Fotocollage
Kontakt | Impressum | Datenschutz | Sitemap | Suchen | Home | 

Das Programm chronologisch > Junge Akademie

51/17: Im nationalen Interesse?
Weltweiter Rüstungshandel und die Rolle Deutschlands

Workshop für Schülerinnen und Schüler der SEK II
an der Evangelischen Akademie Loccum vom 14. bis 15. August 2017

Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Pfeil nach rechts Das Programm als pdf >

| Zum Thema | Programm | Organisatorisches | Anmeldung | Anreise | Tagungsstätte |

Pfeil nach rechts Zum Thema Pfeil nach oben

Waffenexporte in Krisenregionen nehmen weltweit zu. Auch Deutschland ist daran erheblich beteiligt. Die genehmigten Waffenexporte in Deutschland haben sich 2015 mit einem Geschäftsvolumen von 7,86 Milliarden Euro im Vergleich zu 2014 fast verdoppelt. Aufgrund ihrer Intransparenz sind sie stark umstritten.

Kritiker mahnen an, dass deutsche Rüstungsexporte dazu beitragen, Konflikte in der Welt zu verschärfen. Auch führen sie an, dass sich die Rüstungsproduktion in Deutschland ökonomisch längst nicht mehr lohne und nur durch die Exporte am Leben gehalten werde.

Deutschland exportiert vor allem aus strategischen Erwägungen Waffen ins Ausland. Die Bundesregierung ist nach eigener Aussage bestrebt, bei der Ausfuhr von Kriegswaffen und Rüstungsgütern „im nationalen und internationalen Sicherheitsinteresse“ zu handeln. Sie verweist im jährlichen Rüstungsexportbericht auf strenge Kontrollen und Begrenzungen. Wenn der Verdacht bestehe, dass Rüstungsgüter zur Repression oder zu fortdauernden und systematischen Menschenrechtsverletzungen missbraucht werden, werde eine Genehmigung grundsätzlich nicht erteilt.

Ziel dieses Workshops ist es, die Rolle Deutschlands als globaler Waffenexporteur kritisch zu reflektieren. Umstrittene deutsche Waffenlieferungen wie z.B. nach Saudi Arabien oder an kurdische Peschmerga sollen exemplarisch analysiert werden.

Welches Wissen über die politische Situation, die Menschenrechtslage und den militärischen Sektor eines Empfängerlandes ist für die Beurteilung von Waffenexporten jenseits ökonomischer Interessen zwingend zu berücksichtigen? Wo tragen Waffenlieferungen zu einer Verschärfung von Konflikten bei und verfehlen das Ziel, Frieden zu festigen? Wie positioniert sich die deutsche Politik kurz vor der Bundestagswahl 2017?

Ihr seid herzlich eingeladen!

Simone Schad-Smith, Studienleiterin Ev. Akademie Loccum
Jerry Sommer, Düsseldorf
Dr. Stephan Schaede, Direktor Ev. Akademie Loccum

Pfeil nach rechts Das Programm Pfeil nach oben

Montag, 14. August 2017
10:00 Uhr Anreise, Stehkaffee
10:15 Uhr Begrüßung, Kennenlernen und Einstieg ins Tagungsthema
10:45 Uhr Internationaler Rüstungshandel – ein wachsender Markt
Wie hat sich der Waffenhandel in den letzten Jahren entwickelt? Was sind die Triebfedern, Gründe und Probleme?
14:00 Uhr Deutsche Rüstungsexporte – was ist erlaubt und wer entscheidet darüber?
Wie ist der rechtliche Rahmen für den deutschen Waffenhandel? Welche Gründe werden für, welche gegen Rüstungsexporte vorgetragen?
16:30 Uhr Umstrittene Rüstungsexporte in den Nahen Osten
Was spricht für die Unterstützung der kurdischen Peschmerga mit deutschen Waffen, was dagegen?
Welche Probleme ergeben sich bei deutschen Rüstungsexporten nach Saudi-Arabien?
19:30 Uhr Filmabend zum Thema Waffenexporte
„Meister des Todes“ (Spielfilm) und anschließend „Tödliche Exporte. Wie das G36 nach Mexico kam“ (Dokumentation)
Deutschland 2015, Regie: Daniel Harrich

Der mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete ARD-Film „Meister des Todes" arbeitet illegale Waffenexporte nach Mexiko auf. In dem Film geht es um die fiktive schwäbische Waffenmanufaktur HSW, die im Jahr 2012 ein Gewehr namens SG38 nach Mexiko verkauft, obwohl dort Armee und Polizei von den Drogenkartellen kaum mehr zu unterscheiden und deshalb Waffenexporte in diese Region grundsätzlich untersagt sind. Um das Embargo zu umgehen, schlägt ein Berliner Beamter vor, die Gewehre ausschließlich in mexikanische Bundesstaaten zu liefern, die als sicher gelten. Der Plan geht auf, das Geschäft kommt zustande.
21:00 Uhr Ende des ersten Seminartags
Dienstag, 15. August 2017
09:30 Uhr Welche ökonomische Rolle spielt die deutsche Rüstungsindustrie?
Wie sicher sind die Arbeitsplätze? Welche Überlegungen zur Rüstungskonversion (Umstellung militärischer auf zivile Produktion) gibt es?
11:15 Uhr Brauchen wir eine andere deutsche Rüstungsexportpolitik?
Kann der deutsche Waffenhandel so bleiben? Muss er restriktiver, transparenter oder demokratischer werden? Sollen Rüstungsexporte generell verboten werden?

anschließend: Vorbereitung der Skype-Gespräche mit Bundestagsabgeordneten
13:30 Uhr Im nationalen Interesse? Wohin steuert die deutsche Rüstungsexportpolitik?

Die Teilnehmer/innen diskutieren mit Bundestagsabgeordneten per Skype zum Thema deutsche Rüstungsexporte
Robert Hochbaum, MdB CDU, Vogtland (angefragt),
Ute Finckh-Krämer, MdB SPD, Berlin und
Jan van Aken, MdB Die Linke, Hamburg
14:45 Uhr Abschlussdiskussion und Feedback
15:15 Uhr Ende des Seminars mit dem Kaffeetrinken
15:45 Uhr Abfahrt des Busses nach Wunstorf, Hbf.

    Der Referent:

    Jerry Sommer hat Geschichte und Politikwissenschaft auf höheres Lehramt studiert, dann aber als Journalist gearbeitet, u.a. für „Die Zeit“, „taz“ „Stern“, das Fernsehen (Deutsche Welle, WDR) und den Rundfunk (WDR, Deutschlandfunk, NDR). Seit 2007 ist er freier Mitarbeiter des Bonn International Center for Conversion. Seine Schwerpunktthemen sind internationale und deutsche Rüstungspolitik, Rüstungskontrolle und Abrüstung.


Pfeil nach rechts Organisatorisches Pfeil nach oben

Tagungsgebühr Die Tagungsgebühr beträgt 40,- € pro Person. Enthalten sind die Teilnahme an der Veranstaltung, Unterbringung (in Einzel- und Doppelzimmern) und Verpflegung. Fahrtkosten können leider nicht übernommen werden. Bei einer Absage nach dem 7. August 2017, müssen wir 25% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.
Anmeldung - per Brief:
Evangelische Akademie Loccum
Postfach 2158
D-31545 Rehburg-Loccum

bzw.
Evangelische Akademie Loccum
Münchehäger Straße 6
D-31547 Rehburg-Loccum

- per E-Mail:
Heike.Springborn@evlka.de

- per Fax: 05766 - 81 99 122

Bitte geben Sie an:
Name, Vorname, Geb.-Datum, Anschrift,
Telefonnummer, E-Mail, Schule,
Benutzung des Zubringerbusses (s.u.) am 14. 08. 2017.

- Oder hier im Internet :
Pfeil nach rechts zur online-Anmeldung

- Oder Anmeldeformular ausfüllen und ausdrucken
Pfeil nach rechts Anmeldeformular (pdf)

Überweisung erbitten wir auf ein Konto der Kirchlichen Verwaltungsstelle Loccum unter Angabe Ihres Namens und der Buchungsnummer 11643  

Evangelische Bank eG Kassel
IBAN: DE36 5206 0410 0000 0060 50 
BIC: GENODEF1EK1

Postbank Hannover 
(BLZ 250 100 30) Kto.-Nr. 208687-302  
IBAN: DE89 2501 0030 0208 6873 02 
BIC: PBNKDEFFi

Tagungsleitung Simone Schad-Smith,  Tel. 0 57 66 / 81-1 24
E-Mail: Simone.Schad@evlka.de
Tagungs-
Sekretariat
Heike Springborn,  Tel. 0 57 66 / 81-1 22
E-Mail: Heike.Springborn@evlka.de
Pressereferat Florian Kühl,  Tel. 0 57 66 / 81-1 05
E-Mail: Florian.Kuehl@evlka.de
Bahnanfahrt Via IC-Bhf. Hannover nach Wunstorf (23 km bis Loccum), via IC-Bhf. Bielefeld nach Minden (25 km) oder Stadthagen (20 km), via IC-Bhf. Hamburg über Rotenburg/W. nach Leese-Stolzenau (6 km) oder via IC-Bhf. Bremen nach Nienburg (25 km). Busverbindungen bestehen von den Bahnhöfen Wunstorf, Stadthagen und Nienburg. mehr >
Zubringerbus Am 14. 8. 2017 ab Bahnhof Wunstorf um 9:20 Uhr direkte Verbindung mit Zubringerbus zur Akademie. Abfahrt des Busses: Ausgang ZOB.
Am 15. 8. 2017 auch zurück; Ankunft Wunstorf ca. 16:30 Uhr.
Bitte unbedingt anmelden; die Plätze sind begrenzt!
Autoanfahrt Von Norden über Nienburg/Weser; von Westen über A2, Abfahrt Porta Westfalica/Minden, B482 in Richtung Minden-Nienburg; von Osten über A2 Hannover, Abfahrt Wunstorf-Luthe, B441 Wunstorf in Richtung Stolzenau-Nienburg. Die Einfahrt in das Akademiegelände liegt an der B441. mehr >
Feste Zeiten
im Haus
  8:15 Uhr Morgenandacht
  8:30 Uhr Frühstück
12:30 Uhr Mittagessen
Nachmittagskaffee
18:30 Uhr Abendessen.
Hier geht's zur Anmeldung.
Diese Tagung per E-Mail weiter empfehlen
Pfeil zurück      •  © 2017 by Evangelische Akademie Loccum  •  eal@evlka.de  •  Seite drucken  •         Pfeil nach oben