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12/14: Was ist ein gutes Leben?
Mehr als eine flüchtige Frage nach dem schnellen Glück

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 14. bis 16. März 2014

In Kooperation mit der Bergischen Universität Wuppertal

Pfeil nach rechts Tagungsdokumentation: Loccumer Protokoll Nr. 12/14

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Was macht das Leben zu einem guten Leben? Diese, bereits in der Antike virulente Frage, scheint auffällig aktuell.

Als zentrale Orientierungshilfen boomen derzeitig Glücks- und Lebensratgeber. In diesen werden Attribute wie „schöner“, „glücklicher“ und „besser“ unmittelbar mit Strategien verknüpft, die das Leben für das jeweilige Individuum leichter zu machen versprechen. Diese Strategien sollen oftmals kurzfristig und auf bestimmte Situationen bezogen wirken. Wie es langfristig und tiefer fundiert zu einem guten Leben kommen kann, bleibt dabei merkwürdig offen.

Deshalb sollen auf dieser Tagung die Beziehungskomplexe, die menschliches Leben auszeichnen, in einer interdisziplinären Auseinandersetzung aufgeschlüsselt werden. Eruiert und kritisch geprüft werden soll, ob es Kriterien gibt für das, was ein gutes Leben genannt zu werden verdient.

Entsprechend wird gefragt:

· Welche Konzepte des guten Lebens werden in öffentlichen Thematisierungen verhandelt?

· Wie verhalten sich diese Konzepte zu ausgearbeiteten Konzepten verschiedener Fachdisziplinen?

·  Welche Kriterien für ein gutes Leben lassen sich im interdisziplinären Abgleich und in der Analyse öffentlicher Thematisierung identifizieren?

· Welche Chancen und Gefahren verknüpfen sich damit, dass die Frage nach einem guten Leben zu einem öffentlichen Thema geworden ist?

· Welche Reichweite und Verbindlichkeit kann solchen Kriterien zukommen? Wie anschauungsunabhängig können sie überhaupt sein?

Dr. Monika C. M. Müller, Studienleiterin, Evangelische Akademie Loccum
Prof. Dr. Gerald Hartung, Universität Wuppertal
Dr. Stephan Schaede, Akademiedirektor

 

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Freitag, 14. März 2014

Begrüßung und Eröffnung der Tagung
Dr. Monika C.M. Müller, Ev. Akademie Loccum
Dr. Stephan Schaede, Ev. Akademie Loccum
Prof. Dr. Gerald Hartung, Universität Wuppertal

Wieso ist die Frage nach dem guten Leben so aktuell? Welche Konzepte lassen sich unterscheiden?
Prof. Dr. Dagmar Fenner, Philosophie, Departement Philosophie und Medienwissenschaft, Universität Basel

Immer mehr, immer schneller, immer besser? Möglichkeiten der Selbst- und Lebensgestaltung im 21. Jahrhundert
Jelena Henkel, Institut für Soziologie, Justus-Liebig-Universität Gießen

Wenn Schatten das Leben verdunkeln –
Die Sinnfrage bei Trauer und Depression
Prof. em. Dr. med. Daniel Hell, Psychiatrie, Erlenbach, Schweiz

Samstag, 15. März 2014

Philosophische Glückstheorien: Systematische und historische  Überlegungen
Prof. Dr. Christoph Horn, Praktische Philosophie und Philosophie der Antike, Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität Bonn

Es ist Dir gesagt, Mensch, … - Theologische Orientierung zum guten Leben

Prof. Dr. Udo Schmälzle, Franziskaner (ofm), Seminar für Pastoraltheologie, Münster

Prof. Dr. Wolfgang Schoberth, Fachbereich Theologie, Universität Erlangen

Verfügen Christen über eine Anleitung zum guten Leben?
Gemeinsame Diskussion mit den Referenten

(Wie) Ist ein gutes Leben in  unserer ökonomisch ausgerichteten Welt möglich?

Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität:
Politik für ein gutes Leben
Edelgard Bulmahn, MdB, Mitglied der Enquetekommission, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Bundesministerin a.D., Berlin

Wirtschaft ist nicht alles –
Aber: Ohne Wirtschaft ist alles nichts!
Prof. Dr. Siegfried F. Franke, Herder-Professur für Wirtschaftspolitik, Andrássy Universität Budapest

Wachstum, grünes Wachstum, Postwachstum –
und das gute Leben?
Prof. Dr. Hans Diefenbacher, Ökonom, FEST, Heidelberg

Gemeinsame Diskussion mit
E. Bulmahn, S. F. Franke, H. Diefenbacher

Entschleunigen und downshiften – mehr von was, weshalb und wozu?
Prof. Dr. Peter M. Kunz, Leiter des Instituts für Biologische Verfahrenstechnik, Downshifter, Mannheim

Sonntag, 16. März 2014

Verschränkungen von Natur und Kultur.
Soziale und ethisch-moralische Aspekte für ein gutes Leben
Dr. Gerhard Medicus, Humanethologie, Psychiatrisches Krankenhaus Hall i. Tirol, Österreich

Ist das gute Leben Privatsache oder gibt es einen Auftrag durch und für die Gesellschaft?
Diskussion mit:
Prof. Dr. Wolfgang Schoberth, Theologie
Prof. Dr. Hans Diefenbacher, Ökonomie
Dr. Gerhard Medicus, Humanethologie
Prof. Dr. med. Daniel Hell, Psychiatrie
Moderation: Dr. Stephan Schaede / Prof. Dr. Gerald Hartung

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