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79/16: Unvermeidliche Königsdisziplinen?
Zur forschungspolitischen Relevanz des Selbstverständnisses von Geistes- und Sozialwissenschaften im norddeutschen Raum

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 3. bis 4. Dezember 2016

Pfeil nach rechts Tagungsdokumentation: Loccumer Protokoll Nr. 79/16

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Die geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung in Deutschland hat hohe Reputation. Zum Verständnis der sich beschleunigenden Moderne ist sie unverzichtbar. De facto aber stehen, provoziert durch die hochschulpolitischen Exzellenzstrategien, die entsprechenden Disziplinen national wie international in starker Konkurrenz zu den anderen Wissenschaften – insbesondere im Blick auf Fördermittel und -linien.

Zurzeit fallen erneut wichtige Entscheidungen über die Fortschreibung der Exzellenzinitiative. Das gibt Anlass, angesichts der Ausrichtung immer wieder neu aufzulegender Förderlinien des Bundes, der Länder und großer Stiftungen, die Debatte um ein überzeugendes (Selbst-) Verständnis dieser Wissenschaften zu führen. Denn dieses Verständnis hat entscheidende Auswirkungen auf Rahmenbedingungen, Förderpolitik und Forschungsambitionen der Forschenden selbst.

Kundige Beobachter behaupten, dieses Selbstverständnis der Geistes- und Sozialwissenschaften oszilliere zwischen einer Neigung zu Verzagtheit und  Übernahmeängsten und Hochmut und Unentbehrlichkeitsgefühlen. Welche Züge sollte ein zukunftsträchtiges (Selbst-)Verständnis der geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschung tragen, und wie können die Züge eines solchen (Selbst-)Verständnisses hochschulpolitisch, förderpolitisch und im forschenden Vollzug angemessen implementiert werden?

Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung, Hannover
Dr. Stephan Schaede, Akademiedirektor, Ev. Akademie Loccum

 

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Samstag, 3. Dezember 2016

Begrüßung und Einführung in die Tagung
Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär VolkswagenStiftung
Dr. Stephan Schaede, Akademiedirektor

Geisteswissenschaftliche Großprojekte?
Wie eine Geisteswissenschaftlerin die Forschungsförderung auf Bundesebene erlebt
Prof. Dr. Julika Griem, Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Institut für England- & Amerikastudien, Goethe-Universität Frankfurt, Frankfurt/Bonn

Die Relevanz der geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschung. Zielsetzungen der Länder
Eingangsstatements:
Gabriele Heinen-Kljajic, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Hannover
Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz, Bremen
Katharina Fegebank, Senatorin in der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, Hamburg
Prof. Dr. Armin Willingmann, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt

Die Relevanz der Geistes- und Sozialwissenschaften für das universitäre Gesamtgefüge
Eingangsstatements aus der Sicht von Hochschulleitungen:

Interdisziplinäre Verbünde schmieden im Kontext einer Landeshauptstadt
Prof. Dr. jur. Volker Epping, Präsident der Leibniz-Universität Hannover

Geisteswissenschaften im Windschatten von Leuchttürmen der Mobilitätsforschung
Prof. Dr. Jürgen Hesselbach, Präsident der Technischen Universität Braunschweig

Geisteswissenschaftliche Forschung von internationalem Rang im Hanseformat
Prof. Dr. Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg

Aufklärung Religion Wissen. Gesellschaft und Kultur in Bewegung
Prof. Dr. Udo Sträter, Rektor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Geisteswissenschaften im Kontext einer etablierten Volluniversität
Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne, Vizepräsidentin für Internationales, Georg-August-Universität, Göttingen

Selbstverständnis und Forschungsexzellenz
Eingangsstatements:

Interdisziplinäre Forschungspfade in internationalen und nationalen Verbundprojekten
Prof. Dr. Hans-Michael Heinig, Juristische Fakultät, Universität Göttingen

Vom Reiz der Forschungsrarität. Selbstverständnis kleiner geisteswissenschaftlicher Fächer
Prof. Dr. Hedwig Röckelein, Leiterin des Diplomatischen Apparates, Sprecherin des Forums für interdisziplinäre Religionsforschung, Göttingen

Von der Leistungskraft einer wissenschaftlichen Großinstitution
Prof. Dr. Günther Schlee, Direktor des Max-Planck-Instituts für ethnologische Forschungen, Halle

„Weiterdenken“ – Eine Initiative der Universität zu Lübeck für Studierende der Medizin, Lebenswissenschaften und MINT-Fächer
Prof. Dr. Cornelius Borck, Lehrstuhl für Geschichte der Medizin, Lübeck

Excellence does not cluster.
Die Sicht der geisteswissenschaftlichen Fakultäten
Prof. Dr. Michael Sommer, Vorstand des Philosophischen Fakultätentags

Sonntag, 4. Dezember 2016

Geisteswissenschaftliche Langzeitvorhaben
Fluch und Segen der Digitalisierung?
Prof. Dr. Thomas Kaufmann, Georg-August-Universität Göttingen

Geistes- und sozialwissenschaftliche Spitzenforschung im Spiegel großer Stiftungen

Die Sicht der Stiftungen:
Dr. Thomas Kempf, Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung, Essen
Dr. Frank Suder, Direktor der Fritz Thyssen Stiftung, Köln
Dr. Wolfgang Rohe, Geschäftsführer und Leitung Ressort Wissenschaft, Stiftung Mercator, Köln

Welchem Selbstverständnis soll die zukunftsträchtige geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung im norddeutschen Raum folgen?
Versuch einer Synthese ...

... aus der Sicht der Forschung:
Prof. Dr. Stephan Leibfried, Forschungsprofessur für politische Soziologie mit Schwerpunkt Politikfeldanalyse und Sozialpolitik an der Universität Bremen

... aus der Sicht der Hochschulleitung:
Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Georg-August-Universität Göttingen

... aus der Sicht einer Bundesinstitution:
Prof. Dr. Julika Griem, Vizepräsidentin der DFG

... aus der Sicht einer Stiftung:
Dr. Wilhelm Krull, VolkswagenStiftung

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