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21/15: Ein Fest der Farben und Töne
Pfingsten in Loccum

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 23. bis 25. Mai 2015

In Kooperation mit dem Loccumer Arbeitskreis für Meditation

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Das Brausen des Sturmes, die Feuerflammen auf den Köpfen der Jünger, das Verstehen fremder Sprachen: die Apostelgeschichte des Lukas malt in kräftigen Farben, Gesten und Worten das Pfingstfest mit der Ankunft des heiligen Geistes bei den Menschen.

Nach der Kreuzigung Jesu, seiner Auferstehung und Himmelfahrt erfuhren seine Jüngerinnen und Jünger die Nähe Gottes durch ein Ereignis, das sie verwandelte. Es machte aus ängstlichen mutige Menschen, die öffentlich von ihrem Glauben redeten.

Seit Jahrhunderten hat das Motiv des Heiligen Geistes Künstlerinnen und Künstler gereizt – geht es doch darum, Unsichtbares sichtbar und hörbar werden zu lassen. Dieser Reiz geht mit der Erfahrung einher, dass das Unsichtbare des Heiligen Geistes nicht unmittelbar in Sichtbares und Hörbares gewandelt werden kann.

Wie kann man aber auf Wänden, Glas oder Stoff den Heiligen Geist zeigen, in Noten hörbar machen, der sich einer körperlichen Darstellung entzieht? Kann Glauben eine Farbe haben? Und kann man Töne sichtbar machen? Welche Melodie hat das Bild und welchen Rhythmus der Text?

In der darstellenden Kunst und in der Kirchenmusik werden deshalb oft Auswirkungen des Heiligen Geistes dargestellt oder besungen: Menschen geraten in Bewegung, strahlen eine Lebendigkeit aus, die vorher nicht da war, ihr Tun und Handeln verändert sich in eine bestimmte Richtung: Frieden stiften, Lieben und einander Beistehen, Fürsorge und Solidarität üben.

Gabriele Arndt-Sandrock, Tagungsleitung, Evangelische Akademie Loccum
Dr. Merle Clasen, Kassel
Dr. Joachim Herth, LAM

 

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Samstag, 23. Mai 2015

Begrüßung und Eröffnung
Gabriele Arndt-Sandrock, Dr. Joachim Herth

Welche Farbe hat dein Glaube?
Ankommen und Kennenlernen

Synästhesie: wenn Klänge sichtbar werden.
Ein Überblick über Synästhesie, Wahrnehmung und Musik.
Dr. Konstantina Orlandatou, Postdoktorandin, Hochschule für Musik und Theater Hamburg

Virtuos virtuell
Ein Film zu einer Komposition von Louis Spohr
(7:30 min), D 2013
Von Maja Oschmann und Thomas Stellmach

Anschließend: Verabredung in die Workshops

Workshops

Gebet der liebenden Aufmerksamkeit, Kapelle

Sonntag, 24. Mai 2015

Gott blüht
Gebete auf Glas von Benita Joswig (1965-2012), Künstlerin und Theologin
Bärbel Fünfsinn, Theologin und Musikerin, Hamburg

Workshops

einfach.sinnlich.wirksam
Pfingstliche Entdeckungen in der Klosterkirche

Für Nachtschwärmer
Film: Pleasantville, USA 1998
Einführung: Dr. Merle Clasen

Montag, 25. Mai 2015

Das Farbspektrum der Christenheit: Vielfalt ist schön – und eine große Herausforderung
Thorsten Leißer, OKR, Referent für Menschenrechte und Migration im Kirchenamt der EKD; Hannover

Workshops

Reisesegen

    Workshops:

    Workshop 1: Klangfarben - Klänge färben
    Dr. Merle Clasen
    In dem Stimm-Workshop wollen wir pfingstliche Musik hören und singen und dabei die eigene Stimmfarbe und die Klangfarben von Kompositionen (neu) entdecken. Wir machen dabei vielleicht die Erfahrung, dass die eigene Stimme ungekannte Färbungen an-nehmen kann und dass unser Ohr Klänge neu einfärbt. Pfingsten, ein Fest von lebendigen Tönen und Farben, ermutigt uns bunter zu werden und uns voll Offenheit und Neugierde in unserem stimm-lich-musikalischen Ausdruck bereichern zu lassen.


    Workshop 2: Kann Glaube eine Farbe haben?
    Dr. Joachim Herth
    Um uns dieser Frage zu nähern, wollen wir einen Umweg gehen, hinaus in die Natur (bei jedem Wetter, bitte unbedingt feste Schuhe mitbringen), wo Glaube und Erleben ganz natürlich miteinander verschmelzen; Farben, Formen und Töne uns fast von alleine in die Kraft der stillen Wahrnehmung gleiten lassen. Impulse und Meditationen wie z.B. die von Hildegard von Bingen beschriebene Grünkraft werden uns dabei unterstützen und sicher haben wir am Ende mehr Fragen als Antworten, aber vielleicht auch ein Gefühl, dass Farben und Glaube nur zwei unterschiedliche Seiten eines großen Ganzen sind...


    Workshop 3: ...das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar?
    Ellen Kubitza und Dorothea Hillingshäuser
    Pfingsten, ein Fest, das für Christinnen und Christen mit dem "Heiligen Geist" verbunden ist. Aber wie können wir verstehen und wissen, was das bedeutet? Können wir die-sen Geist sehen, begreifen oder anfassen? Was meint "Geistesgegenwart"? Mit Bewegung und Worten (auch aus der Bibel), mit Tönen und Farben werden wir uns spielerisch und ernsthaft dem Geheimnis der Trinität zu-wenden. Achtsamkeit und liebevolles Wahrnehmen, dass der Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, stärken ein Bewusstsein, in Verbundenheit mit unserer Umwelt zu leben.


    Workshop 4: Kalligraphie. Wie könnten Töne aussehen?
    Maja Oschmann
    Klingt ein Ton weich und rund oder sieht er so aus? Eigenschaftswörter wie, spitz, hell, rund, zart oder fließend lassen sich sowohl auf Hör- als auch auf Seherfahrungen beziehen. Sie veranschaulichen die Analogiebildungen von Tönen und Bildern, von Musik und Zeichnung.
    Das Zeichnen zu Musik geschieht nicht so willkürlich, wie man annehmen könnte. Mit der Entscheidung für einen die Musik beschreibenden Begriff (z.B. wogend, weich) und der Konzentration darauf, fokussieren wir unsere Ge-danken. Was empfinden wir beim Hören? Wie können wir das zeichnen? Unsere Hand lässt die Linie tanzen. Mit Rohrfeder, Japanpinsel und Tusche arbeiten wir in kleinen und großen Zeichenbewegungen, mit der gewohnten und der ungewohnten Hand, sehend und blind, linear und flächig und entdecken so ganz eigene Bilder zu Klängen.

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