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14/12: Verhaltensoriginelle Kinder - Notrufe aus den Schulen
Hilfen für Kinder, Pädagogen und das Schulsystem?
Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 12. bis 14. März 2012
Es ist DAS Thema im Lehrerzimmer und in Supervisionsgruppen: Verhaltensauffällige Kinder im Unterricht, ein guter pädagogischer Umgang mit ihnen und der Pädagogen mit sich selber.
Der Berufsverband Deutscher Psychologen schätzt, dass inzwischen 20 bis 25 % der Kinder einer Klasse Verhaltensauffälligkeiten aufweisen, von ihnen sind fünf Prozent behandlungsbedürftig. Diese Kinder fordern die Pädagogen oft in besonderer Weise und erfordern spezifische Maßnahmen.
So entstehen auch gegen die Entwicklung hin zu inklusiven Schulen immer mehr spezielle Schulen für sozial- und verhaltensauffällige Kinder. Sie können jedoch nur den kleinsten Teil der Betroffenen aufnehmen, versorgen und reinte-grieren. Die Hauptlast tragen auch weiterhin allgemein bildende Schulen. Sie müssen enormen gesellschaftlichen Veränderungen entgegenwirken und Schule muss zunehmend mehr sein als ein Lernstandort. Daraus folgt, dass Pädagogen und Schulen deutlich mehr externe Unterstützung brauchen.
Die Tagung soll einen intensiven Erfahrungsaustausch ermöglichen und konkrete Anregungen für die praktische Arbeit vermitteln. Zudem soll geklärt werden, welche Herausforderungen auch mit vorhandenen Ressourcen bewältigt werden können und welche weiter reichende systemische Änderungen erfordern.
Dazu gehören u.a. folgende Diskussionsinhalte:
Dr. Monika C. M. Müller, Tagungsleiterin, Evangelische Akademie Loccum
Begrüßung und Eröffnung
Dr. Monika C. M. Müller, Evangelische Akademie Loccum
Notrufe verhaltensorigineller Kinder und pädagogische Antworten
PD Dr. Ulrike Becker, Schulleiterin, Prignitz-Schule Tempelhof-Schöneberg, Berlin
Was die Schulpsychologie beitragen kann
Bernd Deseniß, Landesbeauftragter Niedersachsen, Berufsverband Deutscher Psychologen (BDP), Sektion Schulpsychologie, Stadthagen
Verhaltensoriginelle Schüler als Herausforderung an die Emotionsarbeit von Lehrkräften
Prof. em. Dr. Bernhard Sieland, Pädagogischer Psychologe, Leuphana-Universität Lüneburg
Dienstag, 13. März 2012
Erste Lösungsansätze, Maßnahmen und nachahmenswerte BeispieleDie Integration verschiedener Professionen Möglichkeiten in einer „ganz normalen“ Schule
Andreas Reichert, Schulleiter, Grundschule Nadelberg, Celle
Auszeitklassen Pause von der „normalen Schule“ für verhaltensauffällige Kinder
Michael Elflein, Föderschullehrer, schulischer Koordinator des Netzwerks für Erziehungshilfe für das Staatliche Schulamt Fulda
Susanne Möller, Dipl.-Sozialarbeiterin, Koordinatorin Jugendhilfe des Netzwerks für Erziehungshilfe für den Landkreis Fulda
WS 1: Eigene Möglichkeiten, Grenzen und Selbstvorsorge: Stressmanagement
Dr. rer. nat. Reingard Seibt, Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden
Dipl.-Psych. Christine Petzke, Dresden
WS 3: Classroom Management: Aspekte eines (fast) störungsfreien Unterrichts
Renate Heyn, Didaktische Leiterin der Kooperativen Gesamtschule Moringen
Rosemarie Köhler, Förderschullehrerin, Lehrbeauftragte an der TU Braunschweig
WS 5: Training emotionaler Kompetenzen für Schulleitungen und Lehrkräfte: Wie können Lehrpersonen professionell mit ihren eigenen Gefühlen und denen ihrer Interaktionspartner umgehen?
Prof. em. Dr. Bernhard Sieland, Pädagogischer Psychologe, Leuphana-Universität Lüneburg
Mittwoch, 14. März 2012
Neue Lösungen oder alte Rezepte zum Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern?
Doris Graf, Staatliche Schulberatungsstelle für
Oberbayern-West, München
Gemeinsame Diskussion mit:
Dr. Thomas Reimers, Schulentwicklungsberatung, Nds. Landesschulbehörde, Braunschweig
Andreas Reichert, Schulleiter, Grundschule Nadelberg, Celle
Rosemarie Köhler, Förderschullehrerin, Lehrbeauftragte an der TU Braunschweig
Bernd Deseniß, Landesbeauftragter Niedersachsen, BDP, Sektion Schulpsychologie, Stadthagen
Moderation: Dr. Monika C. M. Müller, Loccum