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19/99: Islam in Deutschland
Eine Religion sucht ihre Einbürgerung
Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 28. bis 30. Mai 1999
Gefördert durch das EU-Programm "A Soul for Europe"
Tagungsdokumentation: Loccumer Protokoll Nr. 19/99
Hat der Islam in Deutschland wirklich Gastrecht oder gar ein Zuhause gefunden? Wie machen Muslime von diesem Gastrecht Gebrauch? Ist ihr Hiersein Bedrohung oder Bereicherung unserer Kultur? Führt der Versuch, dem Islam in Deutschland ein Zuhause zu bereiten, zu einer Bedrohung der religiösen und auch nationalen Identität der in Deutschland lebenden Muslime?
Diesen Fragen soll mit einem Schwerpunkt auf den verschiedenen Ausprägungen des türkischen Islam nachgegangen werden. Es soll diskutiert werden:
Sybille Fritsch-Oppermann, Evangelische Akademie Loccum, Tagungsleiterin
Freitag, 28. Mai 1999
Eröffnung und Begrüßung
Sybille Fritsch-Oppermann, Evangelische Akademie Loccum
Islam - eine Bestandsaufnahme in Deutschland
Dr. Gerdien Jonker, Zentrum Moderner Orient, Berlin
Dr. Bekir Alboga, Institut für deutsch-türkische Integrationsforschung, Mannheim
Kommentar
Frau Hamideh Mohaghegi, Islamische Gemeinde Wunstorf/Iran
Türkischer Islam: Zuhause oder geduldet?
Dr. Michael Bommes, Universität Osnabrück
Eberhard Seidel-Pielen, Redaktion "Die Tageszeitung", Berlin
Necati Mert, Die Brücke, Saarbrücken
Dr. Friedrich Mielke, Deutsch-Türkische Stiftung, Hamburg
Frau Aydan Özoguz, Körber-Stiftung, Hamburg
Dr. Dursan Tan, FB Sozialpädagogik, Fachhochschule Hildesheim
Samstag, 29. Mai 1999
Muslimische und türkische Kultur in Deutschland - Bereicherung oder Bedrohung?
Der muslimische Gebetsruf
Dr. Ralf Geisler, Arbeitsstelle für Religionen und Weltanschauungsfragen der Ev.-Luth. Landeskirche Hannovers
Frauen
Miyesser Ilden, Zentrum für islamische Frauenforschung und Frauenförderung (ZIF), Köln
Jugend
Arzu Altug, Referat für interkulturelle Angelegenheiten der Landeshauptstadt Hannover
Kommentar:
Dr. Recai Dogan, Ankara Üniversitesi Ilayihat Fakültesi
Kontextualisierung des Islam: Bedrohung nationaler und religiöser Identität?
Dr. V. Krech, FEST Heidelberg, im Gespräch mit:
Prof. Dr. Faruk Sen, Zentrum für Türkeistudien, Bonn
Frau Doc. Dr. Mualla Selcuk, Ankara Üniversitesi Ilahiyat
Arbeitsgruppen
AG 1: Türken und Deutsche: Einwanderungspolitik
Dr. Heiner Bielefeldt, Universität Bielefeld
Dr. Elcin Kürsat-Ahlers, Institut für Soziologie, Universität Hannover
AG 2: Innertürkische Beziehungen
Prof. Dr. Hakki Keskin, Türkische Gemeinde Deutschland, Hamburg
Mehmet Erbakan, Generalsekretär der "Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs e.V.", Köln
Dr. Aydin Sayilan, Föderation der Volksvereine türkischer Sozialdemokraten e.V. Duisburg (HDF)
AG 3: Innerislamische Beziehungen - Rechtsprechung und Verfassung
Adam Alibalic, Wedel (Bosnien),
W.-D. Aries, Gütersloh
Nadeem Elyas, Vorsitzender des "Zentralrates der Muslime in Deutschland", Köln/Aachen
Prof. Janbernd Oebecke (Verwaltungs und Staatsrecht), Universität Münster
AG 4: Zwischen politischem Kalkül und religiöser Identität - Türken und Türkischer Islam in Deutschland
Prof. Udo Steinbach, Deutsches Orientinstitut, Hamburg
Rabeya Müller, Institut für Internationale Pädagogik und Didaktik (IPD), Köln
Ali Kilic, Föderation der Aleviten Gemeinden in Europa, Köln
Rückwirkungen auf die Herkunftsländer
Die rechtlichen Beziehungen und der Beitritt der Türkei zur EU
Klaus Offermann, (Verfassungsrecht) Europäisches Parlament, Generaldirektion Wissenschaft, Luxemburg
S.E. Tugay Ulucevik, Botschafter der Republik Türkei in der BRD, Bonn
Prof. Rona Aybay, Istanbul
Kurt Scharf, Goethe-Institut, Istanbul
Konzert "Dünya Müzigi" mit Roland Prakken
Sonntag, 30. Mai 1999
Staatsbürger zweiter Ordnung?
Was müssen Politik und Gesellschaft tun, damit sich in Deutschland ein kontextueller (europäischer) Islam bilden kann?
Otto Schily, MdB, Bundesminister des Innern, Bonn
Zu Gast in Loccum
Cem Özdemir, MdB, Innenpolitischer Sprecher der Fraktion von Bündnis 90/ Die Grünen, Bonn
Die Zukunft: Lebensbedingungen der zweiten und dritten Generation im Einwanderungsland Deutschland
Haluk Kaya, Konfliktberater, Ausländerbeauftragter beim Polizeipräsidium Frankfurt am Main
Claudia Martini, Arbeitsstab der Beauftragten der Bundesregierung für Ausländerfragen, Bonn
befragt von: Prof. Udo Steinbach, Deutsches Orientinstitut, Hamburg