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1828: Krisenregion Westbalkan
Wie kann sich Europa stärker engagieren?

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 14. bis 16. Mai 2018

In Kooperation mit Südosteuropa-Gesellschaft

Pfeil nach rechts Program in English (pdf) >


In der Zeitschrift SÜDOSTEUROPA Mitteilungen 03/2018 wurden publiziert:
ein Vortrag aus der Tagung und ein Tagungsbericht;
beide finden Sie hier:

Adis Merdžanović,
Eine nachhaltige europäische Integrationspolitik für den Westbalkan?
Fünf gängige Annahmen auf dem Prüfstand
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Theresia Töglhofer,
Krisenregion Westbalkan: Wie kann sich Europa stärker engagieren?
Bericht über die Tagung
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Wie kann Europa die Krisenregion Westbalkan stabilisieren, eine umfassende Demokratisierung vorantreiben und reformorientierte Kräfte stärken? Die internationale Tagung mit Expertinnen und Experten aus den Westbalkan-Ländern und der EU nimmt diese zentrale Frage in den Fokus. Im Detail werden folgende Aspekte beleuchtet:

• die großen historischen Linien und politischen Trends, die den Westbalkan bis heute prägen,

• die vielschichtigen Problemlagen der dortigen Staaten und

• die zentralen Handlungsfelder für eine zukünftige europäische Westbalkan-Politik.

Jahrelang haben die EU und ihre Mitgliedsstaaten Albanien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Mazedonien, Montenegro und dem Kosovo wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Das ändert sich gerade. Die im Februar 2018 vorgestellte neue EU-Strategie für den Westbalkan läutet eine neue Erweiterungsrunde ein und benennt das Jahr 2025 als frühestmöglichen Zeitpunkt, zu dem Serbien und Montenegro – als die beiden ersten Beitrittskandidaten der Region – Mitglieder der EU-Familie werden könnten.

Europas wiedererwachtes Interesse an seiner unmittelbaren Nachbarschaft kommt nicht von ungefähr. Seit einigen Jahren finden auf dem Westbalkan vermehrt besorgniserregende Entwicklungen statt: Demokratisierungsprozesse sind rückläufig, autoritäre Formen des Regierens verfestigen sich, ethnisch-nationalistische Spannungen bestehen fort. Die angespannte ökonomische Lage ist vor diesem Hin­tergrund gefährlicher Nährboden für das Wiederaufflammen extremistischer Trends. Das verstärkte Interesse externer Mächte – wie das Russlands oder der Türkei – an dieser Region verkompliziert die Situation zusätzlich.

Diskutieren Sie mit. Sie sind herzlich dazu eingeladen.

Dr. Thomas Müller-Färber, Tagungsleitung, Ev. Akademie Loccum

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Montag, 14. Mai 2018

Begrüßung
Dr. Thomas Müller-Färber, Evangelische Akademie Loccum
Tobias Flessenkemper, Mitglied des Präsidiums, Südosteuropa-Gesellschaft, Nizza/Köln

Der Westbalkan – damals und heute
Welche großen historischen Linien und politischen Trends prägen die Region?
Dr. Konrad Clewing, Arbeitsbereich Geschichte, Leibniz-Institut für Ost- und Südost-Europaforschung (IOS), Regensburg (angefragt)
Dr. Vedran Dzihic, Österreichisches Institut für Internationale Politik, Wien

Exkurs 1: Die neue EU-Strategie zum Westbalkan
Was wird gesagt – und was bleibt unerwähnt?
Dr. Natasha Wunsch, ETH Zürich

Problemgeflecht Westbalkan:
Mit welchen gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen ist der Westbalkan konfrontiert?
Neuer und alter Extremismus
Dr. Sladjana Lazic, Centre for Peace Studies, The Arctic University of Norway, Tromsø
Sozioökonomische Risiken
Dr. Matteo Bonomi, DOC Research Institute, Berlin
Der Einfluss externer Mächte (Russland, Türkei, etc.)
Dr. Igor Novaković, International and Security Affairs Centre (ISAC), Belgrad
Organisierte Kriminalität auf dem Westbalkan
Srecko Latal, Balkan Investigative Reporting Network (BIRN), Sarajevo
Moderation: Tobias Flessenkemper, Centre International de Formation Européenne (CIFE) und Universität zu Köln, Nizza/Köln

Abendgespräch:
10 Jahre Republik Kosovo – Errungenschaften, Herausforderungen und Perspektiven im europäischen Kontext
Ulrike Lunacek, Vize-Präsidentin des Europaparlaments a.D. und ehem. EU-Berichterstatterin für den Kosovo, Wien

 

Dienstag, 15. Mai 2018

Zentrale Handlungsfelder für eine zukünftige europäische Westbalkan-Politik
Wie können Vergangenheitsbewältigung, Demokratieförderung und interregionale Kooperation verbessert und gestärkt werden?

Handlungsfeld I:
Demokratieförderung und „gute Regierungsführung“
Dr. Srdjan Cvijić, Open Society European Policy Institute, Brüssel
Bojan Elek, Belgrade Centre for Security Policy, Belgrad
Ariana Qosaj-Mustafa, Kosovar Institute for Policy Research and Development (KIPRED), Pristina

Exkurs 2: Der „Mazedonien Effekt“
Politischer Wandel durch die Zivilgesellschaft als Vorbild für die Region?
Marko Trosanovski, Institute for Democracy ‘Societas Civilis’ (IDSCS), Skopje

Exkurs 3: Deutschlands Rolle auf dem Westbalkan
Dr. Theresia Töglhofer, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), Berlin

Handlungsfeld II:
Regionale Kooperation und Verbesserung der nachbarschaftlichen Beziehungen
Dr. Marika Djolai, Balkans in Europe Policy Advisory Group, Sussex
Ðuro Blanuša, Regional Youth Cooperation Office (RYCO), Tirana
Dr. Corina Stratulat, European Policy Centre (EPC), Brüssel

Handlungsfeld III:
Vergangenheitsbewältigung und „Transitional Justice“
Gesa Bent, Ziviler Friedensdienst, KURVE Wustrow, Wustrow
Dr. Carla Schraml, Center fpr Integrative Mediation, Berlin
Prof. Dr. Zarije Seizović, Professor für Politikwissenschaft und Völkerrecht, Universität Sarajevo

Exkurs 4: Vertrauensbildung und Versöhnung durch inter-religiösen Dialog?
Imam Vahidin Omanović, Center for Peacebuilding in Bosnia-Herzegovina, Sanski Most

Was treibt uns um, wenn wir an den Westbalkan denken?
Austausch in offenen Diskussionszirkeln:

Zirkel 1: Kooperation und Konflikt:
Bilaterale Dispute, extremistische Tendenzen und die Chance auf regionale Kooperation und zivile Konfliktbearbeitung

Zirkel 2: Europa und die Region:
Die Beziehungen zwischen Europa und dem Westbalkan und der EU Beitrittsprozess

Zirkel 3: Gesellschaft und Politik:
Trends autoritärer Regierungsführung, die sozio-ökonomische Situation und die Chance der liberalen Demokratie

Zirkel 4: Offenes Thema

Mittwoch, 16. Mai 2018

Abschlussdiskussion: Wie weiter mit dem Westbalkan?
Einleitende Kommentaren aus der Perspektive …
… der akademischen Welt
Dr. Adis Merdzanovic, South East European Studies at Oxford University (SEESOX), Oxford
… der Welt der Politik
Dr. Dennis Gratz, Rechtsanwalt, Vorsitzender der Partei "Naša Stranka" und Mitglied im Parlament der Föderation Bosnien Herzegowina, Sarajevo
…der Medienwelt
Rüdiger Rossig, Leiter, Westbalkan Programm, Deutsche Welle, Bonn (angefragt)


Englisch-Deutsche Übersetzung während der gesamten Tagung

 

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