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54/12: Welternährung: Die Rolle der Kleinbauern in Entwicklungsländern
Produktivität, Zugang und Qualität für die Ernährungssicherung

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 17. bis 19. September 2012

In Kooperation mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst

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Jeder Mensch hat das Recht auf eine ausreichende Ernährung.

Diesem Recht wird niemand widersprechen. Dennoch ist das Recht auf Nahrung eines der am häufigsten verletzten Menschenrechte: Über eine Milliarde Menschen leiden Hunger und mehrere Milliarden Menschen sind mangelernährt.

Der Weltagrarbericht von 2008 resümiert, dass mit den Methoden der industriellen Landwirtschaft die Herausforderungen der Welternährung und Nachhaltigkeit nicht zu bewältigen sein werden. Zudem sind viele Probleme mit einem einfachen „mehr der Produktion“ ohnehin nicht zu lösen. Zu bewältigen sind gleichzeitig Verteilungs-, Zugangs- und Qualitätsfragen.

Eine Ernährungssicherung mit dem Ziel, Hunger und Mangelernährung zu beseitigen und Zugang zu Nahrungsmitteln zu ermöglichen, erfordert Aufklärung, Bildung und eine soziale Landpolitik. Die Förderung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft in Entwicklungsländern kombiniert Produktivitätssteigerung und ermöglicht gleichzeitig vielen Menschen den Zugang zu Nahrungsmitteln. Ambitionierte Hochrechnungen gehen von einer Verdopplung der Erträge aus. Kombiniert mit einer Reduktion der beträchtlichen Nachernteverluste könnte die steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln so teilweise kompensiert werden.

Eine kleinbäuerliche, ökologisch nachhaltige Landwirtschaft könnte die Ernährungssituation verbessern, Armut reduzieren und direkte Zugänge ermöglichen.

- Wie kann sie gezielt gefördert werden?
- Wer und was muss gefördert werden?

Dr. Monika C. M. Müller, Tagungsleiterin, Evangelische Akademie Loccum

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Montag, 17. September 2012

Begrüßung und Eröffnung
Dr. Monika C. M. Müller, Evangelische Akademie Loccum

Gemeinsam den Hunger bekämpfen:
Was wurde bisher auf den Weg gebracht?
Astrid Jacobs de Pádua, Referatsleiterin, Welternährung, Internationale Organisationen der Ernährungs- und Landwirtschaft, Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Berlin

Wer kann die Ernährung effektiv sichern?

Welches Potential haben die Kleinbauern in Entwicklungsländern?
Dr. Richard Preißler, Agricultural and Developmental Economics, Hochschule für Technik und Wirtschaft, Berlin

Die Rolle der Landwirtschaftspolitik
Dr. Ralf Paeschke, Ministerialdirigent, Niedersächsisches Ministerium für  Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, Hannover

Die doppelte Herausforderung: Mangelernährung und Übergewicht
Prof. Dr. Michael Krawinkel, Institut für Ernährungswissenschaft, Ernährung in Entwicklungsländern, Universität Gießen

Dienstag, 18. September 2012

Mangelnde Fortschritte durch mangelnde Agrarforschung?
Patrick Kasasa, Community Technology Development Trust, Harare, Zimbabwe

Zugang zu Land und Ressourcen

Landpolitik: Welche Änderungen kann die Um-setzung der freiwilligen Richtlinien bewirken?
Carolin Callenius, Projektleiterin Ernährungssicherung, Brot für die Welt, Stuttgart
Simon Mwamba, Country Coordinator, Eastern and Southern Africa Small Scale Farmers´ Forum – ESAFF, Zambia

Entwicklungskredite für Kleinbauern in Entwicklungsländern
Amulike Ngeliama, Mitglied des internationalen Verwaltungsrates von Oikokredit, Tansania

Ernten allein reicht nicht: Wie sind Nachernteverluste zu reduzieren?
Michael Hesse, Dipl.-Ing. MSc.agr., Ökologische Agrarwissenschaften, Universität Kassel
Wilfried Miga, Agriculture Development and Information Officer, PELUM Association (participatory Ecological Land Use management), Zambia

Die vernachlässigten Kleinbauern des Wassers: Fischerei und Ernährungssicherheit
Francisco J. Mari, Agrarhandel und Fischereiproduktion, Evangelischer Entwicklungsdienst, Bonn

Mittwoch, 19. September 2012

Fördern wir das Richtige?
Wer und was muss gefördert werden?

Lessons learnt – Wie wird ländliche Entwicklung zukunftsfähig?:
- Welthungerhilfe
Dr. Rafael Schneider, Entwicklungsexperte, Welthungerhilfe, Bonn
- Gesellschaft für Internat. Zusammenarbeit
Dr. Heike Ostermann, Bereich ländliche Entwicklung, GIZ, Bonn

Gemeinsame Diskussion mit:
Björn Schildberg, Referat Ländliche Entwicklung und Ernährungssicherung, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Bonn
Obang Metho, Anuak Justice Council, Ethiopia
Dr. Heike Ostermann, GIZ, Bonn
Dr. Rafael Schneider, Welthungerhilfe, Bonn
Francisco J. Mari, EED, Bonn
Moderation: Dr. Monika C. M. Müller, Loccum

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