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Das Programm chronologisch > Politik & Recht

76/17: Diaspora Gruppen - Akteure des Friedens?
Chancen und Risiken von Diaspora -
Engagement für die zivile Konfliktbewältigung

Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 1. bis 3. Dezember 2017

Gefördert von der Theologisch-Ethischen Arbeitsgemeinschaft der
Evangelischen Seelsorge in der Bundeswehr

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Zivile Konfliktbearbeitung hat eine elementare Chance noch nicht richtig ergriffen: Diaspora. Diaspora-Gruppen kennen sich aus. Sie haben Kontakte. Sie wissen, wie es um Minderheiten und Konflikte in ihren Herkunftsländern steht. Wie kann die Krisenprävention und Friedensarbeit verstärkt in dieses Thema einsteigen? Zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Diaspora-Organisationen, die in Syrien, Afghanistan und auf dem Westbalkan aktiv sind, wollen wir während der Tagung gemeinsam Antworten auf diese Frage finden. Dabei interessieren uns insbesondere folgende Fragen:

· Fördern Diaspora-Gruppen den Frieden oder verschärfen sie Konflikte in ihren Heimatländern?

· Unter welchen Umständen können Diaspora-Gruppen zur Krisenprävention und Friedensförderung beitragen?

· Wie kann Friedensengagement von Diaspora-Organisationen gezielt gefördert werden?

Zum Hintergrund: Nicht erst seit dem „Flüchtlingssommer 2015“ ist Deutschland Lebensmittelpunkt verschiedener Diaspora-Gruppen. Viele entstammen Konfliktregionen und haben selbst Gewalt in ihren Herkunftsländern erfahren müssen. Die Bedeutung von Diaspora-Gruppen für die klassische Entwicklungshilfe ist bereits seit geraumer Zeit bekannt. Eine Reihe von europäischen Staaten – darunter Deutschland – haben daher spezielle Förder- und Unterstützungsprogramme aufgelegt. Sowohl in der praktischen Politik wie auch in der Forschung wurde bisher allerdings wenig beachtet, welche Rolle Diaspora-Gruppen für die Krisenprävention und Friedensförderung spielen können.

Diskutieren Sie mit! Sie sind herzlich dazu eingeladen.

Dr. Thomas Müller-Färber, Studienleiter, Evangelische Akademie Loccum

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Freitag, 1. Dezember 2017

Begrüßung und Eröffnung
Dr. Thomas Müller-Färber, Evangelische Akademie Loccum

Was ist Diaspora und was ist Diaspora-Politik?
Eine Einführung ins Thema
Dr. Fiona Adamson, SOAS University, London

Unter welchen Umständen können Diasporagruppen zu Akteuren des Friedens werden?
Im Gespräch zum aktuellen Stand der Forschung
Dr. Maria Koinova, Leiterin des Forschungsprojektes „Diasporas and Contested Sovereignty“, Warwick University
Dr. Luxshi Vimalarajah, Berghof Foundation, Berlin
Dr. Élise Féron, Tampere Peace Research Institute (TAPRI)
Dr. Fiona Adamson, SOAS University, London

Diasporaförderung in europäischen Nachbarländern
Erfahrungen aus…
…Schweden: Elisabet Eklind, Direktorin, ForumSYD, Stockholm (angefragt)
…den Niederlanden: Dr. Awil Mohamoud, Direktor, African Diaspora Policy Center, Den Haag
…Großbritannien: Ade Daramy, Vorsitzender, Engagement and Policy, AFFORD-Diaspora Finance, London

Samstag, 2. Dezember 2017

Über die Schulter geschaut: Diaspora-Initiativen bei der Arbeit
Mit Fokus auf…
…Syrien
Hozan Ibrahim, Citziens for Syria e. V., Berlin
Dr. Marwan Khoury, BARADA Hilfe e. V., Münchberg
…Afghanistan
Dr. Yahya Wardak, Afghanic e.V., Bonn
…den Westbalkan
Dzeneta Karabegovic, Beraterin International Organization for Migration (IOM), Juniorprofessorin International Burch University und School for Science and Technology, Sarajevo

Historischer Exkurs: Die Rollen von deutschen Remigranten beim Wiederaufbau nach 1945
Prof. Dr. Dieter Krohn, Herausgeber “Jahrbuch Exilforschung“, Hamburg

Erste Schritte: Diasporaförderung für die Friedensarbeit in Deutschland
Joscha Oelgemöller, Regionalabteilung Afghanistan/Pakistan, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Eschborn
Dr. Jochen Hippler, Institut für Entwicklung und Frieden (INEF), Duisburg
Monica Goracci, Missionsleiterin der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in Deutschland, Berlin

Überlegungen zur zukünftigen Gestaltung von Diaspora-Engagement für die zivile Konfliktbearbeitung:

Forum I: Netzwerk und Dialog
Wie lassen sich Vertrauen und Netzwerke mit den für Friedensarbeit relevanten Diasporagruppen aufbauen?
Silvia Nicola, Projektmitarbeiterin „Governance in Areas of Limited Statehood“, Freie Universität Berlin
Dzeneta Karabegovic, IOM, International Burch University und School for Science and Technology, Sarajevo
Dr. Awil Mohamoud, African Diaspora Policy Center, Den Haag
Leitung: Laura Hunder, inmedio, Berlin

Forum II: Kapazitäten und Ressourcen
Wie können die technischen und organisatorischen Fähigkeiten von Diasporaorganisationen für die Friedensarbeit gestärkt werden?
Dr. Jochen Hippler, INEF, Duisburg
Dr. Yahya Wardak, Afghanic e.V., Bonn
Dr. Marwan Khoury, BARADA Hilfe e.V., Münchberg
Leitung: Nora Rathje, Berghof Foundation, Berlin

Forum III: Praktische Projektarbeit
Wie können Diasporagruppen bei der Entwicklung und Umsetzung konkreter Friedensprojekte unterstützt werden?
Joscha Oelgemöller, GIZ, Eschorn
Hozan Ibrahim, Citziens for Syria e.V., Berlin
Dr. Luxshi Vimalarajah, Berghof Foundation, Berlin
Leitung: Nora Jasmin Ragab, United Nations University-Maastricht Economic and Social Research Institute

Sonntag, 3. Dezember 2017

Wie weiter? Die Zukunft der Diasporaförderung in der Krisenprävention und Friedensförderung
Abschlussdiskussion und Formulierung von Empfehlungen

Kommentierung aus Perspektive der…
…Friedens- und Konfliktforschung
Dr. Bernhard-Wilhelm Rinke, Zentrum für Demokratie- und Friedensforschung, Osnabrück (angefragt)
…Migrantenverbände
Ali Ertan Toprak, Präsident, Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände e.V., Hamburg
…aktuellen Trends der deutschen und europäischen Flüchtlingspolitik
Max Pichl, Universität Kassel, Mitglied im Netzwerk Migrationsrecht (angefragt)

 

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