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Das Programm chronologisch > Wirtschaft & Soziales

80/17: Die Freie Wohlfahrtspflege auf dem Wohlfahrtsmarkt:
Was wird aus der Subsidiarität

Jahrestagung der Gesellschaft für Sozialen Fortschritt e.V.
an der Evangelischen Akademie Loccum vom 7. bis 8. Dezember 2017

In Kooperation mit der Evangelischen Akademie Loccum
und der Ruhr Universität Bochum

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Die freie Wohlfahrtspflege steht unter Druck: Die Einführung neuer Steuerungsmechanismen der öffentlichen Hand, wie Pauschalvergütungen, öffentliche Ausschreibungen oder erfolgsorientierte Vergütung, hat den Preiswettbewerb seit zwei Jahrzehnten verschärft und den Druck auf die Beschäftigten erhöht. Qualität bleibt oft auf der Strecke. Kritiker bemängeln den schwindenden Einfluss der Wohlfahrtspflege auf die fachliche Maßnahmeplanung und diagnostizieren die Erosion des Subsidiaritätsprinzips. Manche in den Verbänden fragen sich, wann die Grenze zur Selbstverleugnung der eigenen Prinzipien erreicht ist.

Befürworter der Entwicklung betonen jedoch die erreichten Kostensenkungen, Leistungsausweitungen und einen Zugewinn an Steuerungsmöglichkeiten durch demokratisch legitimierte Politik. Privat-gewerbliche Anbieter, aber auch Initiativen der Selbstorganisation, fordern eine weitere Öffnung des „closed shops“ korporatistischer Interessenvertretung.

Wie können künftig die Steuerungs- und fiskalischen Interessen des Staates mit der Subsidiarität, dem Recht auf Selbstbestimmung und Selbstorganisation, unter einen Hut gebracht werden? Welche Rolle spielen dabei die Wohlfahrtsverbände? Wo müssen Spielräume für neue Akteure geöffnet werden?

Inwiefern muss dabei aber auch den veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen Rechnung getragen werden? Etwa in Bereichen wie dem freiwilligen Engagement, der entgeltlichen und unentgeltlichen Care-Arbeit, der Digitalisierung oder dem demographischen Wandel? Welche Anpassungs- und Flankierungsbedarfe ergeben sich aus einem veränderten Verständnis der Subsidiarität für die o.g. Steuerungsmechanismen? Was ist daraus für jene sozialpolitischen Handlungsfelder zu lernen, bei denen – wie bei der Eingliederungshilfe – wesentliche Änderungen der Steuerung bevorstehen?

Sie sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion dieser Fragen zu beteiligen.

Prof. Dr. Werner Sesselmeier, Vorsitzender, Gesellschaft für Sozialen Fortschritt e.V. und Universität Koblenz-Landau

Prof. Dr. Rolf G. Heinze, Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie, Arbeit und Wirtschaft, Ruhr-Universität Bochum

Dr. Joachim Lange, Tagungsleiter,
Dr. Stephan Schaede, Akademiedirektor,
Evangelische Akademie Loccum

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Donnerstag, 7. Dezember 2017
12:30 Uhr Möglichkeit zum Mittagessen (anschließend Check-in)
13:45 Uhr Begrüßung und Einleitung
Dr. Joachim Lange, Evangelische Akademie Loccum
Prof. Dr. Rolf G. Heinze, Ruhr-Universität Bochum
Prof. Dr. Werner Sesselmeier, Vorsitzender, Gesellschaft für Sozialen Fortschritt und Universität Koblenz-Landau

Die freie Wohlfahrtspflege und die wachsenden Steuerungsansprüche des Staates
Vom Kostendruck …
Prof. Dr. Wolfgang Schröder, Staatssekretär a.D., Universität Kassel
Dr. Jens Lehmann, Vorstand, Diakonie in Niedersachsen, Hannover
16:00 Uhr … zur Wirkungsorientierung?
Dr. Volker Then, geschäftsführender Direktor, Centrum für Soziale Investitionen und Innovationen, Universität Heidelberg
Wolfgang Stadler, Vorsitzender des Vorstands des AWO Bundesverbandes, Berlin

Wer bezahlt, bestellt?
Die freie Wohlfahrtspflege und die veränderte Steuerung der Leistungsträger
Gemeinsame Diskussion mit den Referenten des Tages, eingeleitet durch Statements von
Birgit Zoerner, Stadträtin, Dezernentin für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Sport und Freizeit der Stadt Dortmund
Birgit Eckhardt, Vorsitzende, Paritätischer Wohlfahrtsverband Niedersachsen, Hannover
Prof. Dr. Rolf Heinze, Ruhr-Universität Bochum
19:30 Uhr Wohlfahrtsverbände zwischen Marktbehauptung und sozialpolitischem Anspruch
Prof. Dr. Georg Cremer, Generalsekretär a.D., Deutscher Caritasverband, Freiburg

Anschl. Gelegenheit zum informellen Austausch

Freitag, 8. Dezember 2017
09:15 Uhr Subsidiarität 3.0? Zukunftsperspektiven der Subsidiarität
Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse, Direktor, Institut für Gerontologie, Universität Heidelberg und stv. Vorsitzender Deutscher Ethikrat
Christian Armborst, Präsident, Niedersächsisches Landesamt für Soziales, Jugend und Familie, Hildesheim
11:00 Uhr Zukunftsperspektiven der Subsidiarität
Abschlussdiskussion
Dr. Gerhard Timm, Geschäftsführer, Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege, Berlin
Prof. Dr. Annette Zimmer, Universität Münster
Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse, Heidelberg
Christian Armborst, Hildesheim
12:30 Uhr Ende der Tagung mit dem Mittagessen


Moderation:
Dr. Joachim Lange, Loccum
Prof. Dr. Werner Sesselmeier, Landau
Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok, Berlin


Referentinnen und Referenten:
Christian Armborst ist Präsident des Niedersächsischen Landesamtes für Soziales, Jugend und Familie in Hildesheim.

Prof. Dr. Georg Cremer war bis Juni 2017 Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes e.V. in Freiburg. Er ist apl. Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Freiburg.

Birgit Eckhardt ist Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Niedersachsen e.V. in Hannover.

Prof. Dr. Rolf G. Heinze hat den Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie, Arbeit und Wirtschaft an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Ruhr-Universität Bochum inne.

Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse ist Direktor des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg  und stv. Vorsitzender des deutschen Ethikrates. Seit 2002 hat er den Vorsitz der Altenberichtskommissionen der Bundesregierung inne.

Dr. Joachim Lange ist Studienleiter für Wirtschafts- und Sozialpolitik an der Evangelischen Akademie Loccum.

Dr. Jens Lehmann ist Vorstand des Diakonischen Werkes evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V. Er ist Mitglied in der Arbeits- und Dienstrechtlichen Kommission, in der mit Gewerkschaften und Mitarbeiterverbänden das Tarifrecht der Landeskirchen Braunschweig, Hannover und Oldenburg ausgehandelt wird.

Prof. Dr. Wolfgang Schröder leitet das Fachgebiet Politisches System der BRD – Staatlichkeit im Wandel im Fachgebiet Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel. Von 2009 bis 2014 war er Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Brandenburg.

Prof. Dr. Werner Sesselmeier ist Vorsitzender der Gesellschaft für Sozialen Fortschritt e.V. Er ist Professor für Wirtschaftswissenschaft im Institut für Sozialwissenschaften der Universität Koblenz-Landau in Landau.

Wolfgang Stadler ist Vorsitzender des Vorstands des AWO Bundesverbandes e.V., Berlin und Geschäftsführer der ElternService AWO GmbH in Bielefeld.

Dr. Volker Then ist geschäftsführender Direktor des Centrums für Soziale Investitionen und Innovationen. Das CSI ist Forschungsstelle des Max-Weber-Instituts für Soziologie der Universität Heidelberg.

Dr. Gerhard Timm ist Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege in Berlin.

Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok ist Mitglied des Vorstands der Gesellschaft für Sozialen Fortschritt e.V. und hat eine Professur für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Sozialpolitik, an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin inne.

Prof. Dr. Annette Zimmer hat den Lehrstuhl für Deutsche und Europäische Sozialpolitik und Vergleichende Politikwissenschaft an der Universität Münster inne.

Birgit Zoerner ist Stadträtin und leitet das Dezernat für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Sport und Freizeit der Stadt Dortmund.

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Tagungsgebühr 90,- € für Übernachtung, Verpflegung, Kostenbeitrag. Für Schüler/innen, Studierende, Freiwilligendienstler und Arbeitslose Ermäßigung nur gegen Bescheinigung auf 45,- €. Eine Reduzierung der Tagungsgebühr für eine nur zeitweise Teilnahme ist nur nach vorheriger Abstimmung möglich. Ein Drittel des Teilnehmerbeitrages wird als institutioneller Beitrag für die Evangelische Akademie Loccum erhoben. 
Anmeldung an die Evangelische Akademie Loccum
Postfach 2158
D-31545 Rehburg-Loccum

Münchehäger Straße 6
D-31547 Rehburg-Loccum

Tel. 0 57 66 / 81-0
Fax 81-99-114

Oder hier im Internet
> zur online-Anmeldung

Oder Anmeldeformular (pdf) ausdrucken
> zum Anmeldeformular (pdf)

Sollten Sie Ihre Anmeldung nicht aufrechterhalten können, teilen Sie uns das bitte umgehend mit. Bei einer Absage nach dem 30. November 2017 müssen wir 25% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.  Falls Sie eine Bestätigung wünschen, teilen Sie uns bitte Ihre E-Mail-Adresse mit.

Überweisung erbitten wir auf ein Konto der Kirchlichen Verwaltungsstelle Loccum unter Angabe Ihres Namens und der Buchungsnummer 10817  

Evangelische Bank eG Kassel
IBAN: DE36 5206 0410 0000 0060 50 
BIC: GENODEF1EK1

Postbank Hannover 
(BLZ 250 100 30) Kto.-Nr. 208687-302  
IBAN: DE89 2501 0030 0208 6873 02 
BIC: PBNKDEFFi

Tagungsleitung Dr. Joachim Lange, Tel. 0 57 66 / 81-2 41
E-Mail: Joachim.Lange@evlka.de
Tagungs-
Sekretariat
Cornelia Müller,  Tel. 0 57 66 / 81-1 14
E-Mail: Cornelia.Mueller@evlka.de
Pressereferat Florian Kühl,  Tel. 0 57 66 / 81-1 05
E-Mail: Florian.Kuehl@evlka.de
Bahnanfahrt Via IC-Bhf. Hannover nach Wunstorf (23 km bis Loccum), via IC-Bhf. Bielefeld nach Minden (25 km) oder Stadthagen (20 km), via IC-Bhf. Hamburg über Rotenburg/W. nach Leese-Stolzenau (6 km) oder via IC-Bhf. Bremen nach Nienburg (25 km). Nicht immer gibt es Busverbindungen von den Bahnhöfen Wunstorf, Stadthagen und Nienburg. mehr >
Zubringerbus Am 7. 12. 2017 ab Bahnhof Wunstorf um 11:40 Uhr direkte Verbindung mit Zubringerbus zur Akademie. Abfahrt des Busses: Ausgang ZOB.
Am 8. 12. 2017 auch zurück; Ankunft Wunstorf ca. 13:30 Uhr.
Bitte unbedingt anmelden; die Plätze sind begrenzt!
Bitte geben Sie auch an, ob Sie am 7.12. am Mittagessen teilnehmen wollen.
Autoanfahrt Von Norden über Nienburg/Weser; von Westen über A2, Abfahrt Porta Westfalica/Minden, B482 in Richtung Minden-Nienburg; von Osten über A2 Hannover, Abfahrt Wunstorf-Luthe, B441 Wunstorf in Richtung Stolzenau-Nienburg. Die Einfahrt in das Akademiegelände liegt an der B441. mehr >
Feste Zeiten
im Haus
  8:15 Uhr Morgenandacht
  8:30 Uhr Frühstück
12:30 Uhr Mittagessen
Nachmittagskaffee
18:30 Uhr Abendessen.
Hier geht's zur Anmeldung.
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