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Programm > Tagungsarchiv > Internationale Politik

59/11: Deutschland und die arabischen Revolutionen
Interessen, Traditionen und die Neuausrichtung deutscher Außenpolitik

Internationale Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 28. bis 30. September 2011

In Kooperation mit der EMA - Euro-Mediterranean Association for Cooperation and Development e.V.

Gefördert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

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Die arabischen Revolutionen erfordern neue Zielbestimmungen deutscher und europäischer Außenpolitik. Neben der grundsätzlichen und langfristigen Klärung der Orientierung deutscher Nordafrikapolitik ist insbesondere die Befassung mit kurzfristig umsetzbaren, aber dennoch nachhaltig wirkenden Unterstützungsmaßnahmen erforderlich.

Es gilt, den Rebellierenden eine greifbare und offensichtliche „Revolutionsdividende“ zu bieten. In den Analysen einschlägiger Experten und Kommentatoren wird dafür eine „Märkte auf, Menschen rein“ Strategie empfohlen. Jedoch fehlen für die meisten strategischen Impulse noch konkrete Umsetzungskonzepte. Deren Entwicklung soll in der Tagung vorangetrieben werden, besonders für Ägypten und Tunesien.

Welche Rolle spielen Interessen und Überzeugungen in der notwendigen Neuorientierung gegenüber den nordafrikanischen Ländern? Soll die deutsche Politik primär auf Stabilität in der Nachbarschaft zur EU ausgerichtet sein oder muss sie Instabilität auf dem Weg zur Demokratie aushalten?

Die Ratlosigkeit sowohl der offiziellen Politik als auch der Zivilgesellschaft der arabischen Welt gegenüber prädestiniert Nordafrika für eine offene und breite Strategiedebatte. Hier besteht die Gelegenheit, ein Konzept für diese Region zwischen vitalen Interessen, Bündniserwägungen und normativen Leitplanken abzustecken.

Zusätzlich zu bilateralen Initiativen, die Deutschland (Regierung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft) direkt ergreifen kann, ist die Neuausrichtung der europäischen Politik der Mittelmeerregion gegenüber von großer Bedeutung. Auch hier stellt sich die Anforderung, neben der strategischen und langfristigen Neuorientierung der europäischen Nachbarschaftspolitik kurzfristige, aber nachhaltig wirksame Initiativen zu entwickeln

Dr. Marcus Schaper, Tagungsleiter, Evangelische Akademie Loccum
Dr. Abdelmajid Layadi, Generalsekretär, EMA

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Mittwoch, 28. Sept. 2011

Begrüßung und Eröffnung
Dr. Marcus Schaper, Evangelische Akademie Loccum
Dr. Abdelmajid Layadi, Generalsekretär, Euro-Mediterranean Association for Cooperation and Development, Hamburg

Was braucht Nordafrika? Bedürfnisse und Erwartungen zwischen demokratischem Aufbruch und wirtschaftlichen Erfordernissen
Dr. Isabel Schäfer, Senior Researcher in International Relations und Mediterranean Studies, Humboldt-Universität zu Berlin

Was will Deutschland? Kontinuitäten und Brüche deutscher Nordafrikapolitik
Hajo Lanz, Leiter, Referat Naher/Mittlerer Osten und Nordafrika, Friedrich Ebert Stiftung, Berlin

Woran orientiert sich europäische Nordafrikapolitik?
Prof. Dr. Annette Jünemann, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg

Transformationspartnerschaft? Deutsche Interessen, arabische Bedürfnisse und europäische Politik
Botschafter Volkmar Wenzel, persönlicher Beauftragter des Ministers für den Wandel in der arabischen Welt, Auswärtiges Amt, Berlin

Kommentar
Dr. Thomas Demmelhuber, Universität Erlangen-Nürnberg

Donnerstag, 29. Sept. 2011

Was kann Europa für Nordafrika tun?

Zirkuläre Migration: Hoffnung für perspektivlose Revolutionäre?
Lisa Brandt, Junior Researcher, Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration, Berlin

Wirtschaftswunder: Neue Dynamik durch Investitionen und Handelserleichterungen?
Dr. Abdelmajid Layadi, Hamburg

Arbeitsgruppen

AG1: Zirkuläre Migration gegen den Fachkräftemangel: Green Cards für arabische Akademiker und Experten?
Dr. Timo Baas, Arbeitsgruppe Migration und Integration, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Nürnberg
Volker Roßocha, Leiter, Migrations- und Antirassismuspolitik, DGB-Bundesvorstand, Berlin

AG2: Zirkuläre Migration für Demokratie und Modernisierung: Ein deutsches Stipendienprogramm für arabische Studierende?
Dr. Christian Hülshörster Leiter, Gruppe Nordafrika, Naher und Mittlerer Osten, Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD), Bonn
Hans-Georg Hiesserich, Referatsleiter, Otto-Benecke-Stiftung, Bonn

AG3: Investitionen in Solarenergie: Katalysator für die Entwicklung der Privatwirtschaft?
Dr.-Ing. Ulrich Hueck, DESERTEC Foundation, Hamburg

AG4: Handelserleichterungen: Wo und wie gezielte, sektorale und einseitige Marktöffnungen für Nordafrika schaffen?
Prof. Alfred Tovias, Chair, Department of International Relations, Hebrew University of Jerusalem

Was bedeuten diese Initiativen für die deutsche Innenpolitik?
Dr. Jörg Bentmann, Leiter, Abteilung „Politische Grundsatzfragen“, Bundesministerium des Innern, Berlin

Wie muss sich die deutsche Außen- und Entwicklungspolitik neu aufstellen?
Taoufik Ben Amara, ehem. Koordinator des United Nations Development Programme in Syrien, Hamburg

Was darf Deutschland wollen?
Prof. Dr. Gunther Hellmann, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main

Freitag, 30. Sept. 2011

Welche nationalen und europäischen Prioritäten soll Deutschland für Nordafrika setzen?
Gemeinsame Diskussion mit Sprechern aus den Arbeitsgruppen

Welche Initiativen müssen aus Parlament, Zivilgesellschaft und Wirtschaft kommen?
Politisch-strategische Diskussionsrunde mit:
Hajo Lanz, Berlin
Dr. Abdelmajid Layadi, Hamburg
Botschafter Volkmar Wenzel, Berlin

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