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1826: Erzählte Welt
Sinnstiftung in Zeiten kultureller und politischer Umbrüche

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 2. bis 4. Mai 2018

In Kooperation mit Alpen-Adria Universität

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Technische und gesellschaftliche Entwicklungen verändern die Art und Weise, wie alltagssprachlich in den unterschiedlichsten Kontexten und Medien erzählt wird. Auf der Tagung wird erörtert, wie diese Beobachtung in den verschiedenen akademischen Disziplinen, die sich mit dem Erzählen beschäftigen, aufgegriffen wird. Hierbei stehen neben der Medienwissenschaft u.a. Psychologie, Psychotherapie, Arbeitssoziologie, Sozialpsychologie und Literaturwissenschaft im Fokus. Auf der Tagung wird darüber nachgedacht, auf welche Weise die interdisziplinäre Erzählforschung zum Verständnis und zur Bearbeitung gesellschaftlich-politischer Umbrüche beitragen kann.

Erzählen – das ist ein menschliches Grundbedürfnis. Es ermöglicht Erkenntnis, Orientierung und Bewertung. Erzählungen stiften Sinn in einer komplexen Welt. Diese Welt ist derzeit in einem besonders dynamischen Wandel begriffen – und mit ihr die Art und Weise, wie erzählt wird.

Die Digitalisierung und das Internet haben großen Einfluss auf die Formen und Inhalte des Erzählens. Erzählt wird heute über politische und kulturelle Grenzen hinweg. Im Internet ist potenziell jede und jeder in der Lage, sich mitzuteilen. Welche Geschichten erzählen Netzakteure und Menschen, die mit und über die Neuen Medien kommunizieren?

Wir leben aber nicht nur in einer Zeit rasanter technischer Entwicklung, sondern auch in politisch bewegten Zeiten. Die zahlreichen globalen Konflikte und Kriege führen zu Migrationsbewegungen, die zum Gegenstand von Erzählungen und Narrativen werden. Welche Erzählungen werden politisch bedeutsam, und auf welche Weise geschieht das?

Sie sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen!

Dr. Albert Drews, Tagungsleiter, Ev. Akademie Loccum
Prof. DDr. Christina Schachtner, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

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Begrüßung und Einführung
Dr. Albert Drews, Ev. Akademie Loccum
Prof. DDr. Christina Schachtner, Alpen-Adria Universität Klagenfurt

Die Relevanz der Erzählforschung als interdisziplinär anschlussfähiges kulturwissenschaftliches Paradigma
Prof. Dr. Vera Nünning, Anglistisches Seminar, Universität Heidelberg

Narrative Zeitsignaturen. Erzählen im Zeitalter des Internets
Prof. DDr. Christina Schachtner, Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaften,
Alpen-Adria Universität Klagenfurt

Ein neues gesellschaftliches Interesse am Erzählen?
Wie narrative Wirklichkeitsentwürfe gesellschaftlich wirksam werden – erleben wir eine Konjunktur der Geschichts-, Erinnerungs- und Identitätspolitik?

aus politikwissenschaftlicher Sicht:
Prof. Dr. Wolfgang Bergem, Seminar für Sozialwissenschaften, Universität Siegen

aus kulturwissenschaftlicher Sicht:
Prof. Dr. Dr. h.c. Ansgar Nünning, Direktor, International Graduate Centre for the Study of Culture, Universität Gießen

Donnerstag, 3. Mai 2018

Erzählen interdisziplinär
Ein Blick auf unterschiedliche Felder der Erzählforschung

Erzählen am Arbeitsplatz – nur Klatsch und Tratsch?
Prof. Dr. Fritz Böhle, Professor für Sozioökonomie der Arbeits- und Berufswelt, Universität Augsburg

Die narrative Formung des Selbst als Selbsterkenntnis und Selbsttäuschung
Prof. Dr. Jürgen Straub, Professor für Sozialtheorie und Sozialpsychologie, Ruhr-Universität Bochum

Das Unsagbare erzählen? Arbeit mit traumatisierten Opfern globaler kriegerischer Konflikte
PD Dr. Maggie Schauer, Direktorin Kompetenzzentrum Psychotraumatologie, Universität Konstanz

Räume des Erzählens
Mit Erzählungen in unterschiedlichen Kontexten arbeiten
Durchgang 1 (3 parallele Gruppen):

1. Beim Erzählen erfinden wir uns selbst. Biografiearbeit in Erwachsenen- und Persönlichkeitsbildung
Sabine Sautter, Erwachsenenbildnerin / Lehrtrainerin für Biografiearbeit, Pähl

2. Erzählen in therapeutischen Räumen
PD Dr. Maggie Schauer, Konstanz

3. Digitale Spielräume als Erzählräume
Felix Schniz M.A., Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

Durchgang 2 (3 parallele Gruppen):

1. Erzählen am Arbeitsplatz/im Unternehmen
Prof. Dr. Fritz Böhle, Universität Augsburg

2. Der Erzählsalon als Raum politischer Ermächtigung
Katrin Rohnstock, Rohnstock Biografien, Berlin
Moderation: Nepomuk Rohnstock

3. Gruppe nach Bedarf

Möglichkeit zur Teilnahme an der Ausstellungseröffnung
"Quotation and Creation" auf der Galerie mit
Anne Karweck, Künstlerin, Tostedt

Freitag, 4. Mai 2018

Clash of Narratives?
Erzählen in Zeiten biografischer Umbrüche, von Flucht und Migration und politischer Krisen
Katrin Rohnstock, Rohnstock Biografien, Berlin
Dr. Dominik Schreiber, Kommunales Integrationszentrum der Stadt Hagen
Prof. Dr. Katharina Rennhak, Geschäftsführende Direktorin, Zentrum für Erzählforschung, Bergische Universität Wuppertal

Abschlussdiskussion mit den Referierenden
und Teilnehmenden

 

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