zu leisten, sich mit den Grundlagen des Modulkonzepts auseinanderzusetzen und Beispiele guter modularisierter Lehre zu diskutieren, um Desiderate für eine gute
modularisierte Hochschullehre zu entwickeln.
Die Tagung richtet sich an Studierende und Lehrende an den Hochschulen, Hochschulentwickler, Akkrediteure und Wissenschaftspolitiker.
Prof. Dr. Gregor Terbuyken, Tagungsleiter
Begrüßung und Einführung in die Tagung
Prof. Dr. Gregor Terbuyken, Evangelische Akademie Loccum
Der Kontext
Anforderungen an die modularisierte Lehre
Die Vorgaben der KMK
Konzept, Weiterentwicklungen, Europäischer Kontext
Wolfgang Körner, Dipl.-Phys., vormals Referatsleiter „Hochschulentwicklung und Hochschulcontrolling“ im Nieders. Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Die Erfahrungen der ZEvA bei der Akkreditierung von Studiengängen
Forderungen an die Hochschulen und Schwierigkeiten der Umsetzung
Hermann Reuke, Geschäftsführer der ZEvA
Eine Hochschule auf dem Weg zur qualitätsgesicherten Lehre
Dr. Uwe Schmidt, Zentrum für Qualitätssicherung und -entwicklung, Universität Mainz
Nachfragen
Kommentar: Anmerkungen zur Hochschuldidaktik im Bolognaprozess
Prof. Dr. Margret Bülow-Schramm, Universität Hamburg, Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung
Kompetenz als neue Zielsetzung hochschulischer Ausbildung
Einführung: Prof. Dr. Dr. h.c. Johannes Wildt, Hochschuldidaktisches Zentrum der TU Dortmund
Podium mit Vertreter/innen verschiedener Studiengänge, die nach den Ergebnissen des Tuning-Projekts kompetenzorientiert lehren.
• Wirtschaftswissenschaften
Margret Schermutzki, Fachhochschule Aachen, Zentrale Qualitätsentwicklung, Leiterin der Abteilung Akkreditierung und Bologna
• Physik
Prof. Dr. Peter U. Sauer, Leibniz Universität Hannover
• Geschichte
Prof. Dr. Michael Wala, Universität Bochum
• Pflegewissenschaft
Prof. Dr. Ingrid Kollak, Alice Salomon Hochschule Berlin
Grundlagen
Lernpsychologie und Hochschuldidaktik
Lernen als (Ko-)Konstruktion?
Julia Huewe, Dipl.Päd. , in Kooperation mit Prof. Dr. Elke Wild, Arbeitseinheit Pädagogische Psychologie an der Universität Bielefeld
Kompetenzorientiert prüfen
Gestaltungs- und Durchführungsmöglichkeiten
Kompetenzorientierte Leistungsüberprüfung
Anspruch und Wirklichkeit
Dr. Oliver Reis, TUDortmund
Modelle kompetenzorientierter Prüfung
Informatik: Dr. Hanno Wupper, Radboud Universiteit Nijmwegen
Soziale Arbeit Erstsemesterprojekt: Prof. Dr. Thomas Grosse, Fachhochschule Hannover
Projekt „Kompetenzorientierte Studiengangsentwicklung“ am Beispiel der Architektur: Dr. Rüdiger Rhein, Tanja Kruse - Leibniz Universität Hannover
Was sind die Kompetenzen guter Hochschullehrer/innen?
Postersession von hochschuldidaktischen Zentren:
• Deutsche Gesellschaft für Hochschuldidaktik
Santina Battaglia, Vorsitzende; Leiterin der Regionalstelle Baden des Hochschuldidaktischen Zentrums der Universitäten Baden-Württembergs (HDZ); Abteilung Exzellenz der Lehre der Universität Freiburg
• Kompetenzzentrum Hochschuldidaktik für Niedersachsen an der TU Braunschweig
Dr. Sabine Marx
• Netzwerk hochschuldidaktische Weiterbildung NRW
Prof. Dr. Tobina Brinker
• Hochschuldidaktisches Netzwerk Mittelhessen
Silke Bock, Interne wissenschaftliche Weiterbildung Hochschuldidaktik, Fachhochschule Giessen Friedberg
• Geschäftsstelle der Studienkommission für Hochschuldidaktik an Fachhochschulen in Baden Württemberg
Dr. Michael Rentschler
• Zentrum für Hochschul- und Qualitätsentwicklung (ZfH) der Universität Duisburg Essen
Dr. Ingeborg Stahr, Dr. Nicole Auferkorte-Michaelis, Annette Ladwig
• Hochschuldidaktisches Zentrum der (HDZ) der TU Dortmund
Prof. Dr. Johannes Wildt
• Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung der Universität Hamburg:
Dr. Marianne Merkt
• Berliner Zentrum für Hochschullehre
Dr. Sabine Brendel
• Hochschulevaluierungsverbund Südwest
Daniela Fleuren
Studiengangsentwicklung
Der Verzicht auf die fachliche Kleinteiligkeit:
Ein Modul eine Prüfung
Anregungen zur Modul- und Studiengangsentwicklung
Kaja S. Haeger, M.A., Referentin im Bologna Zentrum der Hochschulrektorenkonferenz
Kommentar aus der Perspektive E-Learning
Marc Krüger, eLearning Service Abteilung (elsa) an der Leibniz Universität Hannover
Fazit und Ausblick
Was können die Hochschulen leisten
Überlastet und unterfinanziert und trotzdem gute Lehre?
Einführung:
Prof. Dr. Walter Bauer-Wabnegg, Staatssekretär a.D. im Thüringer Kultusministerium und stellvertretender Vorsitzender des Akkreditierungsrats
Podiumsdiskussion mit dem Referenten:
Prof. Gabriele Diewald, Leibniz Universität Hannover
Prof. Dr. Rainer Künzel, ZEvA
Prof. Margret Bülow-Schramm, Universität Hamburg
Dr. Uwe Schmidt, Universität Mainz
Moderation: Susanne Jaudzims, Referentin für Qualitätsmanagement in Studium und Lehre - Leibniz Universität Hannover