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68/10: Wie "grün" ist der Islam?
Umwelt- und Klimaschutz mit muslimischer Perspektive
Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 5. bis 7. November 2010;
gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt und die Dr. Buhmann Stiftung
Khalifa: Der Mensch ist Gottes Statthalter und Hüter der Schöpfung. In den islamischen Quellen gibt es zahlreiche Prinzipien und Praktiken, die einen ethischen Umgang mit der Schöpfung verlangen und zu konkretem Umwelthandeln (u.a. Naturschutz, Wasserschutz) auffordern. Sie können eine starke Motivation für den Natur- und Klimaschutz darstellen. Über ihren Glauben werden Menschen erreicht, die bisher am Nachhaltigkeitsdiskurs kaum beteiligt waren. In Großbritannien gibt es muslimische Initiativen, die das vorbildhaft umsetzen.
In Deutschland wird das Potenzial einer islamischen Begründung für den Klima- und Umweltschutz weder von Umweltverbänden noch von der muslimischen Community selbst ausgeschöpft. Dennoch: Nach dem Scheitern der Klimakonferenz von Kopenhagen suchen die Umweltverbände nach neuen Bündnispartnern. Besonders die Debatte um Suffizienz statt Wachstum könnte durch Muslime neue Impulse erhalten.
Die Tagung bietet ein Forum, in dem erste Ansätze islamische Bezüge im Klima- und Umweltschutz aufzunehmen diskutiert werden und deren Umsetzung in konkretes Umwelthandeln weiterentwickelt werden sollen.
Dr. Lidwina Meyer, Evangelische Akademie Loccum, Tagungsleiterin
Begrüßung und Eröffnung
Dr. Lidwina Meyer, Tagungsleiterin, Ev. Akademie Loccum
Why Eco-Islam is necessary: The Role of Muslims in Conservation and Fighting Climate Change
Fazlun Khalid, Gründer der Islamic Foundation for Ecology and Environmental Sciences, Birmingham/GB
Brauchen wir einen Öko-Islam in Deutschland?
Yasin Alder, Islamische Zeitung, Berlin
Saloua Mohammed, Lifemakers Germany, Bonn
Dr. Turgut Altug, Türkisch-Deutsches Umweltzentrum Berlin,
Hasret Karacuban, Grüne MuslimInnen, Nordrhein-Westfalen
Firouz Vladi, Schura Niedersachsen,
Religion als Motivation für
Klima- und Umweltschutz bei Migranten?
Migrantenmilieus und Umweltkommunikation
Ergebnisse aus Studien
Dr. Silke Kleinhückelkotten, ECOLOG-Institut, Hannover
Dr. Turgut Altug, Berlin
Good Practice:
Drei Beispiele wie Migranten partizipieren
Heizspiegelkampagne
Taya Kahya, co2online gemeinnützige GmbH, Berlin
Yesil Cember (Grüner Kreis)
Yasemin Aydemir, Berlin
Was können religiöse Gemeinschaften tun?
Grüne Kirche
Umweltstrategien in Gemeinden
Reinhard Benhöfer, Umweltbeauftragter, Landeskirche Hannovers
Denk-Werkstatt für muslimische Initiativen:
Grüne Moschee
Tanju Doganay, NOURengergie, Darmstadt
Mounir Azzaoui, Politologe, Aachen
Grüne Umweltbildung
in der islamischen Religionspädagogik/ Erwachsenenbildung
Jörg Ballnus, M.A., Islamische Religionspädagogik, Universität Osnabrück
in islamischen Hochschulgemeinden
Bacem Dziri, Rat Muslimischer Studierender u. Akademiker, Bonn
Umweltbildung mit Imamen im Maghreb
Jenny Bednarek, Programme Office for Intercultural Relations with Muslim countries, GTZ, Eschborn
Natur verstehen ist ein kultureller Prozess!
Interkulturalität und interkulturelle Öffnung bei Umwelt- und Naturschutzverbänden
Dr. Christiane Katz, Inst. für Umweltstrategien, Leuphana Universität Lüneburg
Von der interkulturellen zur religionssensiblen Öffnung des Klima- und Umweltschutzes?
Dr. Christiane Katz, Lüneburg
Aiman Mazyek, Generalsekretär, Zentralrat der Muslime in Deutschland, Köln
Annette Dieckmann, Bundesverband AG Natur und Umweltbildung (ANU) e.V., Nationalkomitee UN-Dekade „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“, Frankfurt am Main
Dipl. theol. Beate Seitz-Weinzierl, Leiterin, Umweltzentrum Schloss Wiesenfelden
Nadja Dorokhova, Migranten für Agenda 21 e.V., Hannover