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52/15: Festung Europa
Wie human ist die europäische Flüchtlings- und Asylpolitik?

Tagung für Schülerinnen und Schüler der SEK II
an der Evangelischen Akademie Loccum vom 7. bis 9. September 2015

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Die Zahl derer, die angesichts der Kriege und Krisen in der Welt über das Mittelmeer nach Europa fliehen, ist ungebrochen hoch. Bei dem Versuch, auf diesem Weg Europa zu erreichen, starben allein im vergangenen Jahr mehr als 3400 Menschen. Das Mittelmeer gilt als eine der gefährlichsten Flüchtlingsrouten der Welt.

Im April dieses Jahres ertranken mehr als 800 Flüchtlinge vor der Küste Libyens auf der Flucht nach Europa. Wie auch schon im Herbst 2013, als knapp vierhundert Flüchtlinge vor der Insel Lampedusa starben, ist Europa erschüttert angesichts dieser humanitären Katastrophe.

Als Reaktion auf die Unglücke im April beschlossen die EU-Regierungschefs, den Etat der Frontex-Schutzmissionen im Mittelmeer um das Dreifache anzuheben. Darüber hinaus wurde ein entschiedeneres Vorgehen gegen „Schlepper“ vereinbart, wobei noch fraglich ist, ob dies auch militärische Einsätze umfassen soll. Die Europäische Kommission hat Vorschläge für eine Neuverteilung von Flüchtlingen innerhalb Europas erarbeitet, die jedoch bereits jetzt auf Widerstand einzelner EU-Staaten stoßen.

Flüchtlingsorganisationen kritisieren seit langem, dass innerhalb der Europäischen Union die Verantwortung für den Flüchtlingsschutz nicht solidarisch geteilt, sondern der Peripherie dies- und jenseits des Mittelmeers aufgebürdet werde.

Wie kann eine Wende im europäischen Flüchtlingsschutz erreicht und das Massensterben im Mittelmeer beendet werden?

Ziel der Tagung ist es, für die Herausforderungen europäischer Flüchtlings- und Asylpolitik zu sensibilisieren. Im Mittelpunkt stehen dabei die Situation an den östlichen und südlichen Außengrenzen Europas sowie im Mittelmeer und die Begegnung mit jungen Flüchtlingen.

Simone Schad-Smith, Studienleiterin Ev. Akademie Loccum

 

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Montag, 7. September 2015

Begrüßung, Einführung und Kennenlernen
Simone Schad-Smith, Evangelische Akademie Loccum

Europa vor Augen: Zur aktuellen Lage von Flüchtlingen und Asyl suchenden Menschen
Einführungsvortrag
Sebastian Rose, Niedersächsischer Flüchtlingsrat, Hildesheim

Im Schloss. Deutschland für Anfänger
Ausschnitte aus einem Stück über Flucht, Ankommen und Leben in der „Festung Europa“
junges boat people projekt:
Luise Rist, Göttingen, und Jugendliche aus Afghanistan, Syrien und Eritrea

anschließend Gespräch in kleinen Gruppen

Dienstag, 8. September 2015

Europa und Flüchtlinge – Flüchtlinge und Europa
Zwei parallele ganztägige Angebote zur Vertiefung des Tagungsthemas:

AG 1: Europäische Flüchtlings- und Asylpolitik
Ein Planspiel über Lastenteilung innerhalb der EU, Rücknahmeabkommen und Drittstaatenregelungen
Helen Böhmler und Alexander Kuschel, Planpolitik, Berlin

AG 2: Grenzüberschreitend!
Theater- und Performance-Workshop
mit den Akteur/innen des jungen boat people projekts und Luise Rist, Göttingen

Vorbereitung der Abschlussdiskussion für die Teilnehmenden des Planspiels sowie der Präsentation für die Teilnehmenden des Workshops mit dem jungen boat people projekt

„Ich war ein Fremder und ihr habt mich aufgenommen …“
Abendandacht  in der Kapelle der Akademie
Pastorin Gabriele Arndt-Sandrock, Evangelische Akademie Loccum

Mittwoch, 9. September 2015

Präsentation des „erweiterten“ jungen boat people projekts

Anschließend: Vorbereitung der Abschlussdiskussion in kleinen Gruppen

Seenotrettung oder Abwehr?
Welche Verantwortung hat Europa für den Flüchtlingsschutz?
Von den Teilnehmenden vorbereitete Abschlussdiskussion mit
Nevroz Duman, Jungendliche ohne Grenzen, Hanau
Philipp Meyer, Superintendent des Kirchenkreises Hameln-Pyrmont
Yorck Wurms, Vertretung des Landes Niedersachsens bei der Europäischen Union, Brüssel

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