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74/17: Dschihad und Terror in Deutschland
Wie können Prävention und Deradikalisierung gelingen?

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 28. bis 29. November 2017

Gefördert von der Theologisch-Ethischen Arbeitsgemeinschaft der
Evangelischen Seelsorge in der Bundeswehr

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Die Architektur der inneren Sicherheit steht aktuell auf dem Prüfstand: Mit dem Aufstieg des sog. Islamischen Staates und vermehrten Terroranschlägen in Europa ist die Furcht vor militanten Islamisten stark angestiegen. Im Fokus stehen dabei nicht nur radikale Gruppen im Inland, sondern auch dschihadistische Rückkehrer aus den Kriegsgebieten in Syrien und im Irak. Laut dem jüngsten Jahresbericht des Bundesverfassungsschutzes leben in Deutschland ca. 9.700 Menschen mit salafistischen Bestrebungen und ca. 690 sog. islamistische Gefährder(inne)n.

Aufgrund dieser akuten Bedrohungslage, die sich durch den verheerenden Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz noch erheblich zugespitzt hat, gibt es derzeit verstärkte Bemühungen, bestehende Handlungsmöglichkeiten zu verbessern und neue Gegenmaßnahmen zu erschließen. Neben der Polizei und den Nachrichtendiensten erhalten aktuell auch Präventions- und Deradikalisierungsprojekte erhebliche Zuwächse an Gestaltungsräumen, Personal und Finanzmittel. Allein das für kommendes Jahr geplante „Nationale Präventionsprogramm gegen islamistischen Extremismus“ hat einen Umfang von 100 Mio. Euro. Alles deutet darauf hin, dass wir uns derzeit am Beginn eines mehrjährigen Reformprozesses befinden, der das Feld der Terrorismus- und Dschihadismus-Prävention erheblich verändern dürfte.

Vor diesem Hintergrund begibt sich die Tagung auf die Suche nach „Bausteinen“ für eine leistungsstarke Präventions-und Deradikalisierungsstrategie. Wo besteht besonderer Handlungsbedarf? Wie kann dem facettenreichen Phänomen Dschihadismus effektiv entgegen getreten werden?

Diskutieren Sie mit! Sie sind herzlich dazu eingeladen!

Dr. Thomas Müller-Färber, Tagungsleitung, Evangelische Akademie Loccum

 

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Dienstag, 28. November 2017

Begrüßung und Einführung
Dr. Thomas Müller-Färber, Studienleiter, Internationale Politik, Evangelische Akademie Loccum

Terror und Dschihadismus – Aktuelle Trends und Entwicklungen:

So fern…
Individualisierung und Transnationalisierung des Terrors:
Zur Gewaltstrategie des globalen Dschihadismus
Prof. Dr. Ulrich Schneckener, Zentrum für Demokratie- und Friedensforschung, Universität Osnabrück

… und doch so nah?
Trends und Entwicklungen in der deutschen Salafismus-Szene
Dr. Benno Köpfer, Referatsleiter Analysegruppe Internationaler Extremismus und Terrorismus, Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg, Stuttgart


Neueste Forschungserkenntnisse zur Radikalisierung, Prävention und Deradikalisierung
Ein Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis

Ideologie, Narrative und Religion
Dr. Sebastian Lange, Institut für Sozialwissenschaften, Bereich "Theorie der Politik", Humboldt-Universität zu Berlin (angefragt)

Netzwerk, Gruppen und sozial-politisches Umfeld
Dr. Daniela Pisoiu, Österreichisches Institut für Internationale Politik, Wien

Emotionen, Identität und Psychologie
Prof. Dr. Wolfgang Frindte, Institut für Kommunikationswissenschaft, Friedrich-Schiller-Universität Jena


Brennpunkte und Wirkungsfelder der Präventionsarbeit
Einblicke in praktische Projekte

Jugendarbeit & Schule
Christian Hantel, beRATen, Hannover

Moschee
Nedra Ouarghi, Koordinierungsstelle Prävention und Lotsenberatung, SCHURA – Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg e. V.

Internet
Nava Zarabian, Jugendschutz.net, Mainz

Rückkehr & Flucht
André Taubert, Legato, Fach- und Beratungsstelle für religiös begründete Radikalisierung, Hamburg

Strafvollzug
Yuliya Hauff, Justizvollzugsanstalt Remscheid

 

Mittwoch, 29. November 2017

Auf der Suche nach einer effektiven Präventionsstrategie gegen islamistischen Extremismus
Gemeinsame Arbeit an drei „Bausteinen“ (parallele AGs):

AG 1: Konzepte & Innovation (Raum M)
Wo haben wir ein Überangebot an Projekten und wo konzeptionelle Lücken?
Dr. Andreas Armborst, Leiter Nationales Zentrum Kriminalitätsprävention, Bonn
Dr. Götz Nordbruch, Ufuq e. V., Berlin
Leitung: Janusz Biene, PRO Prävention – Kontra Extremismus, Offenbach

AG 2: Netzwerke & Koordinierung (Raum C)
Staat, Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Kommune, Land, Bund, Europa – wie kann Kooperation verbessert werden?
Dr. Marwan Abou-Taam, Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz, Mainz
Alexander Ritzmann, European Foundation for Democracy, European Commission’s Radicalisation Awareness Network (RAN), Berlin
Leitung: Lisa Gellert, Referentin für Islamismusprävention, Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport, Hannover

AG 3: Evaluation & Qualitätssicherung (Raum L)
Brauchen wir einen Präventions-TÜV?
André Taubert, Legato, Fach- und Beratungsstelle für religiös begründete Radikalisierung, Hamburg
Dr. Menno Preuschaft, Leiter, Prävention von salafistischer Radikalisierung und Islamfeindlichkeit, Landespräventionsrat Niedersachsen, Hannover
Leitung: Frank Buchheit, Kompetenzzentrum zur Koordinierung des Präventionsnetzwerks gegen (islamistischen) Extremismus Baden-Württemberg, Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg, Stuttgart


Wie weiter auf dem Weg zu einer effektiven Präventionsstrategie?
Omid Nouripour, MdB (Bündnis 90/Die Grünen), Auswärtiger Ausschuss, Deutscher Bundestag
Marian Wendt, MdB (CDU), Innenausschuss, Deutscher Bundestag (angefragt)
Maren Brandenburger, Präsidentin, Verfassungsschutz Niedersachsen, Hannover
Dr. Andreas Armborst, Leiter Nationales Zentrum Kriminalitätsprävention, Bonn
Dr. Götz Nordbruch, Ufuq e. V., Berlin

 

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