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Programm > Tagungsarchiv > Jugend - Bildung - Erziehung

68/15: Mathematik in den MINT-Studiengängen
im norddeutschen Raum

Herausforderungen und Lösungsansätze am Übergang von der Schule zur Hochschule

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum am 20. und 21. November 2015

Pfeil nach rechts Tagungsdokumentation: Loccumer Protokoll Nr. 68/15

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Mathematik ist ein Schlüssel zu MINT-Studien­gängen. An diesem Schlüssel mit engagierten Kräften aus Schule und Hochschule zu arbeiten ist dringend geboten. Die Studienabbrecherquoten in diesen Fächern im norddeutschen Raum wie in ganz Deutschland sind relativ hoch. Es gilt, Gründe dafür zu untersuchen. Denn der Bedarf an erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen seitens des Arbeitsmarktes nimmt zu. So wird die gemeinsame Arbeit an einer verbesserten Situation im Fach Mathematik zum Politikum.

Dieses Politikum kann nur durch eine verstärkte Koordinierung aller beteiligten Bildungsträger und Bildungsbeteiligten erfolgreich bearbeitet werden.

Bezogen auf das Fach Mathematik sind folgende Fragen zentral: Wie sieht die Landschaft der mathematischen Kenntnisse in den unterschiedlichen MINT-Studiengängen aus? Was weiß man über diese Kenntnisse und die Ur­sachen ihrer Defizite? Wann und wo etablieren sich Probleme in der Bildungskette vom Elementarunterricht bis zur Hochschule im Fach Mathematik? Was steigert und was verhindert ein Interesse am Fach Mathematik? Wie ist es um die Fortbildung der Lehrkräfte an Schulen und Hochschulen bestellt? Wie kann besser koordiniert werden, über welche Kenntnisse bei Studienbeginn verfügt werden muss? Welche Lösungsansätze gibt es bei der Erarbeitung koordinierte Curricula und Bewältigung der Kenntnisde­fizite? Wie kann die bereits gut ausgebaute Lernforschung und die Arbeit an mathematischen Fachdidaktiken die Unterrichtsstrategien an Schulen und Hochschulen effizient unterstützen? Und wie können die Koordinierungs­aufgaben angegangen und von den beteiligten Administrationen wirkungsvoll begleitet werden?

Mit den in Schule und Hochschule engagierten Kräften und Aus- und Fortbildungsinstitutionen sollen während der Tagung gemeinsam Perspektiven für wirkungsvolle Verbes­serungen der Situation entwickelt und Gelegenheit gegeben werden, sich zielgerichtet zu koordinieren.

Dr. Stephan Schaede, Akademiedirektor

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Freitag, 20. November 2015

Begrüßung und Eröffnung
Dr. Stephan Schaede,  Akademiedirektor

Studienabbrüche in den MINT-Studiengängen Überlegungen zum Mathematiknotstand, seinen Ursachen und seinen Auswirkungen im Deutschen Hochschulraum
Dr. Ulrich Heublein, Stv. Abteilungsleiter Studierendenforschung, DZHW Hannover

Welche Probleme tun sich an den Hochschulen auf?

Studienangebote zu Beginn am Beispiel der Hochschule Emden/Leer
Welche Start-Hilfen erhalten Studierende
Erfahrungen mit Vorkursen und Frühindikatoren für den Studienverlauf
Prof. Dr.-Ing. Dirk Rabe, Abteilung Elektrotechnik und Informatik, Projektleiter BEST4HEL (Qualitätspakt Lehre) Hochschule Emden/ Leer

Die radikale Reduzierung der mathematischen Grundlagenlehre vor dem Abitur und die daraus resultierenden Folgen für die Ingenieurausbildung an den Universitäten
Prof. Dr.-Ing. Bernd Meinerzhagen, Institut für Elektronische Bauelemente und Schaltungstechnik, Technische Universität Braunschweig

Knackpunkt Elementarmathematik –
Ohne Vorkurse geht nichts mehr
Dr. Astrid Reifegerste, Fakultät für Mathematik,
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Standards an den Schulen und in der Hochschuldidaktik

Mathematik in zentralen Prüfungen: Bildungsstandards und Kerncurricula; Umsetzung und Aufgabenbeispiele
StD Ulf-Hermann Krüger, Fachberater Mathematik, Gymnasium Syke

Universitäre Mathematiklehrerbildung
Erfahrungen, Perspektiven, Reflexionen
Dr. Martin Rathgeb, Mathematikdidaktiker (RS/GS), Departement Mathematik, Universität Siegen

Wege und Holzwege der Mathematikdidaktik für Absolvierende der MINT-Studiengänge an den Hochschulen
Prof. Dr. Peter Riegler, Fakultät Informatik, Ostfalia-Hochschule für angewandte Wissenschaften, Wolfenbüttel

Grenzen und Möglichkeiten der Administrationen

Mathematik – Schlüssel zu MINT-Studiengängen
Welche (politischen) Rahmenbedingungen sind für eine Verbesserung der Mathematikkenntnisse von Relevanz?
Gudrun Koeppen-Castrop, Niedersächsisches Kultusministerium, Hannover

MR Christof Schiene, RL Hochschulentwicklung, Qualitätssicherung, Lehrerbildung Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Hannover

Hilfestellungen der berufsbezogenen Anwender

Wie sich der VDI für eine Mathematikkultur engagiert Einblicke in die Aktivitäten einer „abnehmenden“ Institution
Prof. Dr.-Ing. Birgit Glasmacher, Institut für Mehrphasenprozesse, Fakultät für Maschinenbau, Leibniz-Universität, Hannover/ VDI BV Hannover & VDI Vorsitzende LV  Niedersachsen

Samstag, 21. November 2015

Wo geht’s schief und wie geht’s besser?
Wie kann die Fortbildung von Lehrkräften
im Fach Mathematik auf die Problemlagen in den MINT-Studiengängen (noch besser) reagieren?
Prof. Dr. Regina Bruder, Fachbereich Mathematik, Technische Universität Darmstadt

Zugänge zur Mathematik neu justieren

Welche lernpsychologischen  Hintergründe sind bei der Ausgestaltung der mathematischen Ausbildung auf den verschiedenen Ebenen zu beachten?
Prof. Dr. Lutz Jäncke, Zentrum für Neurowissen-schaften der Universität Zürich

Nicht nur Schlüsseltechnologie
Mathematik und Bildung aus philosophischer und wissenschaftshistorischer Perspektive
Prof. Dr. Gregor Nickel, Department Mathematik, Universität Siegen

Kooperationen und Übergänge zwischen Schule und Hochschule gestalten

Mindestforderungskataloge aufstellen und Fachdidaktiken arrangieren
Einblicke in gelingende Vernetzungen
von Schulen und Hochschulen
Prof. Dr. Klaus Dürrschnabel, Arbeitsgruppe cosh-Cooperation Schule : Hochschule, Karlsruhe

StD Dr. Thomas Weber, Fachberater Mathematik am Regierungspräsidium Karlsruhe

Abiturstandards und Mindestanforderungen
Das Spannungsfeld im Übergang Schule-Hochschule
Prof. Dr. Volker Bach,  TU Braunschweig, gemeinsame Kommission Übergang Schule-Hochschule der DMV, GDM und MNU, Präsident der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, inhaltliche Leitung des online-Brückenkurses OMB+

Was nehme ich mir vor?
Perspektiven koordinierter Absprachen zwischen den an der Tagung beteiligten Institutionen und Personen

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