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Programm > Politik & Recht

69/17: Die Zukunft des Nordiraks
Chancen und Risiken für Europas Außenpolitik?

Internationale Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 15. bis 17. November 2017

Gefördert von der Theologisch-Ethischen Arbeitsgemeinschaft der
Evangelischen Seelsorge in der Bundeswehr

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Inmitten einer Region, die von Krieg, Chaos und Großmachtrivalität geprägt ist, konnte in der kurdischen Autonomieregion im Nordirak lange Zeit Ruhe und relativer ökonomischer Wohlstand bewahrt werden. Durch den Preisverfall für Öl und Gas, wachsende innerkurdische Spannungen und große Flüchtlingsströme aus Syrien und den südlichen Teilen des Iraks sind die quasi-staatlichen kurdischen Gebiete in jüngster Zeit jedoch mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Das Machtvakuum, das sich mit dem Niedergang des sog. Islamischen Staates auftut, und die starken Bestrebungen nach kurdischer Eigenstaatlichkeit, die im für Ende September 2017 angesetzten Unabhängigkeitsreferendum Ausdruck finden, verkomplizieren die angespannte Situation zusätzlich.

Europa ist im Nordirak auf verschiedene Weise politisch, wirtschaftlich aber auch militärisch engagiert. Die große Dynamik, die in dieser Region gegenwärtig zu beobachten ist, wird unmittelbare Auswirkungen auf die europäische Nahostpolitik haben.

Wie werden sich die Regionalmächte zum kurdischen Streben nach Unabhängigkeit positionieren? Welche Konsequenzen haben diese Entwicklungen für die kurdisch-irakischen Beziehungen? Welche Wege und Möglichkeiten haben westliche Staaten, auf die Geschehnisse im Nordirak Einfluss zu nehmen?

Sie sind herzlich eingeladen, sich an dieser Diskussion zu beteiligen!

Dr. Thomas Müller-Färber, Tagungsleiter, Evangelische Akademie Loccum

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Mittwoch, 15. November 2017

Begrüßung und Einleitung
Dr. Thomas Müller-Färber, Evangelische Akademie Loccum

Quo vadis Irakisch Kurdistan?
Prof. Dr. Dlawer Ala’Aldeen, Präsident, Middle East Research Institute, Erbil, Irak

Gedanken aus den kurdischen Autonomiegebieten
Dilshad Barzani, Vertreter der kurdischen Regionalregierung in Deutschland, Berlin

Die Nordirak-Politik des Westens:  gestern, heute, morgen
Prof. Dr. Ofra Bengio, The Moshe Dayan Center for Middle Eastern and African Studies, Tel Aviv University, Israel
Dr. Morgan Kaplan, Buffett Institute for Global Studies, Chicago
Maria Fantappie, International Crisis Group, Brüssel
Kristian Brakel, Direktor, Heinrich-Böll-Stiftung, Istanbul

Wie gestaltet sich die Zukunft des Nordiraks?
Drängende Herausforderungen und mögliche Handlungsfelder für westliches Engagement?

Teil I: Institutionelle Reformen und “Good Governance”
Vanessa Ullrich, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Bonn
Kamaran Palani, Middle East Research Institute , Erbil, Irak
Dr. Kemal Sido, Gesellschaft für bedrohte Völker, Göttingen

Donnerstag, 16. November 2017

Teil II: Militär- und Sicherheitssektor-Reform
Hayder Shesho, Oberkommandeur, Yezidische Verteidigungsarmee im Sindschar, Irak
Oberstleutnant Meik Armin Modersohn, Zentrum Zivil-Militärische Zusammenarbeit der Bundeswehr, Nienburg

Teil III: Sozio-ökonomische und humanitäre Herausforderungen
Dr. Eckart Woertz, Barcelona Center for International Affairs, Barcelona
Dr. Bilal Wahab, Washington Institute for Near East Policy, Washington D.C.
Nisrin Khalil, Leiterin, Deutsches Wirtschaftsbüro Irak, Erbil

Teil IV: Versöhnungs- und Friedensarbeit
Dr. Dirk Henrik Stockhausen, Leiter Irak-Team und Anti-IS-Strategie, Auswärtiges Amt, Berlin (angefragt)
Dr. Muslih Irwani, Center for Peace and Human Security, American University of Kurdistan, Duhok, Irak
Emanuel Youkhana, Erzpriester der Assyrischen Kirche des Ostens, Leiter der christlichen Hilfsorganisation CAPNI

Die Kurdische Autonomieregion, der Irak und die Region
Ehrengastrede: Lösungsvorschläge für die Kirkuk-Krise
Botschafter Hoshyar Zebari, ehem. irakischer Vize- und Finanzminister, Erbil, Irak

Ansichten zur Zukunft des Nordiraks von Nachbarn und Großmächten
Dr. Igor I. Borovkov, Russian Institute of Strategic Studies, Moskau
Dr. Hassan Ahmadian, Center for Strategic Research, Teheran
Galip Dalay, Al Sharq Forum, Istanbul

Ehrengastrede: Gedanken und Impulse aus Bagdad
Botschafter Lukman Faily, ehem. irakischer Botschafter in Washington, Bagdad

Zwischen Erbil und Bagdad: Trends und Entwicklung der irakisch-kurdischen Beziehungen
Dr. Bilal Wahab, Washington Institute for Near East Policy, Washington D.C
Dr. Luay J. Al-Khatteeb, Executive Director, Iraq Energy Institute, Fellow, Center on Global Energy Policy, Columbia University-SIPAl, Bagdad
Prof. Dr. Gareth Stansfield, University of Exeter, Senior Associate Fellow, Royal United Services Institute
Hayder Al-Khoei, Direktor Internationale Politik, Al Khoei Institute, Nadschaf, Irak

Freitag, 17. November 2017

Abschlussrunde: Welche Rolle soll Europa spielen?
Dorothée Schmid, Institut Français Des Relations Internationales, Paris
Elmar Brok, MdEP (CDU), Auswärtiger Ausschuss, Europaparlament (angefragt)
Dr. Günter Seufert, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin
Jean-Jacques Bridey, Assemblée Nationale (La République en Marche), Vorsitzender des Verteidigungsausschusses, Paris
Botschafter Dr. Philip Ackermann, Regionalbeauftragter, Nah- und Mittelost und Maghreb, Auswärtiges Amt, Berlin (angefragt)
Prof. Dr. Gareth Stansfield, University of Exeter, Senior Associate Fellow, Royal United Services Institute

Englisch-Deutsche Übersetzung während der gesamten Tagung

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