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01/12: Brain Days - Gehirn für alle
Denken, Lernen, Fühlen aus Sicht der Neuwowissenschaften
Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 20. bis 21. Januar 2012
in Kooperation mitt Neuroscience for you, Institut für Wissenstransfer aus den Neurowissenschaften, Schkeuditz
Das Themenspektrum umfasst die Bereiche Sprache, Lernen und Gedächtnis, Emotionen, Bewegung, Musik und Kreativität. Pädagogen, Musiker, Vertreter sozialer Berufe, Eltern, Lernende und alle, die mehr über die Funktionsweise ihres Gehirns erfahren möchten, können von diesem Wissen für ihre Tätigkeit profitieren. Sie finden in den Vorträgen und im Gespräch mit den Experten Antworten auf ihre Fragen.
Dr. Manuela Macedonia, Institut für Wissenstransfer aus den Neurowissenschaften
Dr. habil. Monika C. M. Müller, Evangelische Akademie Loccum, Tagungsleiterin
Dr. Stephan Schaede, Akademiedirektor
Begrüßung
Dr. Monika C. M. Müller, Ev. Akademie Loccum
Gehirn für Laien: Das Märchen von der rechten und der linken Gehirnhälfte
Dr. Manuela Macedonia, Institut für Wissenstransfer aus den Neurowissenschaften
Lernen braucht Pausen -
Gang zum Kloster Möglichkeit zur Teilnahme an der Hora (Kapitelsaal)
Workshops
A1: Gehirn und Emotionen:
Schmetterlinge im Bauch und welche Rolle spielt das Gehirn?
Dr. Stefanie Höhl
A2. Gehirn und Kreativität:
Jeder Mensch ein Erfinder oder Komponist?
Dr. Tom Fritz
Workshops
B1: Gehirn und Musik:
Aktivierung und Veränderung des Gehirns durch Hören und Musizieren
Dr. Tom Fritz
B2 : Gehirn und Bewegung:
Wozu es dient, uns und unser Gehirn „auf Trab“ zu halten
Dr. Manuela Macedonia
Spiegelneuronen: Das Tor zum Lernen
Dr. Stefanie Höhl
Sprachentwicklung in den ersten Lebensjahren
Dr. Stefanie Höhl
Die Referentinnen und Referenten:
Dr. Tom Fritz: Max Planck Institut (MPI) für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig. Herr Fritz studierte Chemie in Karlsruhe und anschließend Biologie in Darmstadt. In seinen Forschungen bedient er sich der Musik, um Emotionen zu untersuchen.
Dr. Stefanie Höhl,:AG Entwicklungspsychologie und Biologische Psychologie, Universität Heidelberg. Frau Höhl studierte in Heidelberg und promovierte am Max-Planck Institut in Leipzig. Sie erforschte die Verarbeitung emotionaler Gesichtsausdrücke im Gehirn von Säuglingen und wie diese ihre Aufmerksamkeit beeinflussen.
Dr. Manuela Macedonia: Initiatorin und Leiterin von Neuroscience for you. Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften Leipzig, Forschungsgruppe Neu-ronale Mechanismen zwischenmenschlicher Kommunikation. Frau Macedonia studierte in Turin und Salzburg. In den Bereichen Kognitionspsychologie und angewandter Linguistik untersuchte sie Auswirkungen des sensomotorischen Lernens auf das Gedächtnis junger Erwachsener.
Die Inhalte:
Gehirn für Laien: Aufbau des Gehirns, Verarbeitung und Speicherung von Informationen.
Gehirn für Pädagogen: Einstieg in die Thematik Lernen und Lehren im Lichte neuer neurowissenschaftlicher Forschung. Wie lernen Menschen in unterschiedlichen Altersstufen? Wie können Lehrpersonen auf die Lernprozesse einwirken?
Emotionen: Schmetterlinge im Bauch und weiche Knie oder steckt das Gefühl doch im Herzen? Und welche Rolle spielt das Gehirn bei der Entstehung von Emotionen? Der Vortrag gibt einen Einblick in die Netzwerke von Hirnregionen, die durch ihr Zusammenwirken Emotionen ermöglichen.
Kreativität: ist heute ein Schlagwort in vielen Berufsfeldern. Welche Formen von Kreativität aber gibt es? Kann jeder Mensch kreativ sein? Wie kann Kreativität neurowissenschaftlich erklärt werden?
Musik: Hören und Musizieren aktivieren spezielle Gehirnareale und strukturen. Welche Spuren hinterlässt Musiktraining auf der Gehirnoberfläche? Wie beeinflusst Musikerziehung die Aktivität des Gehirns?
Bewegung: in Maßen reicht aus, um die Gedächtnisleistung zu verbessern, die Entstehung neuer Gehirnzellen zu fördern, das Gehirn vor Alterskrankheiten zu schützen. Wie werden diese Prozesse bewirkt?
Spiegelneuronen: Sie spielen für das Lernen und für As-pekte des sozialen Verhaltens (Empathie) und dessen Störung (Autismus) eine Schlüsselrolle.
Lernen und Vergessen: Wie und warum vergessen wir? Wie kann man das Vergessen verlangsamen und Prozesse des Lernens fördern?
Sprachentwicklung: Menschen wollen von Geburt an interagieren und kommunizieren. Gibt es Meilensteine auf dem Weg zum ersten Satz? Warum lernen die meisten mühelos ihre Muttersprache, während andere Schwierigkeiten haben? Gibt es sensible Phasen?